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 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?

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New Moon
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mi Nov 09, 2011 4:21 pm

"Sometimes you have to be quiet!"

Es wunderte in keinster Weise, dass Phönix es war, die zuerst das Wort ergriff. Der Rappe hatte damit gerechnet. Sparkle war, seit er sie kannte, zwar immer eien aufgeweckte, freundliche Stute gewesen und das war sie auch jetzt noch, doch im Gegensatz zu der Gescheckten, war seine schneeweiße Gefährtin immer etwas überlegter mit ihren Antworten, was in den meisten Fällen gar nicht so verkehrt war. New Moon warf Sparkle einen fragenden Seitenblick zu. Sie schien ihm etwas verträumt zu sein, an diesem morgen, dessen Luft so klar war, wie selten zuvor. Doch, wie sie es alle bereits wussten, der Winter nahte und mit ihm die Kälte.

Bei Phönix Worten zog der Leithengst die Augenbrauen hoch. Eigentlich hätte er eine solche Anspielung nicht so einfach durchgehen lassen, doch da Phönix ihm eigentlich sympathisch war und es Pferde gab, die einfach nichts für ihr vorlautes Mundwerk konnten, oder selbst meistens einfach nicht an sich halten konnten, man betrachte nur einmal seine beste Freundin Kolett. Solchen konnte er es wohl kaum übel nehmen. Dennoch war der Schwarze de rmeinung, dass der Neuen in vielerlei Hinsicht etwas mehr Überlegtheit nicht schaden könnte.Doch das würde er ihr jetzt sicherlich nicht sagen, zumal es nichts drastisch Beleidigendes war, was sie von sich gegeben hatte. Wobei man es auch als Zeichen von mangelnden Respekts beurteilen könnte, aber das ließ er jetzt einmal außen vor, da er am frühen Morgen, zwar meistens nicht sondelrich gut gelaunt war, doch auch nciht darauf scharf sich gleich in einen Konflikt zu stürzen. Außerdem sollte er ja jetzt eine Autoritätsperson sein. Darüber konnte der im Herzen doch noch recht junge New Moon nur lächeln.

"Oh gewiss, die Dame! Welche Farbe würdet ih mir denn vorschlagen? Ich hoffe doch sicherlich nciht pink, oder rosa, wobei es mir schleierhaft ist, dass es dort einen Unterschied gibt. Dennoch will ich es jetzt, Kolett und ihrem Schlaf zuliebe, de rimmer sehr entspannend ist, nicht in Frage stellen."


Kopfschüttelnd musterte er Phönix. Sie schien sich hier in der Herde schon ziemlich heimisch zu fühlen, was er ihr ja irgendwie nciht verübeln konnte, war es ihm doch damals fast genauso ergangen. Es musste der Lauf der Zeit sein, dass er in letzter Zeit immer öfter an die vergangenen Tage dachte. Auch die Frage, was sein bester Freund Castello nun wohl tat, lag schwer auf sienen Schultern. Irgendwie hatte er ein ungutes Gefühl. Und auch das Plappermaul Sir, oder den imme rpessimistischen Yellowtail vermisste er in manchen Stunden sehr. Auch an Morningstar hatte ihm viel gelegen. Er war ein guter Kämpfer gewesen, hatte nie etwas unüberlegtes getan. Wo er nun wohl war? Die Götter mochten ihn auf seinem Weg schützen.

Die zweite Frage seines Gegenüber riss ihn wieder hoch. Natürlich. Die Route. Sollte er ihr an dne Kopf werfen, dass sie das einen Pferdeapfel anging? Nun, sei es drum. Irgendwie hatte er bei Phönix das Gefühl sie könnte einen fesseln udn ausquetschen, wenn man ihr nciht sofort eine Antwort auf ihre Frage gab. Dennoch gab es Dinge, die er nicht beantworten musste, doch hier konnte er wohl mal ein Auge zudrücken.

"Die Route steht schon seit unserem Aufbruch."


Wenn ihm das Ziel der Reise immer noch ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend bereitete.


{Phönix&Sparkle | spricht mit Phönix}

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o.o|| und nun ist er vater ||o.o
This boy fell in Love with a sparkling star and got a new horizon

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I saw an ANGEL of that I'm sure


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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Sa Nov 12, 2011 7:25 pm

Phantom hatte Sunny schon kommen sehen, bevor die Stute sich überhaupt in seine Richtung bewegt hatte. Es war klar gewesen, dass sie sich auf ihn stürzen würde, wenn er wach war und es war auch klar gewesen, dass es langsam ernst wurde. Verdammt! Sie bekamen ein Fohlen und Phantom schaffte es zum gefühlten tausendsten Mal in seinem Leben nicht, sein Inneres ins Reine zu bringen und seine Identität zu festigen. Er hätte weder die Beziehung zu Sunny, noch dieses Fohlen eingehen sollen.

Seit dem Tod von Lessie war doch sowieso alles anders und Phantom wusste überhaupt nichts mehr. Er musste sich doch nur ansehen! Früher, da war er stark, einschüchternd und ein Anführer, eine Kämpfernatur mit starkem Willen und ausgeprägtem Selbstwertgefühl. Er hatte gekämpft bis aufs Blut für das Recht und hatte Pferde niedergerrungen, die Unrecht über die Welt brachten. Heute war er ein Nichts, mit null Ansehen in der Herde und einer Leitstute als Partnerin, die aus ihm nicht schlau wurde. Sag mal, was konnte er eigentlich?

Und jetzt... seit er wach war, war da diese Unruhe, die ihn ganz verrückt machte und ihm - ganz instinktiv - sagte, dass etwas anders war. Dass er etwas Entscheidenes in seinem Leben vergessen oder zu lange verdrängt hatte und dass es Zeit wurde, endlich wieder reinen Tisch zu machen und zu sich selbst zu finden. Aber woher sollte er wissen wie, wenn er nichtmal wusste was die Ursache war? Er war einfach so verwirrt und planlos, dass es ihm jetzt schwerfiel, Sunny stark in die Augen zu sehen und in ihnen nach dem Sinn zu suchen. Sunny sollte nicht immer die Schuld tragen für etwas, für das sie überhaupt nichts konnte. Er musste aufhören mit dem Spaß!

Hallo Sunny...

Murmelte der große Hengst leise und senkte leicht den Kopf. Er hatte den Anfang gemacht und wartete nun auf die Worte, die sicherlich schon irgendwo in Sunnys Hirn herumgeisterten und nur darauf warteten hinausgelassen zu werden. Manchmal erkannte er in dieser Stute seine große Liebe und die Bestimmung, dass das hier alles richtig war. Aber manchmal... da war er sich nicht mehr sicher, ob es nicht ein Fehler gewesen war. Phantom hätte nach Lessies Tod nicht zurückkehren sollen an den Ort, an dem alles passierte und er hätte sich nicht mit Sunny einlassen sollen. Sie waren beide verlassen gewesen, einsame Herzen, die sich nach Liebe sehnten. Vielleicht war es von Grund auf falsch gewesen. Aber ein Zurück gab es jetzt nicht mehr, er hatte sich für dieses Weg entschieden und Lessie kam nicht mehr zurück.

{begrüßt Sunny}
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mo Nov 14, 2011 4:53 pm

    Sunnys Schritte wurden langsamer, je näher sie ihrem Gefährten kam. Schließlich standen die beiden Palomino sich gegenüber. Stille lag zwischen ihnen, bis Phantom leise eine Begrüßung murmelte und dann den Kopf senkte wie jemand, der für etwas bestraft wird.
    Angst flammte in Sun auf - war sie die Strafe? Liebte Toom sie einfach nicht mehr, sondern trug ihre Beziehung nur noch wie eine Last mit sich herum?

    (Nein! Nein!)

    dachte sie enstsetzt und versuchte verzweifelt, sich zu beruhigen. Von außen ließ sie es sich nicht anmerken. Sie seufzte nur kurz und dachte darüber nach, was sie sagen sollte. Was sie tun sollte.

    "Toom... wir... wir müsen wieder miteinander reden. Uns aussprechen, egal, was bei diesem gespärch rauskommen sollte!"

    Sie sah den Hengst flehend an und hoffte, er ging darauf ein - oh, warum war es nur so geworden zwischen ihnen?


[Toom]

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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   So Nov 27, 2011 2:23 pm

Irgendwie wirkten Sunnys Worte sehr hysterisch und hektisch und Phantom brauchte einen endlos langen Moment, um zu verstehen, dass sein Verhalten und er selbst der Auslöser dafür war. Sie tat ihm leid, ja so verdammt leid. Weil er wusste, wie sie darunter litt. Aber was sollte er tun, wenn er es selbst nicht besser wusste und keine Idee hatte, wie er es ändern könnte? Manchmal lief es eben nicht so, wie man es wollte und man musste Schmerz und Leid empfinden, damit die Zeiten auch besser werden konnten. Ohne einen Absturz konnte es keine Besserung geben.

"Ja, ich glaube auch, dass wir das müssen. Dann rede, Sunny."

Der Hengst sah der Stute vor sich fest in die treuen Augen und erkannte auch da den Schmerz und die Unsicherheit, aber er wusste auch, dass es in seinen Augen mit Sicherheit nicht anders aussehen würde. Sie litten eben gemeinsam, wie es ja eigentlich auch sein sollte. Aber manchmal glaubte Toom, dass sie es trotzdem nicht gemeinsam schafften, wieder aufzustehen. Dann wurde jeder zum Einzelkämpfer - und das war definitiv die falsche Vorgehensweise.

{Sunny}
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Fr Dez 02, 2011 5:43 pm

    Wie beginnen? Was sagen?
    Sunny blickte in Phantoms - einst? - so geliebten Augen und suchte vergeblich nach einer Antwort auf diese Frage. Die Entscheidung lag bei ihr selbst, und das wusste die Palominostute. Sie musste ihre eigenen Worte finden. Eine Aufgabe, die ihr jetzt schwerer erschien als je zuvor.
    Die Stute senkte den Blick langsam zu Boden, hob ihn Sekunden später wieder und biss sich auf die Lippe.
    Aber Toom hatte recht. Sie sollte beginnen.
    Sun holte tief Luft, stieß sie wieder aus...

    "Du bist sehr still geworden, Toom. Wir haben uns auseinandergelebt..."

    flüsterte sie schließlich zaghaft, sprach die gehasste Wahrheit aus. Sie seufzte schwer, blickte Toom wieder an, sah wieder zu Boden.

    "Ich... ich weiß nicht, wie - und ob - es mit uns beiden weitergeht... ich kann nur an unser Fohlen denken... das ist das Wichtigste - selbst wenn... wir beiden... nicht mehr... nun ja, zusammen sind - du musst unserem Fohlen dennoch ein guter Vater sein! Das musst du mir versprechen!"

    Plötzlich wusste Sunny, dass alles auf ihrer Seite gesagt war. Es gab nichts Wichtiges. Sie hatte ausgesprochen, was sie innerlich noch immer abstritt: Das sich die Wege von Phantom und ihr trennen könnten. Ein Stein fiel ihr vom Herzen, denn sie hatte die Worte gesprochen. Doch war ein neuer da. Sun wusste plötzlich, dass sie Toom nicht so einfach loslassen könnte wie Momala. Es würde schwerer werden... wenn es denn wirklich keinen gemeinsamen Weg mehr gab.


[Toom xx spricht]

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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Do Dez 08, 2011 1:28 pm

What´s about some fresh flowers?


    Belustigt und anfangs ernsthaft erstaunt, dass der doch recht ernst wirkende Rappe beinahe sogleich auf ihren Spaß einging, zeichnete sich langsam ein gelassenes Lächeln auf den Lippen der Scheckenstute ab. Man mochte es ihr keineswegs zutrauen, dennoch besaß sie das untrügliche Gespür einer jungen Stute, die sowohl den seichten Anflug von nachdenklicher Missbilligung in den dunkelbraunen Augen des Hengstes erkannte, als auch dessen gutmütige Resignation ihr gegenüber. So oder so, vollkommen ändern ließe sich nicht einmal das wandlungsfähigste Chamäleon. Das wohl am allerwenigsten. Also schnaubte sie einmal amüsiert, auf den Vorschlag einer rosafarbenen Blume im Haar New Moons. Obwohl sie selbst wenig Sinn für Verschönerungen besaß, wusste sie dennoch, das sich wohl ein starker Kontrast wesentlich besser abgehoben hätte. Womöglich eine tiefrote Färbung, oder aber ein kräftiges Dunkelblau, welches mit dem dunkeln Fell harmoniert hätte. Gedankenverloren erinnerte sie sich an einen Sommertag mit Castle, in welchem er von den Fohlen ihrer verrückten Kleinherde überrascht wurde. Am Ende hatte er zahlreiche bunte Farbkleckse auf dem ebenfalls schwarzen Körper gehabt, wenngleich die Pflanzen nur allzu rasch einen neuen Platz gefunden hatten. Den Körper des jungen Stutfohlens. Als sie nun den unklaren Blick wieder hob und blinzelte, glaubte sie anfangs, Castle stünde wieder vor ihr, blickte aus ruhigen, ernsten Augen auf sie, den altbekannten Schalk tief in den Augen funkelnd. Doch es war weder Castle, noch ihr Sohn. Aber gewiss ebenso angenehme Unterhaltung. Sie schmunzelte.

      » Pink, Rosa, Rosa, Pink. Es ist nur eine Frage der Intensität, aber sonst ändert sich nicht viel. Aber Kolett hat einen einigermaßen friedlichen Schlaf wohl verdient. «


    Phoenix kicherte leise. Durchaus ließe sich dies denken, doch bis auf die Tatsache, dass sie einander vorgestellt wurden und sie ein wenig mit den Hengsten geplaudert hatten, schien der gestrige Tag nicht allzu anstrengend. Aber womöglich war die Herde bereits ebenso weit gezogen wie auch die Scheckenstute ebenfalls. Als diese nun auf die Antwort des Leithengstes lauschte, blickte sie neugierig, aber vorsichtig die Berge hinauf, in welche es diese Herde offenbar zog. Es gab gewiss zahlreiche schlechtere Unterkünfte, überlegte sie und fragte sich, ob sie lange genug dort blieben, damit die kalten Höhlen ein wenig wärmer wurden. Doch der Gedanke, die Herde dicht um sich herum zu haben und bei kalten Temperaturen zusammenzurücken, erheiterte das sonnige Gemüt Phoenix´, weshalb sie keine weiteren, negativen Gedanken mehr an den weiteren Weg verschwendete. Außerdem glaubte sie, dass diese Herde etwas Besonderes mit diesem Ort verband, glaubte sie sich zu erinnern, etwas davon gehört zu haben, dass sie 'wieder'kehrten. Dementsprechend kannten die Blue Mountain Mustangs diese Berge bereits. Das war Grund zur Freude, denn somit bliebe das orientierungslose Herumstromern und Suchen nach geeigneten Stellen wohl in erträglichen Maßen. Nicht, dass der Rotschecke auch daran nichts Positives gefunden hätte. Ihr Blick klärte sich wieder und richtete sich auf New Moon, während sie aus den Augenwinkeln die schneeweiße Heilerin betrachtete. Ob es ihr wohl besser ging, nachdem die Nähe ihres Gefährten Sparkle ein wenig beruhigt hatte? Phoenix wünschte es der Weißen sehr.

      » Mir ist das genaue Ziel leider noch nicht erklärt worden - geschweige denn, die Route. «


    erwiderte sie fröhlich und lachte, angesichts der Tatsache, dass es einem Wunder geglichen hätte. Immerhin war sie erst seit einem halben Tag bei dieser Herde, die Nacht dazu gerechnet. Der Aufbruch selbst musste bereits nach Ende des Sommers geschehen sein und damals ... Phoenix runzelte angestrengt die Stirn und erinnerte sich vage an eine kurze Begegnung mit drei jungen Hengsten. Anscheinend nutzten sie die Gunst der Stunde und jagten einigen Herden die Stuten und erfahrenen Kämpfer ab. Nun, Phoenix wünschte ihnen das notwendige Geschick, um nicht getötet oder ernsthaft verletzt zu werden. Womöglich hatte einer der Hengste auch ein wenig Glück und zog nun mit einer kleinen Herde umher, die er Sein nennen konnte. Sehnsuchtsvoll seufzte sie, dann sah sie mit warmen Blick über die Pferdeleiber der Herde. Noch mochten sie es vielleicht nicht vollständig erfasst haben, doch Phoenix würde nun für eine lange Zeit Teil ihrer Gemeinschaft sein. Wie lange jedoch blieb vorerst ungeklärt. Sie genoss schlichtweg die Zeit in Gesellschaft, die sie haben würde.

      » Mir ist, als ob viele den Ort bereits kennen. Wie ist es denn dort so? «


    fragte sie, ehrlich interessiert und der Glanz von Wissensdurst und Neugier spiegelte sich in ihren dunkelbraunen Augen wieder. Der Schecke war ganz erpicht darauf, sowohl neue Pferde, als auch neue Orte kennenzulernen, nachdem sie so lange an nur einem Ort auf der Stelle getreten war. Dennoch, das Gefühl, Familie und Herde zurückgelassen zu haben, kam selbst in der Optimistin auf. Doch eines Tages sah sie sie wieder, dessen war Phoenix fest überzeugt.








[Sparks & Moon # Spricht & macht sich ihre Gedanken dazu][/quote]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Sa Dez 17, 2011 9:24 am

Sparkle lauschte dem Gespräch von New Moon und Phoenix. Sie alberten wohl bis zu einem gewissen grad miteinander herum, sarkastisch, aber keineswegs ohne Humor. Die Schimmelstute blieb leise daneben, lauschte nur den Worten ihres Gefährten und denen der Scheckstute, die sie eigentlich doch schon ins Herz geschlossen hatte. Dabei sann sie über verschiedene Dinge nach, gerade als das Gespräch sich um die Route zu drehen begann.
Sie würden wieder in die Berge zurückkehren und in das Höhlensystem, das ihnen großes Unglück gebracht hatte. Sie erinnerte sich an das Beben der Erde, als sie tief im Berg waren, und schauderte. Lessie konnte sie damals nicht retten - die Palominostute war eine gute Freundin gewesen und die Trauer der Heilerin immer noch ein Stein am Herzen. Doch die Meisten hatte sie retten können vor dem, was sie hätten erleiden müssen, wenn sie keine Heilerin bei sich gehabt hätten.
Phoenix fragte jetzt, wie es an dem Ort, den sie ansteuerten, war, denn die Stute erkannte, dass die Herdenmitglieder, die schon länger mit Sunny mitzogen, schon einmal dort gewesen waren. Sparkle entschied sich, zu antworten, und vor allem entschied sie sich, die Wahrheit zu sagen. Denn nichts als die Wahrheit hatte ihr Gegenüber verdient.

»Ja, du hast Recht, die Herde war bereits einmal dort. Es war der letzte Winter, den wir in den Höhlen oben in den BlueMountains verbracht haben. Es gab einen Erdstoß und viele von uns sind verletzt worden - wir haben dort oben eine gute Freundin verloren.«
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Sa Dez 17, 2011 12:02 pm

Der große graue Andalusier beobachtete das Treiben der Herde, stand lediglich stumm dabei. Sunny ging zu dem anderen Palomino, dem Hengst namens Phantom. Sie wirkte angespannt und ein wenig unglücklich, aber er bemerkte die Liebe zwischen den beiden Palominos. Und ihm wurde klar, was der Leitstute auf der Seele lag wie ein Schatten. Es war die Liebe zu ihrem Gefährten, der sie sich nicht mehr sicher war, weil sie nicht wusste, ob ihre Liebe stark genug war, um eine räumliche Entfernung zu überstehen. Und das, obwohl sie wusste, dass sie dabei waren, eine Familie zu gründen.
Ganz anders erschienen ihm New Moon und Sparkle, bei denen jeder sah, dass sie für einander geschaffen waren. Er beobachtete kurz den Rappen und seine hochtragende Gefährtin, dann wanderte sein Blick zu Phoenix. Die Stute schien nicht wirklich hier rein zu passen, obwohl sie der Herde mehr als nur guttat. Mit jeden Wort verbreitete sie gute Laune und das war, was der Herde ein wenig fehlte. Das bemerkte man vor allem bei der Rappstute, die auch hier war. Wie hieß sie noch gleich? Donnerkeil, genau. Er fragte sich, was sie für ein Pferd war und das veranlasste den Hengst dazu, langsam zu der schönen Stute hinüber zu gehen.

»Excusa, Donnerkeil, ich hoffe, ich störe nicht. Ich suche nach ein wenig Gesellschaft. Würdet Ihr sie mir leisten?«

Michelangelos Stimme war ein leises, tiefes Summen. Er beobachtete die Stute vor sich unter seinem dunklen Schopf hinweg, seine braunen Augen sogen ihre Details quasi in sich auf. Sie war schön, aber ihr haftete auch eine gewisse Härte an, die er nicht erwartet hatte, als er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Er beobachtete sie weiterhin, während er auf eine Antwort von ihr wartete. Irgendwas an ihr faszinierte ihn, obwohl er sie für eine Stute hielt, die er nicht bezwingen konnte, weil sie hart war wie Stein, was wohl an früheren Verletzungen lag.

{allein ;; zu Don}
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Donnerkeil
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Sa Dez 17, 2011 1:23 pm

» Nicht immer ist das Glück dir hold - doch immer wird dich das Leben überraschen. «

    Noch lange hatten beide die aufgehende Sonne und das wahre Flammeninferno betrachtet, welches sich ihnen bot, ein wahres Schauspiel der Natur, welches jeden Tag auf ein Neues begann - doch jedes Mal individuell anders war. Es glich einer Wohltat, dass Donnerkeil sich auf nichts weiter als die grandios schöne Aussicht konzentrieren musste, sodass sie ebenso wenig bemerkte, dass Curvus sachte aufflog und von dannen zog. Mit gespreizten Flügeln und milder Zufriedenheit, die sachte in seinen Augen funkelte, glitt er lautlos über die Herde und betrachtete deren einzelne Mitglieder. Ab und an warf er einen prüfenden Blick auf seine allem Anschein ergriffene Schutzbefohlene, ehe er in einer eleganten Kurve hüpfend auf dem Boden aufsetzte.

    Allmählich zeichnete sich nebst den tiefroten und orangenen Goldtönen der kommende Tag ab und schlussendlich stieg die Sonne über den Horizont, einer strahlenden Verheißung gleich. Doch die dunkle Mustangstute kehrte mit den Gedanken nicht länger zum Sonnenaufgang und seinem Werdegang zurück, als viel mehr dem nahenden Ziel dieser Reise. Donnerkeil schnaubte leise, zeitweilen ließ sich eine gewisse, düstere Beunruhigung erkennen. Ebenso wie zuvor aufkeimende Gedanken vertrieb die Stute diese energisch und zunehmend gereizter, wenngleich ihr die Kraft fehlte, welche für ihre wilde Wut von Nöten gewesen wäre. Somit ließ sie dem erschreckenden Gefühl des Altseins Raum, spürte die erlebten Geschehnisse schwer auf sich lasten und hörte immer wieder die hämisch geröchelten Worte des feuerfarbenen Hengstes, der ihr sowohl das Leben, als auch die Persönlichkeit geraubt hatte. Einst hatte sie geglaubt, er würde für sie einstehen, wie es ein Freund oder Gefährte tat, doch wie oft hatte er sie physisch wie psychisch verletzt, ihr zugesetzt, wohlwissend, dass sie sich nicht wehrte? In aufkeimendem Zorn peitschte ihr langer Schweif um ihre Fesseln, als ihr der Geruch eines fremden, aber nicht vollkommen fremden Hengstes in die Nüstern stieg. Ruckhaft blickte sie auf, in die dunklen Augen des grauen Andalusiers Michelangelo.

    ' »Excusa, Donnerkeil, ich hoffe, ich störe nicht. Ich suche nach ein wenig Gesellschaft. Würdet Ihr sie mir leisten?« '

    Noch während die ersten Worte seine Lippen verließen, weiteten sich die dunklen Augen der Rappstute anfangs entsetzt, doch mit der Zeit zunehmend zorniger. Man mochte beinahe glauben, er habe sie mit dem, was er sagte, verletzt, wenngleich ein solcher Gedanke nahezu absurd klang. Gereizt schnaubend warf sie den Kopf auf, denn nur allzu deutlich erinnerte sie der Graue an einen anderen Spanier. Alejandro. Mühsam schluckte sie den schmerzlichen Verlust hinunter, erinnerte sich an ihre Eifersucht, als sie Cheetah gemeinsam mit Ljuba glücklich gesehen hatte und war im Begriff zu verschwinden, als sie dem Blick des Raben begegnete. Die Sorge, welche darin zu lesen war, als auch die Aufrichtigkeit in den Augen des Grauen ließen sie wanken, ließen sie ihren Verstand anzweifeln und mit einem dunklen, erschreckend resignierten Seufzer nickte sie.

    » Gewiss. «

    Ihre Stimme klang kühl und distanziert, dennoch war schemenhaft die schmerzhafte Trauer darin zu erkennen. Womöglich hatte Michelangelo ebenso wie auch sie im Laufe der Zeit bemerkt, dass Donnerkeil hauptsächlich allein zog, ganz gleich, dass sie einen recht hohen Rang einnahm. Dennoch vermochte die Dunkle nicht über ihren Schatten zu springen, vermochte nicht zu vergessen, was sie angetan und was man ihr angetan hatte. Zu oft hatte sie naiv an die Aufrichtigkeit der Liebe geglaubt, zu oft wurde ihr wieder entrissen, was sie glaubte zu lieben, um schlussendlich schmerzhaft festzustellen, dass es nicht ihr ureigenes Wesen war, welches geliebt wurde. Man sah ihrer hengstlichen Statur den Kampfgeist inzwischen recht deutlich an, ebenso die tödlich kalte Entschlossenheit in den Augen. Abfällig schnaubte sie, ehe sie ihre Gedanken auf ihren spanischen Gesellschafter richtete. Er glich Alejandro in erschreckend vielen Dingen, sodass sie beinahe grob zu ihm sprach

    » Lass dieses alberne 'Ihr'. Damit habe ich ein Problem. «

    Ihre Stimme wurde leiser, ehe sie schließlich durch den dunklen Schopf in die braunen Augen des Andalusiers sah. Er besaß das wohlproportionierte Gebäude seiner Rasse, die Höflichkeit und den Stolz seines Landes und gewiss zahlreiche andere Dinge, die ihn sympathisch werden ließen. Doch Donnerkeil tat diese Vorzüge mit einem dunklen, gereizten Schnauben ab und mied den Blick des Grauen. Einst hatte sie den schmeichelhaften Worten Cheetahs geglaubt. Naiv. Später hatte sie dem Schwur Alejandros geglaubt, dessen ausgewählter Höflichkeit und ebenso seinem Aussehen. Idiotisch. Doch ihr größter Fehler war wohl Firedance, welcher nun vermoderte aufgrund ihrer Hufe. Beinahe unwillkürlich blickte sie nach ihren Hufen, als müsse dort noch immer das dunkle Blut kleben, welches an ihr haftete. Schmerzhaft erinnerte sie sich an die zahlreichen Narben, die er ihr zugefügt hatte. Noch heute wusste sie nicht, ob es die seelische Qual war oder die körperliche, die ihr mehr zusetzte. Genervt von den eigenen Gedanken hob sie den Kopf, blickte beinahe provokant zu Michelangelo auf und verspürte einen inneren Ekel, als sie ihn erneut so harsch und unfreundlich ansprach. Doch inzwischen schien dies zu ihr zu gehören, wie die zahlreichen, verwachsenen Narben ihres Körpers.

    » Nun, weshalb bist du also wirklich hier? Auf neue Lügengeschichten kann ich getrost verzichten und mit Schmerz kann ich umgehen. « 'Was für ein Lüge!' flüsterte ein inneres Stimmchen, doch Don fuhr unbeirrt fort. » Weshalb also bist du wirklich zu mir gekommen? Ich bin nicht das, was sich 'angenehme Gesellschaft' nennt, das wissen wir. Man meidet solch ein Pferd eher. «

    Nun blickte sie ihm wieder in die irritierend dunklen Augen, ehe sie wieder an Alejandro dachte. Treulose Spanier! Ärgerlich schnaubte sie, machte dem Ärger Luft und verdrängte den Schmerz angesichts der Tatsache, dass ihre eigenen Worte der Wahrheit schmerzhaft nahe waren. Doch erneute Schwäche ließe sie nicht zu, sodass sie sich regelrecht dazu zwang, die sanften, braunen Augen zu fixieren, ihrem Blick stand zu halten. Es war so lange her, dass sie ehrliches Glück empfunden hatte - und ginge es nach ihr, würde das nie wieder geschehen. Die daraus resultierenden Schmerzen erschienen ihr zu ... hoch.






[Anfangs mit Curvus # Schließlich allein # Michelangelo # Widerstreitende Gedanken]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mo Dez 19, 2011 6:31 pm

Michelangelo lauschte geduldig den Worten der Rappstute vor ihm. Sie klangen kühl und distanziert, ein wenig schneidend, aber er bemerkte auch etwas anderes, etwas, das wohl nur ein guter Zuhörer bemerkt hatte. Diese unterschwellige Trauer, nur ein Hauch, doch genug, um all die noch nicht verheilten Wunden ihrer Seele zu zeigen und all das, was in ihr schlummerte und sie irgendwann auffressen würde. Er ließ sich von ihrer harten Stimme nicht aus dem Gleichgewicht bringen, stand weiterhin nur bei ihr, ganz ruhig. Als sie ihn aufforderte, das "Ihr" sein zu lassen, neigte der Hengst nur seinen trockenen Kopf.

»Ganz wie du willst, Donnerkeil. Warum ich zu dir gekommen bin? Nun, ich suche nach Gesellschaft, und da du da so allein standest, bin ich nun hier. Perdón si te lata. Entschuldige, wenn ich dich nerve. Du wirktest nur so einsam und ich dachte, no hay caballo sollte allein sein.«

Seine Worte waren ruhig gesprochen, wied ernicht mehr als ein tiefes Summen aus seiner Kehle. Er bemerkte so etwas wie Trotz in ihren dunklen Augen und in ihrer Haltung, während ihr wiederholtes Schnauben überraschend wütend klang. Sofort musste er sich fragen, was denn mit Donner los war. Er kannte sie nicht anders und doch fragte er sich, ob es sie auch noch anders gab - es musste sie auch noch anders geben. Michelangelo konnte nicht glauben, dass es eine so tief verstörte Persönlichkeit gab, die nicht vorher mal was Gutes in sich gehabt hatte. Aber was ging es ihn an? Sie waren in einer Herde, doch die Frage war, wie lange das halten würde. Er war ein Wanderer, ein Einsamer, er würde vermutlich nicht allzu lang hier bleiben. Oder etwa doch? Um ehrlich zu sein war er sich dem nicht einmal sicher. Er war sich generell nicht mehr allzu viel sicher, seit er die Gesellschaft der BlueMountainMustangs genoss.
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Di Dez 20, 2011 2:13 pm

» Das Leben ist Veränderung ... und Überraschung. Ja, ich gebe es zu - das Leben überraschte mich. «


    Pferde selbst wurden geboren und starben, gebaren selbst neues Leben und fielen im Kampf. Die junge Rappstute vermochte zu Teilen das Leben einer einträchtig lebenden Familienherde zu beschreiben, doch waren dies nichts weiter als immer weiter verblassende Erinnerungen, die zunehmend schwerer auf den Schultern der muskulösen Stute lasteten. Einst hatte auch sie etwas Ähnliches der Liebe einer Familie besessen, wenngleich sie diese kurzerhand verraten hatte und sie somit in den sicheren Tod getrieben haben musste. Schwer lastete dieses Wissen - dieser offene Verrat an ihrem Vater und der Herde - auf ihr, sodass sie beinahe unter körperlichen Schmerzen den Kopf tief hinab senkte. Die lange, dunkle Mähne verbarg dabei sowohl den harten Glanz der Augen, als auch deren innere Düsternis, in welcher kaum noch Leben zu glimmen schien. Donnerkeil war nicht mehr als eine herrenlose Hülle, deren ärger Widersacher nunmehr tot sein musste und es dennoch verstand, sie zunehmend mehr um den Verstand zu bringen. Selbst der Rabenvogel schien diesen Verlauf nicht einmal aufhalten zu können.

    ' » Du wirktest nur so einsam und ich dachte, no hay caballo sollte allein sein « ... Du hast ja keine Ahnung, Grauer. '

    Sachte schüttelte sie ob seiner summenden, beruhigend dunklen Stimme den Kopf. Es war ihr, als müsse sie einen lästigen, nur allzu drängenden Gedanken loswerden, ohne jedoch die notwendige Kraft dazu zu haben. Es war schlicht lächerlich. Eine eiserne, inzwischen selbstständig gewordene und erwachsene Kriegerin vermochte nichts gegen den Samtton einer Hengststimme auszurichten. Sofern sie einmal die schmerzlichen Gedanken an einen anderen Spanier zurück drängte und sich lediglich auf den großen Grauen ihr gegenüber konzentrierte, wähnte sie sich für wenige Augenblicke in angenehmer Betäubung. Doch sobald die Stimme verklang, sobald ihre Gedanken erneut zu kreisen begannen und sich wie ein schweres Mühlrad drehten, kamen altbekannte Zweifel auf. Gedanken.

    » Du irrst dich. «

    Ihre Stimme war leise, noch immer hielt sie den Kopf beinahe störrisch gesenkt, dennoch war sie sich der beruhigenden Nähe des Grauen durchaus bewusst. Doch eben jenes Gefühl der inneren Ruhe, welches sie so lange sehnlichst vermisst hatte, seit dem ... seit dem einige Dinge geschehen waren, ließ sie aufwallende Panik verspüren. Eine solche versuchte sie stets durch gesteigerte Aggressionen auszumerzen, wenngleich ihr dies gewiss nicht mehr allzu oft gelänge. Sie war schlichtweg müde ob der zahlreichen Gedanken, die sie quälten, ob der zahlreichen verbrechen, die sie mit zu verantworten hatte und skrupellos unter Firedance ausgeführt hatte.
    Gäbe sie der Ehrlichkeit die Ehre, müsste sie sich sogar einen gewissen Spaß an einer solchen Machtposition eingestehen, doch dies ließ sie nur noch mehr wie ein Monster wirken.
    Doch jene Worte, die sie so leise, beinahe schon zaghaft zu Michelangelo gesprochen hatten, schienen einer Erklärung notwendig. Einer Erklärung, die sie ihm nicht geben konnte. Noch nicht.

    ' Du nervst mich nicht. Viel mehr ist es fremd für mich, dass du noch immer so höflich zu mir bist, Grauer. Es ist nicht lange her, seit dem ich ... grausame Dinge tat. Dennoch urteilst du nicht, ganz gleich, wie wenig oder viel du zu wissen scheinst. Im Gegenteil, ich genieße deine ausgewählte Höflichkeit - doch genau davor fürchte ich mich so. '

    Sie schloss für einen kurzen Augenblick die dunklen Augen, dann fuhr ihr Kopf elegant, aber bestimmt empor und ihr Blick klärte sich wieder, sodass die Dunkle nun entschlossen, aber distanziert zu ihm aufblickte. Aussprechen tat sie ihre Gedanken - die eigentliche Erklärung also - nicht. Sie käme sich schlichtweg ... entblößt vor.

    » Du irrst dich, Michelangelo. «

    wiederholte sie, als habe sie Sorge, er habe bereits vergessen, worauf sie sich bezog. Aus dunklen, ausdruckslosen Augen musterte sie die so viel seelenvoller wirkenden Augen. Glutvoller, temperamentvoller. Schlichtweg lebendiger.

    » Ich bin nicht einsam. Das Rabentier ist ... häufig bei mir, die Herde ebenso und außerdem meide ich Gesellschaft. «

    Sie lachte einmal leise auf, bitter, hart und trocken. Ein Blick fiel auf besagten Raben, welcher noch immer fernab beider Pferde hockte und gedankenverloren nach Würmern pickte, ohne jedoch großartig viel Erfolg zu haben. Selbst mit diesem durchaus anstrengenden, aber dennoch jederzeit anwesenden Vogel vermochte sie das Gefühl der Einsamkeit nicht zu verdrängen, welches sich zunehmend mehr in sie hinein fraß. Eines schönen Tages, dachte sie sarkastisch, den Blick auf das hübsch geapfelte Fell Michelangelos gerichtet, wird er sich zurück erinnern und sie bemitleiden. Denn eines schönen Tages würde sie an all den Erinnerungen vergehen, von diesen verschlungen werden - und dann gab es nur zwei Möglichkeiten. Und eine davon war weit grausamer als der Tod selbst.

    » Du irrst dich. «

    wiederholte sie abermals, leiser jedoch und senkte kopfschüttelnd den Kopf, um lustlos einige Grashalme auszurupfen. Ihr war jeglicher Appetit vergangen, zudem Michelangelo gewiss besseres mit seiner Zeit anzufangen wusste. Der Gedanke, erneut allein zu sein, war schmerzhaft, jedoch nicht unerträglich - oder unbekannt. Somit zuckten ihre Ohren bei jedem Geräusch, welches er verursachte, als müsse sie sich ihrer Theorie vergewissern, dass auch er sie bald wieder allein ließ. Womöglich war dies auch die beste Möglichkeit, sann sie finster nach und rupfte einen Grasbüschel recht grob heraus, ehe sie langsam auf diesem kaute. Aus dem Augenwinkel beobachtete sie den Grauen.








[Bei Michelangelo # Spricht & denkt # Curvus noch immer abseits auf Wurmjagd]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Di Dez 20, 2011 2:36 pm

But remember that every life is just borrowed and have to be given back one day



    Manchmal hieß es, man solle sich lediglich auf das Gefühl verlassen, dem Instinkt folgen und schlichtweg den Signalen des Bauches glauben. Ähnlich erging es der hübschen Scheckenstute, als diese sich ihre Gedanken um Sparkle und die Herde machte, doch nun, da die weiße Heilerin aussprach, was die Herde bedrückte, schwieg Phoenix vorerst. Zu gern hätte sie passende Worte oder Gedanken gefunden, doch sie wusste, es gäbe zu keinem Zeitpunkt ein angemessenes Wort, angemessenes Mitleid. Es blieb lediglich die nunmehr schmerzliche Erinnerung an das Gewesene, doch eben an jenes, so glaubte die Stute, solle man anknüpfen.
    Aus sanften, rehbraunen Augen blickte sie nun in die Augen der Weißen, blickte dem Leithengst in die Augen, wohl wissend, dass auch ihn dies mitgenommen haben musste. Als sie nun leise zu beiden sprach, klang ihre Stimme zart und rein, als spräche eine ebenso unbedarfte wie weise Stute zu ihnen. Warme Sympathie mit dieser Herde und ja, auch mit beiden Pferden glitt sanft über die Töne ihrer Stimme, sprach aus ihren dunklen Augen und schien bemüht, den Kummer zumindest für wenige Momente zu vertreiben.

      » Das tut mir aufrichtig Leid für euch. Doch erinnert euch an die Zeit, die ihr mit ihr haben durftet und behaltet euch diese im Herzen. Sie wird es auf ewig begleiten, euch wärmen, wenn euch kalt ist, euch Hoffnung geben, wenn alles verloren scheint - doch sie wird euch auch die Freude zurückgeben. «


    Sie sprach beinahe behutsam, wenngleich es ihr gewiss nicht einmal allzu nahe hätte gehen müssen, da sie erst seit Kurzem der Herde beiwohnte. Genau genommen war sie nicht einmal ein vollwertiges Mitglied, schließlich müsste sie sich erst noch beweisen - doch Phoenix hatte schon stets stark mit anderen mitempfunden. Sodass sie nun bemüht war, die Gedanken so lang wie nur irgend möglich von diesem traurigen Thema abzuwenden. Bald schon, daran glaubte die Scheckenstute fest, würden die Freunde der verlorenen Stute sich an der Zeit erfreuen, die ihnen das Leben gegönnt hatte. Mit einzelnen Tränen gewiss, dennoch sollten sie dankbar für die Freundschaft sein, die sie erleben durften. Phoenix zweifelte nicht daran, dass sie es sein würden, sobald die ersten Schreckensmomente vorbei waren, in welchen sie an den Ort des Schreckens zurückkehrten. Doch bekanntlich war eben dies eine erfolgreiche Methode, um mit dem Schmerz des Vergangenen abzuschließen und in die Zukunft blicken zu können.

    Also schwieg die Rotgescheckte für einige Momente, wollte beiden die Möglichkeit geben, sich wieder zu fangen und dachte selbst nochmals mit freundlicher Dankbarkeit an Mutter Natur, welche der Stute ein kurzes, aber gewiss glückliches Leben gegeben hatte. Schließlich blickte sie auf, entdeckte Phantom und Sunny, dann widmete sie sich Sparkle. Und einem erfreulicherem Thema.

      » Ich kenne kaum eine Leitstute, die sich so mit ihrer Herde verbunden fühlt. Oder aber, die sich ebenso sehr an fremden Fohlen erfreut wie an ihrem eigenen. «


    Es war ihr keineswegs entgangen, dass die Palominostute sich stetig erfreute, sofern Sparkle oder sie selbst über den kommenden Zuwachs der Herde sprachen. Dass sich dies wohl ebenso sehr auf das Fohlen der Weißen wie auf ihr eigenes bezog, zweifelte die Gescheckte nicht einmal an. Weshalb auch? Gewiss genoss sie den Gedanken an zwei fröhlich aufgeweckte Fohlen, als auch den Gedanken, dazu beizutragen, dass diese Herde weiter anwuchs.

      'Womöglich helfen die Fohlen auch über den Kummer in den Höhlen hinweg.'


    Phoenix schnaubte leise, hob den Kopf und betrachtete Phantom und Sunny eingehend. Sie bildeten ein wirklich sehr ansprechendes Paar, optisch betrachtet, doch Phoenix befand jedes Paar für schön, ganz gleich, ob nun ein klobiges Kaltblut mit einem zierlichen Araber vereint gewesen wäre oder zwei rassige Mustangs. Die Rotgescheckte sah nun einmal stets die positive Seite des Lebens, sodass sie bald schon versonnen lächelte, in Gedanken bei den Fohlen - und ihrem eigenen Sohn.











[Sparks & Moon # Schockiert # Spricht # Beobachtet Sun & Toom]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Di Jan 03, 2012 4:27 pm

"Meine Güte, wozu soll das noch führen?"

Es war nur ein Murmeln, und Mistletoe sagte es mehr zu sich selbst als zu ihrer nahen Umgebung. Wie lange war sie nun schon unterwegs? Eine Woche? Oder doch nur wenige Tage? Die Terskerstute wusste es nicht mehr, ihr war ihr komplettes Zeitgefühl verloren gegangen. Theoretisch war es ja auch egal, Zeitgefühl hin oder her, unnötig wäre es hier. Es wäre besser, hätte Mistletoe nur den geringsten Funken einer Orientierung. Wohin ihre Reise sie führen würde, wusste sie nicht, doch es wäre wohl besser, sie wüsste wenigstens in etwa, wo sie sich befand. Doch nichts dergleichen fiel ihr ein. Nichts, absolut nichts. Als ob ihr komplettes Hirn versagen würde, aber so fühlte sie sich auch momentan. Ihr war schwindelig, die Kehle brannte und jeder Schritt, jede Bewegung ihrer muskulösen Beine schmerzte und machte es für Mistletoe so zur Qual, zu laufen. Oder überhaupt, zu denken, denn ihr Schädel fühlte sich an, als würde er gleich in tausende Scherben zerbrechen. Alles nur wegen ihres Vaters.
Wegen ihres Vaters, der sie vertrieben hatte, als sie ihm ihre Liebe zu Lonato gestanden hatte. Letzteren hatte sie seitdem nie wieder gesehen. Noch ein Schicksalsschlag, wie Mistletoe feststellen musste. Zuerst dieser minimale Vorfall, der ihr beinahe das Leben gekostet hätte und für den sie zu Unrecht verantwortlich gemacht wurde, dann noch das. Sie fand es ja beinahe schon selbst seltsam, dass sie sich in den Palominohengst verliebt hatte. In diesen Hengst, von einem Mörder ausgebildet, mit einem Herz aus Eis. Irgendetwas fand Mistletoe an ihm faszinierend. War es seine Einstellung zum Leben, oder einfach nur sein Aussehen? Sie wusste es nicht.
Die sonst so optimistische Stute hätte die Reise fast schon aufgegeben, da roch sie etwas, was ihr ihren Optimismus wieder einhauchte wie eine eiskalte Windböe. Unter den Geruch von Leere, Tod und Einsamkeit, mischte sie jener Geruch saftigen Grases. Gras. Endlich! Und offenbar sogar Wasser! Mistletoe nahm ihre letzten Kräfte zusammen und galoppierte los, die Nase in die Luft gereckt, um dem Geruch folgen zu können. Nach einer Weile nahm die Intensität des Grasduftes zu, und schon bald breitete sich vor Mistletoe eine riesige Grasfläche aus, die einen See umschloss. Die Stute grummelte und machte einen kleinen Bocksprung vor Freude, dann galoppierte sie hinunter ans Ufer und stillte zunächst ihren Durst. Das glasklare Wasser kühlte ihre brennende, ausgetrocknete Kehle und gab ihr sowohl Kraft als auch Hoffnung. Danach rupfte sie einige Grashalme ab bevor sie weiterzog, denn sie wusste, dass ihre Reise hier noch nicht ihr jähes Ende finden würde.
So machte sie auf der Hinterhand kehrt und wollte gerade in den Wald laufen, als der Geruch von Fremden Pferden in ihre Nüstern stieg. War das ein Wunder? Glück? Oder einfach nur Zufall? Mistletoe wusste es nicht, doch sie war optimistisch, dass sie dort Zuflucht finden würde.
Es dauerte auch nicht lange, da hatte sie die Herde ausfindig gemacht. Einige Palominos, Rappen, ein Schecke, Schimmel und noch weitere Pferde. Mit einem fröhlichen, freundlichen Wiehern kündigte Mistletoe sich an und ging auf eine Gruppe zu. Es waren ein Schecke, ein Rappe und eine offenbar tragende Schimmelstute. Mistletoe stellte sich einfach mir nichts dir nichts daneben.

"Guten Tag, mein Name lautet Mistletoe, und ich wollte fragen, ob ich mich Euch anschließen dürfte? Ich bin schon seit Gedenken allein in diesen Weiten unterwegs, und nun möchte ich einer Herde beitreten."

Mistletoe lächelte freundlich, ihr Tonfall war, wie immer, äußerst höflich und förmlich. Sie war es gewohnt, so mit fremden zu sprechen, bevor sie diese besser kennengelernt hatte.

[erinnert sich xx stärkt sich xx bei Sparkle, Moon und Phoenix]


Zuletzt von Mistletoe am Mi Jan 11, 2012 5:49 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Di Jan 03, 2012 4:48 pm

"Wie könnte ich sie auch vergessen? Sie war unglaublich toll, weißt du. Man kann sie gar nicht vergessen."

Das Bild der Palominostute stand vor Sparkles innerem Auge. Sie hatte ihren Blick auf den Boden geheftet und dachte an die Beraterin zurück. Sunnys Cousine war eine so süße Stute gewesen, lieb und offen. Sie war eine gute Seele gewesen, wirklich. Fast niemanden außer Sunny hatte Sparkle so sehr gemocht wie Lessie. Und ihr Tod ... sie hatte ihn gekonnt verdrängt, aber jetzt kam all das wieder hoch. Sie hätte der Stute nicht helfen können, das war ihr sofort klar, außerdem hatte sie ja alle Hände voll gehabt damit, den Jährling Dreamer zu retten ... und er war auch fort. Sie hatte ihn geliebt wie einen kleinen Bruder und viel Spaß mit ihm gehabt, aber auch er war gegangen. Eigentlich waren nur noch fünf Mitglieder der BlueMountainMustangs noch da, die sie so sehr geliebt hatte: Sunny, Toom, Moon, sie selbst und Donner, wobei Letzte ja auch eine andere geworden war.

Sparkle richtete ihren Blick auf Phoenix und lächelte. Die aufgeweckte Scheckstute war ebenfalls eines dieser Pferde, die man lieben konnte. Wenn auch nicht auf die Art, wie sie Moon liebte. Allerdings wie eine Schwester, oder wie eine beste Freundin. Und die sollte sie für Sparkle auch werden, denn die Heilerin brauchte eine Freundin, die immer für sie da war. Natürlich war da Moon, aber er war ein Hengst und auch wenn sie ihn über alles liebte. Und Sunny war auch eine enge Freundin geworden, aber sie waren beide hochtragend und hatten einen Gefährten, somit in der Familie genug zu tun. Sie würden vermtulich nicht mehr so viel Zeit haben, wenn das jeweilige Fohlen erstmal da war.
Und vor allem könnte sie Hilfe bei dem Fohlen brauchen. Und Phoenix war ja nun einmal schon Mutter und Sparkle betete, dass die Scheckstute ihr helfen würde. Es war natürlich nicht vorausgesetzt, dass die Stute ihr half, nur weil sie befreundet waren, weil sie sich gut verstanden. Aber sie hoffte es zumindest, denn langsam kam die Angst vor dem Fohlen. Sie war bisher einfach nur eine junge, verliebte Stute gewesen. Sie hatte eigentlich Tag und Nacht mit New Moon verbracht, seit sie bei den BMM war und davor war sie ein Freigeist gewesen. Und jetzt würde sie Familie haben, Verantwortung. Damals, als es eine kleine Verantwortung gewesen war, Heilerin zu sein, war sie beinahe verrückt geworden. Und jetzt? Vielleicht war sie endlich reifer geworden, aber vielleicht würde sie auch noch einmal halb wahnsinnig werden.

Und über diese Gedanken bemerkte sie den sich langsam aufbauenden Schmerz in ihrem Körper nicht. Aber Sparkle bemerkte, dass Phoenix wieder etwas sagte, und lauschte so auf die Worte der Stute. Sie wandte sich dem Thema Sunny zu und bewunderte diese für ihre aufopferungsvolle Art. Tatsächlich konnte Sparkle ihr da nur zustimmen, als sie zu dem Palominopaar blickte. Sunny war die beste Leitstute, die sie je erlebt hatte. Sie war unglaublich stolz auf sie. Und genau das würde sie jetzt auch sagen.

"Ja, du hast recht. Wir haben sehr viel Glück mit Sunny, ohne sie wären die BlueMountainMustangs längst Geschichte."
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Di Jan 03, 2012 5:09 pm

Michelangelo beobachtete die schwarze Stute mit leicht schief gelegtem Kopf. Seine Augen waren von Sorgen verhangen und der Blick dennoch schneidend und unverwandt. Er beobachtete ihre Reaktion, wie sie zuerst beinahe resigniert war und dann zunehmend störrisch und von ihm abgewandt. Und immer wieder dieses gemurmelte beziehungsweise gekeifte "Du irrst dich.". Und das schnitt ihm beinahe ins Herz. Er wusste, dass er sich nicht irrte, aber er wollte ihr nicht widersprechen. Er brauchte erst einmal ihr Vertrauen, sonst käme er nicht weit. Aber wie sollte er das zustande Bringen? Der Spanier hatte Donner die letzten Tage genau beobachtet, wenn er sich Mühe gab, konnte er sie lesen wie ein offenes Buch. Aber sie wollte das nicht, vermutlich aus Angst, verletzt zu werden. Wie sollte er es sonst anstellen, ihr Vertrauen zu gewinnen?

"Einsamkeit ist nicht das Gefühl des Alleinseins, sondern das Gefühl, es nicht zu sein, obwohl man es ist."

Okay, das war ein verdammt großer Mist, den er jetzt vom Stapel gelassen hatte. Ein philosophischer, inhaltlich richtiger, aber dennoch gänzlich unangebrachter Mist. Der Hengst schlug mit seinem vollen, grauen Schweif, ein wenig härter, als es nötig gewesen wäre. Warum eigentlich tat er sich das eigentlich an? Nur, weil die schöne schwarze Stute ihn so sehr an sich selbst erinnerte, weil er ebenso einsam und tief verletzt war wie sie? Nein, das wollte er nicht glauben. Wobei er natürlich wusste, dass es so war, obwohl er es leugnete. Nur zugeben würde er das nicht.
Jetzt war aber nur wichtig, dass Michelangelo Donnerkeils Vertrauen gewann. Irgendwie. Dazu brauchte er einen Plan. Nein, keinen Plan. Nur das richtige Verhalten. Und das war grade - irgendwo anders. Nur nicht hier bei ihm. Natürlich ließen seine guten Manieren und sein spanischer Charme ihn genau dann im Stich, wenn er sie am Meisten brauchte. Er beobachtete sie weiterhin, still für einige Zeit. Er sah ihr beim Grasen zu, senkte ebenfalls den Kopf, um einige Halme herauszureißen, aber mehr instinktiv als aus einer gewollten Geste heraus, denn dabei rasten die Gedanken durch seinen Kopf wie Adler im Sturzflug über den Himmel. Und mit ihnen kam eine Idee.

"Ich würde dir gern eine Geschichte erzählen, hermosa Donnerkeil. Nur, wenn du mir die Erlaubnis erzählst."
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Fr Jan 06, 2012 4:15 pm

    Sunny tat einen langen, schweren Seufzer, als Toom nicht antwortete. Sie ging einen Schritt näher und pustete ihm sanft durch die Mähne.

    "Verdammt, Toom, ich liebe dich noch..."

    murmelte sie leise und dann schwieg sie mit ihm. Es verging eine Weile, bis die Palominostute plötzlich einen fremden Geruch wahrnahm. Verwirrt sah sie sich um und entdeckte eine fremde Stute, die sich zu Moon, Sparkle und Phoenix gesellte. Ein neues Gesicht, wie schön... Sunny wandte sich wieder Phantom zu.

    "Die Pflicht ruft. Versprich es mir, bitte!"

    Sie seufzte erneut und ging dann davon, auf das Grüppchen Pferde zu. Sie merkte, dass sich besonders Phoenix und Sparkle unterhielten. Sun wünschte, dass sie endlich auch mal wieder so unbeschwert, so freudig mit jemandem reden konnte... die Fremde jedenfalls stellte sich gerade vor und meinte dann, dass sie sich der Herde anschließen wolle.

    "Hallo, sei gegrüßt!"

    sagte Sunny, während sie auf Mistletoe zutrottete.

    "Mein Name ist Sunny, ich bin die Leitstute der BlueMountainMustangs, so ist der Name dieser kleinen Herde. Ich würde dich gern aufnehmen... äh, Moon, was meinst du dazu?"

    Die Palominofarbdene sah den schwarzen Leithengst mit schiefgelegtem Kopf an.


[Phantom xx traurig xx spricht xx entdeckt Mistletoe XXX bei Sparke, Moon, Phoenix und Mistletoe xx spricht]

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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Sa Jan 07, 2012 7:15 pm

Phantom schloss kurz die Augen, als der warme Atem von Sunny ihn traf. Er genoss den kurzen Moment der Vetrautheit. Viel zu kurz. Aber er konnte einfach nicht reden, konnte nichts sagen, war stumm. Obwohl er wollte. Aber etwas versperrte ihm das Maul, brachte ihn zum Schweigen, ließ ihn mit der Situation allein. Wieder allein. Schon wieder.
Für wenige Sekunden drückte er sich an die warme Flanke seiner Gefährtin, nur ganz kurz. Aber sie sollte merken, dass er noch da war. Dass er noch lebte und sein Herz noch schlug, wenn auch vielleicht nicht mehr so stark für sie... allein. Schon wieder allein? Nein gemeinsam einsam. Er liebte sie doch!

"Ich dich doch auch, Sun.."

Murmelte er leise und zart, prustete sanft und ließ sie dann gehen. Sie hatte viel zu tun als Leitstute und ihr Konflikt war noch nicht beendet, ihre Beziehung immer noch nicht gerettet, aber sie waren auf einem besseren Weg. Er hoffte es.
[Sunny]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   So Jan 08, 2012 4:22 pm

"You are my best friend.
And you are my worst enemy."


Trübseeligkeit schien die Herde verlassen zu haben. Kaum ein Pferd war hier noch wirklich einsam udn mit einem unverhohlenem Glitzern in den Augen sah New Moon, wie die Herde allmählich wieder diejenige wurde, die sie einst gewesen war. Die BluemountainMustangs konnten neu geboren werden. Schließlich gingen sie bald in die zweite Generation, wenn Sparkles und Sunnys Fohlen ersteinmal das Licht der Welt erblickten. Der Rapphengst musste sich eingestehen, dass ihn diese Erkenntnis mit einem Gefühl des Wohlwollens befiehl. Niemandem mehr hatte er dieses erneute Aufleben mehr gegönnt, als Sunny. Sie hatte hart gekämpft, für die herde und deren weiteres Bestehen. Vielleicht waren sie aber auch alle Teil dieses Ganzen udn trugen nicht minder dazu bei, dass die Herde die blieb, die sie war udn ausmachte. Hatte doch jeder hier schon längst einen Platz auf ewig in den herzen der anderen gefunden und auch Moon musste zugeben, auch wenn er dies niemals offen sagen würde, dass ihm die Herde ans Herz gewachsen war und er den Drang nach seinem alten Leben, als unnahbarere Mörder, kaum noch verspürte. Außerdem war da Sparkle.

Der Hengst hatte die beidne Stuten, neben ihm in ihrem Gespräch alleine gelassen. Die Höhle und das was letzten Winter dort passiert war, war gewiss keiens seiner lieblingsthemen, wobei er sonst eigentlich keienrlei Probleme mit den dunklen Seiten irgendeienrn Geschichte hatte. Vielmehr fühlte er sich zu diesen hingezogen, verliehen sie dem Ganzen immerhin das gewisse Etwas un den richtigen Biss. Aber dies war eben nicht irgendeien Geschichte, sondern eien Geschichte der Herde, die e rniemals wieder erleben wollte. Sie hatten dort Lessie verloren und viel Blut war vergossen worden, auch wenn es keien weiteren Verschütteten oder Toten gegeben hatte, so hatten die BluemountainMustangs nach diesem Erlebnis doch eien harte Zeit durchstehen müssen. In der die Mitglieder sie verließen und keine Neuen nachkamen.
Phönix schien dieses Thema zu interessieren udn zu Sparkle hatte sie scheinbar auch einen guten Draht, weshalb New Moon sich aus diesem Gespräch heraushielt. Manchmal war es shcier besser den Mund zu halten und einfach mal nichts zu sagen, auch wenn ihm dies schwerfiel.

Ein unbekannter Geruch rüttelte den Schwarzen wieder auf und seine Aufmerksamkeit gegenüber dme Gespräch der Stuten war verflogen. Der Wind trieb den neuen etwas süßlichen Geruch zu ihm herüber, und ließ ihn sofort erkennen, dass es eine Stute war, die sich ihnen näherte.
Keine drei Augenblicke später stand diese auch schon vor ihnen und stellte sich ersteinmal, höflich vor. So wie sich das bekanntlich ja auch gehörte. Augenblicklich kam auch Sunny dazu und hörte ebenso wie er selbst der Neuen geduldig zu, ehe sie antwortete. Wie üblich nahm dieses Gespräch, der Aufnahme seinen Gang und zu guter Letzt fragte Sunny ihn schließlich nach seinem Einverständnis. Was sollte er denn groß dagegen haben, dennoch war er ihr dnakbar, dass sie ihn nciht einfach überging. Waren sie doch immer noch ein Team.

"Ich stehe diesem nicht im Wege. Die Herde wird sie noch brauchen können!"

Mit einem Lächeln dachte er an Kolett. Die Stute würde die neue Weiße lieben. Zusammen mit Phönix würden sie ein amüsantes, gut gelauntes und überhebliches Trio der Optimisten dieser Herde abgeben. Moon musste Lächeln. Er würde sich da schon eher zu Donner begeben, auf die ewige Schwarze Seite. Aber ein wirklchen Drang nach der Gesellschaft verspürte er dennoch nicht. Da ließ er dem Spanier Michelangelo gerne den Vortritt.


_______________________________________
o.o|| und nun ist er vater ||o.o
This boy fell in Love with a sparkling star and got a new horizon

my life is BRLLIANT my life is pure
I saw an ANGEL of that I'm sure


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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   So Jan 08, 2012 4:38 pm

"Mein Weg führt mich, auf ewig, zurück zu dir.
Ich hör den Ruf deines Herzens
Den Klang deines Schritts
Es ist nur dieser eine Weg der mich führt, auf ewig, zu dir zurück."


So viel hatte Castello hinter sich gelassen. Seine eigene Herde und damit nahezu alles, was ihn ausgemacht hatte. Sie waren zerbrochen, gescheitert. er hätte damals bei Moon bleiben sollen. So wie Sir sich an Yellow gehängt hatte. Aber er war ja zu naiv gewesen, hatte nicht das Offensichtliche gesehen, hatte selbst eine Herd ehaben wollen. Selbst der Chef sein wollen. Genau das, was Moon ihm nie erlaubt hatte. Castello hatte begriffen wie recht sein bester Freund aus Jugendtagen damit gehabt hatte. er wusste zwar nicht, ob er ein schlechter Leithengst gewesen war, jedoch war ihm eines bewusst: Den nötigen Biss, hatte er bestimmt nciht gehabt. Oder die nötige Energie? Es tat ihm vor allem weh den kleinen Sheltie zurückzulassen. Doch dieser schien in BlueOcean eine treue Weggefährtin gefunden zu haben. Sein Bruder El Cassilano hatte ja schon seit Längerem die Herde zusammen mit seienr geliebten Strawberry verlassen. Und Rapsoul? Nun, der stille, beeindruckende Schwarze war ebenfalls seines Weges gegangen, vermutlich in Begleitung von Dawn of Silence. Castello schüttelte den Kopf. Seit sie diese Reise begonnen hatten, fragte er sich, ob es das richtige war, was sie taten. Was wenn sie Moon nciht fanden, oder ein vollkommen anderer Typ geworden war, wie der, als der er sie einst verlassen hatte. Doch es gab immer Lichtblicke. Denn da war noch Filou.
Sie war bei ihm geblieben, mit ihm gekommen, hatte nicht versucht ihm alles auszureden, sondenr hatte sich stillschweigend alles angehört und schließlich eingewilligt, seinen besten Kumpel zu suchen. Der Braune hoffte, dass sie in der anderen Herde,- er hoffte, dass Moon in einer Herde lebte und nicht schon wieder irgendeine neue Flause im Kopf hatte, wie er sich möglicherweise durch das Leben mogeln könnte- genauso auf ihre Kosten kam, wie er, wenn sie ersteinmal da waren.

"Glaubst du, es war wirklich die richtige Entscheidung, alles aufzugeben?"

Was hieß schon aufgeben? Sie hatten sich viel mehr mit ihrer alten Herde auseinander gelebt. Es wurde Zeit, dass Castello wieder einen Führer hatte. Die Jahre des selbst Chef seins, waren anstrengend genug gewesen, auch wenn sie Spaß gemacht hatten.

Immer schwerer wurden seien Beine und er sehnte sich nach eienr Pause, obwohl sie erst vor einigen Stunden Rast gemacht hatten. Dass der Weg lang sein würde, hatte der Hengst gewusst, aber dass er so lang sein würd eund sie durch so unwegsames Gelände führte, hatte er dann doch nciht vermutet. Zuerst durch die Canyons, anschließend, zwischen den Wasserfällen hindurch, dann über die grünen Wiesen, durch die dunklen Wälder und dann auch noch durchs Gebirge, bis sie schließlich in dieser trockenen Steppe gelandet waren.
Filou gab ihm immer noch den Halt udn die Kraft weiterzugehen udn nicht einfach umzudrehen, oder sich auf der Stelle hinzulegen. So lange hatte er davon geträumt den Rückweg in sein Heimatgebiet anzutreten udn nun war es so weit. Vielleicht sollte mal wieder etwas mehr Selbstvertrauen aufbringen und sich nciht immer in den Nichtigkeiten verlieren.

Der Geruch war fein. Nicht mehr al eine dünne Prise. Aber er war da. Er roch vertraut. So unglaublich gut. Das war er. Der Geruch nach dem sie so lange gesucht hatten. Endlich war er da. Nach dieser halben Ewigkeit.
Doch noch war Castello zu erschöpft um diesne zu erkennen und zu begreifen, wie nahe sie ihrem Ziel waren.


[unterwegs mit Lou | denkt über alles Zurückgelassene nach | dnekt an Moon | fragt etwas | erschöpft | Geruch]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mo Jan 09, 2012 4:33 pm

@ all: ACHTUNG WICHTIG!!!

Hey! ich möchte das Kapi demnöächst abschließen... also:
-Mistletoe, Filou und Cas werden noch in die Herde eingeführt
-Sparkle: Fohlen geburt?
- ich(Sun) will noch was machen, dazu später Wink


ansonsten bitte nicht mehr viel neues beginnen:

@ Colors Jean: Wenn du auch noch vorm neuen Kapi einsteigen willst, poste möglichst rasch!

@ all: Wir befinden uns im neuen Kapi dann vor der Höhle, Les steigt ein, es sind von hier bis dann ein paar Tage vergangen... damit ihr euch ungefähr einrichten könnt^^

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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mo Jan 09, 2012 4:59 pm

[ich denke, ich werde sparkles fohlen ers an den höhlen gebären, oder? weil bis dahin kann sie ja immer mal wieder schmerzen haben und sie ahnt dann schon so was, auch wenn sies net wahr haben will]

"I promise to always come home to you
Remind me that I'm older to be brave, smart, sweet, and bolder
And don't give up on what we're trying to do
Don't count the miles, count the "I love you"s"

Filou ging in dem selben Takt wie der große Rotbraune neben ihr. Ihr Kopf schwang im Takt ihrer Schritte, dieser hielten sich an den Schlag ihres Herzens. Bubumm, bubumm, bubumm ... die ganze Zeit. Das Geräusch dröhnte in ihren Ohren, zusammen mit dem Rauschen ihres Blutes. Schon lange waren sie nicht mehr so scharf wie in den Tagen, wo sie die lange, anstrengende Reise angetreten hatten. Sie wusste, wie wichtig es für ihren Gefährten war, für ihren geliebten Castello. Und deswegen war sie mitgegangen. Es hatte doch eh nichts mehr gegeben, dass sie zurückgehalten hatte. Dort, in ihrer Heimat. In den GrandCanyons, wo sie geboren war, ebenso wie ihr wundervoller Sohn Diavolo und ihre wunderschöne Tochter Magic. Sie waren ebenfalls gegangen, um ihr Glück zu finden, jemanden, der sie liebte, wie sie waren. So, wie Cas es getan hatte, zu ihr gefunden hatte. So wie es Avalon davor getan hatte. So wie es all diese wunderbaren Pferde getan hatten, die schließlich zu ihr gefunden hatten. Sheltie und BlueOcean, Imala's Fate und Cold Winter, der allerdings schon vor einigen Wintern gestorben war, El Cassilano und Strawberry, Rapsoul und Dawn of Silence. All diese wundervollen Pferde, die sie in ihr Herz geschlossen hatte.
Ihre Familie.
Und nun waren sie fort.
Filous Herz war schwer geworden, die selbstbewusste Führerin zu einer stillen Liebenden geworden, die immer da war für den zweifelnden Braunen an ihrer Seite. Sie hörte seine Worte, lange bevor sie ihre Wahrnehmung erreichten. Sie brauchte einige Zeit, um zu reagieren, als steckte sie in einer dicken Schicht Watte. Ihr Blick war längst nicht mehr von Feuer erfüllt, hatte den Glanz aber auch noch nicht erfüllt. Sie war nicht mehr ganz so jung, hatte schon ein stolzes Alter von über zehn Jahren erreicht, aber man sah es ihr nicht an. Sie war eine wahre Schönheit mit ihrem haselnussbraunen Fell und dem tiefschwarzem Langhaar. Dem Stern zwischen ihren klugen dunklen Augen, der immer durch ihren Schopf schien, der die Erscheinung ihres trockenen Kopfes nur abrundete. Und dieser Kopf wandte sich jetzt dem Kastanienfarbenen Hengst zu, der neben der Stute lief.

"Wir haben sie nicht aufgegeben, vergiss das nicht. Wir waren am Ende, als wir uns trennten, mehr eingeengt als gemeinsam stark. Und du weißt, diese Reise ist das Richtige. Das Ziel wird dir guttun, mein Geliebter. Ich weiß es, so wie du es weißt."

Filous Stimme hatte nichts von ihrer Sanftheit verloren, als sie mit Castello sprach. Sie lächelte milde, aber voller Liebe, und berührte ihn kurz mit ihrer Nase, dort, wo sie wusste, wo das Tattoo der Menschen lag. Von dem kaum jemand sonst je erfahren hatte. Sie prustete in seine kohlschwarze Mähne, eine Geste, die sie sich schon vor Jahren angewöhnt hatte. Dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit mehr oder weniger wieder auf den Weg vor sich, den steinigen Pfad den Berg hinauf. Sie wusste schon längst nicht mehr genau, wo sie wirklich waren. Der einzige Anhaltspunkt waren die Berge. BlueMountains. So hieß wohl auch die Herde, der New Moon beigetreten war, wie sie in Erfahrung hatte bringen können. Sie wusste, dass sie nah dran waren, tief in ihrem Herzen. Auch, wenn es schien, dass sie es aus den Augen verlor. Sie war nach den langen Wochen des Reisens einfach nur erschöpft und das, was sie jetzt am Meisten brauchte, war die Ruhe des Winters.
Der Winter, in dem ihr geliebter Sohn, ihr Diavolo, fünf Jahre alt wurde.

{ mit Castello unterwegs }
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mo Jan 09, 2012 5:00 pm

(okay, gut =)

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Castello
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mi Jan 11, 2012 3:47 pm

"All I left behind
was all I ever loved
The onlyone I bring with me is the girlfriend the others would never be
Give me your fire, give us your hope
Please, boy, let she smile and laugh again"


Es heißt, dein Herz bringt dich dahin, wo du hingehörst. Es heißt, man solle auf den Klang seines Herzens hören, damit man sein Ziel erreicht. Das Ziel, das wirklich für einen vorgesehen ist.

Je weiter sie liefen, desto weiter kamen sie in das Land herein, in dem Castello einst gelebt hatte. Das Land in dem er geboren worden war. Er warf einen Blick zur Seite auf Filou, die neben ihm lief. Er spürte, dass ihr das hier noch nciht so ganz behaglich war udn dass sie keien Ahnung hatte, wo sie sich überhaupt befanden. Hatte er das denn? Wohl eher nicht, hier war rein gar nichts, woran e rsich hätte erinnern, oder orientieren können. Das Land hatte sich in der Zeit, in der er fort war, verändert. Und auch wenn das hier nicht Filous Heimat war, es konnte vielleicht eine für sie werden. Sie hatte die GrandCanyons hinter sich gelassen, so wie er damals die Prärie hier. Und er war in den Canyons nicht unglücklich gewesen udn sie würde es hier auch nicht sein. Zumindest wünschte er sich das so sehr.
Der Hengst wusste, dass die tiefe Stimmung auf ihnen lastete, als hätte man sie mit Steinen, in der Größe eines Pumas, beladen und dann damit fort geschickt. Die Reise war schon so lange und noch immer war kein End ein Sicht. Hauptsache das lohnte sich auch. Was sollte er tun, wenn sie die Herde nicht fanden? Castello dachte schon längst nciht mehr über seinen Weg nach. Er ließ einfach seine BEine machen, monoton, wie programmiert, bewegten sie sich vorwärts. So konnte er auch nciht bemerken, wie nahe sie seinem Ziel schon waren.

Der Himmel hatte erbarmen.
Die zwei Pferde waren nichts, als zwei dunkle Flecken in der Ferne. Ein Wind zog auf. Nicht so stark, wie bei einem Sturm, aber immer noch stark genug um eine Botschaft zu überbringen.
Plötzlich blieb Castello wie angewurzelt stehen, als ihm endlich, nach all der Zeit wieder der Wind der Prärie um die Ohren strich und ihm leise zuflüsterte. In seine AUgen trat nach all der Zeit wieder ein Leuchten und ein schallendes, frohes Wiehern drang aus seienr Kehle.

"Lou! Wir sind da! Wir sind endlich da! Willkommen in meinem Zuhause!"

Glücklich blitzten seine haselnussbraunen Augen die Braune an, ehe er sie von hinten anstupste und losgalloppierte, natürlich ließ er Filou genügend Zeit um aufzuholen. Es war wie ein Energieschub, der ihn beschwingte und schneller laufen ließ. Schneller, immer schneller. Sein Herz schlug schneller. Die Hufe trommelten immer schneller auf den Boden. Und in de rFerne, da waren tatsächlich dunkle Flecken am Horizont aufgetaucht. Das musste eien Herde sein. Und der Geruch verriet dem Braunen auch wer bei ihnen war. Moon. Sein guter, alter Moon.
Noch einmal beschleunigte er.
Manchmal konnte ihn nichts mehr aufhalten.
Wenn das Feuer zurückkehrte.

"Moon!"

[unterwegs mit Lou | fühlt den Wind | erfreut | galloppiert los]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mi Jan 11, 2012 4:14 pm

"So still und so verloren gingst du fort.
Und wo immer du auch gerade bist
- du zeigst mir, dass Stille jetzt dein Freund geworden ist."


Es war vielleicht nicht Nacht, aber der Blitz der den Schwarzen in diesem Moment durchzuckte, war auch stärker, als ein Blitz des Himmels. Etwas zerbrach und etwas anderes verließ ihn, zugleich. Angespannt sah New Moon in den Himmel. Die Sonne schien ihm ins Gesicht, obwohl ihm gar nicht nach ihrer Wärme zumute war. In ihm drin nahm dei Kälte die Überhand. Esmeralda. Er wusste es. Er wusste es sofort. Sie war tot. Doch es blieb ein Rätsel warum. Die unerschrockene Kriegerin, um die es mehr Legenden gab, wie um den Wind der Prärie, mit der er einen großen Teil seiner jungen Zeit verbracht hatte, war von Erden gegangen.
Es wurd eihm schwer ums Herz, doch er wusste, dass sie es nicht gewollt hätte, hätte er sich nun verkrochen. Esmeralda hatte sich imme rihren Probleme gestellt, sie war nie davongelaufen. Genau wie er. Vielleicht war es genau das, was sie verbunden hatte, neben dieser sanften und doch leidenschaftlichen Liebe. Auch wnen es für ihn nie die große Liebe war. Vollkommen konnte ihn nur Sparkle machen.

"Lebe wohl Esmeralda. Du weißt, dass man sich imemr zweimal im Leben sieht."

Auch wenn das Lächeln, dass er bei den geflüsterten Worten, hinauf in den Himmel schickte, nur leicht war, er wusste, dass die Apfelschimmelstute von dort oben noch immer auf ihn herabsah.

Yellowtail. Es musste Yellowtail sein. Was war mit ihm los? New Moon verstand es nicht. Hatte er sich etwa ... hatte er zuletzt bei Esmeralda gelebt? Der schwarze Leithengst wandte nachdenklich seinen Blick wieder angespannt auf den Boden.

oO( Sir bitte, pass auf Yellow auf. Du weißt, er macht manchmal Dummheiten. Was ist bloß los mit ihm? Er war doch sonst niemals so?)Oo


Er seuftzte. Sollte er sich hier nun über den Kiger Mustang, mit dem er einst zusammengelebt hatte, den Kopf zermatern? Er hoffte dass Yellowtail sich einfach daran erinenrn würde, dass es sich nciht lohnte einfach aufzugeben. Für nichts. Auch nciht für die Liebe. Doch er spürte ebenso, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Etwas, dass Yellowtail in den Wahnsinn zu treiben schien und ihn vergessen ließ, wer er war. Sonst würde e rnciht auf solcherlei Dummheiten kommen. Moon konnte nur beten, dass Sir noch immer bei ihm war und ihn von dergleichen abhielt. Yellowtail war noch nie einfach gewesen, aber einfach aufgeben konnte man diesen Krieger nicht.

Mal wieder zerrte der Wind an seiner Mähne, als Moon sich wieder aufrichtete. Er wandte sich etwas von dem eintönigen Gespräch von Sparkle und Phönix ab. Es interessierte ihn nciht wirklich und er wusste nicht, warum er dann überhaupt noch dabei stand, zumal Sunny sich ja um die neue Misteltoe kümmerte. Immer wieder schwiffen seine Gedanken an seine gemeinsame Zeit mit Esmeralda, noch immer konnte er nciht glauben sie jetzt für immer verloren zu haben, aber es war wohl nciht zu ändern. Außerdem hatten sie sich in den letzten Jahren sowieso nicht mehr gesehen.
Zwar hörte er das Hufgetrommel, bevor er die Stimme aus der Ferne vernahm, doch er drehte sich erst bei Letzterem um.

"Cas?"

Konnte das war sein? Die Welt nahm ihm eine Person und gab ihm eine andere zurück? Sein feuriger Blick flog herum, doch er braucte eien Weile, bis er erkannte, dass die zwei dunklen Punkte in der Ferne auf die Herde zukamen. Natürlich es musste Castello sein, auch nach all den Jahren würde er den unverkennbaren geruch aus Jugendtagen nicht vergessen können. Mit aufmerksam gespitzten Ohren verharrte er und als die beiden noch knappe 50 Meter von der Herde entfernt waren lief er los. Aus dem Stand begann der Schwarze zu galloppieren, sein Langhaar begleitete ihn wie ein Schatten. Wie lange war er schon nciht mehr so gelaufen? Mit dem Wind. Wie lange war es her, dass dieses Gefühl ihn mal wieder eingeholt hatte? Von dieser Unbeschwertheit.
Die beiden Hengste-braun und schwarz-flogen aufeinander zu. Sie konnten gar nciht so schnell abbremsen, wie sie beieinander waren und die Freude de rbeiden herzen war unverkennbar. Kurz sprangen sie schier aus Lebenslust umher, ehe sie sich umschlangen und den anderen nach den ganzen Wintern wieder liebkosten.

"Wo kommst du her, du Narr? Hast du nichts Besseres zu tun, als einen alten Mann bei der Arbeit zu stören?"

"Moon, du bist immer noch der gleiche Spinner, wie früher oder?"
"Wie kommst du darauf. Ich bin reifer geworden!"
"Träum weiter, wenn du erwachsen wirst, dann werde ich König von Ägypten."
"Du bist König von Ägypten?"
"Nein, aber ich dachte ich kann die Welt nicht vollkommen schutzlos dem jungen Ungestüm aussetzen udn wollte schnell mal vorbeikommen um sie zu retten!"


Grinsend schüttelte New Moon den Kopf.Alld die Trauer, die ihn eben noch gehemmt hatte udn die Sorgen, wegen Yellowtail, die ihn gequält hatten waren fort. Sein Castello war wieder da.
Erst nach einigen Minuten bemerkte der Schwarze, dass da noch jemand war, der seinen besten Freund begleitete. Prüfend sah er die braune Stute, neben dem Braunen mit der breiten Blesse an.

"Lass mich raten: Du hast es auch endlich geschafft udn eine Braut gefunden? Die dich liebt so wie du bist, was ich ja mal so gar nciht nachvollziehen kann!"

"Halt die Klappe!"
"Geht nicht ist angewachsen!"
"Deinen verfluchten Sarkrasmus habe ich nicht vermisst!"
"Dafür darfst du ihn dir jetzt den ganzen Tag anhören!"
"Musst du eigentlich immer das letzte Wort haben?"
"Schon!"


Den Kopf reckend, sah Moon, Castello den edlen Kopf schütteln. Es war lange her, dass sie mal wiede rherumgeblödelt hatten dun scheinbar hatte es ihnen beiden gefehlt um wirklich ausgelassen zu sein. Es war ja nun genug Zeit um all das versäumte nach zu holen.
Der Winter konnte kommen.


[Esmeraldas Tod | Yellowtail | traurig | sorgt sich | Castello | rennt los | bei seinem Freund | spricht]

_______________________________________
o.o|| und nun ist er vater ||o.o
This boy fell in Love with a sparkling star and got a new horizon

my life is BRLLIANT my life is pure
I saw an ANGEL of that I'm sure


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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mo Jan 16, 2012 4:48 pm

» Die Vergangenheit macht uns zu dem, der wir sind - und nur zu oft beherrscht sie unsere Gegenwart «


    Anfangs zeichnete sich vorsichtige Verwirrung auf den Zügen der Schwarzen ab, ehe sie geneigten Kopfes nachzusinnen schien, wie sie nun angemessen reagieren würde. Zu früherer Zeit hätte sie schallend aufgelacht, den Grauen freundlich gegen die Schulter gestupst und auf dessen sonderbar verquere Sprechweise hingedeutet, doch nun ... nun lagen die Dinge ein wenig anders. Dumpf seufzte sie auf, ehe sie aus dunklen Augen zu ihm aufsah, sich erneut ins Gewissen rufend, dass er jene Dinge nicht kannte, welche nun in ihrer Schuld ruhten. Es waren nicht weiter die Dinge, welche unlängst geschehen waren - oder nicht nur einzig sie - als viel mehr jene Dinge, die noch ihrer Erfüllung harrten. Es erfüllte einen Teil der Schwarzen mit Furcht, nicht zu wissen, inwiefern sich die Dinge wiederholen würden.

    'Bin ich am Ende womöglich sogar Schuld für den Untergang der ...?'

    Ihr dunkler, glänzender Blick glitt schweigsam über die Herde, der ein Lebensgeist eingehaucht zu werden schien, der ebenso Curvus zu erstaunen schien, wie er Donnerkeil entsetzte. Nur zu deutlich tanzten die Bilder vor ihrem Auge, sodass sie anfangs panisch den Kopf empor zog, die Augen weit aufgerissen und lediglich in die Ferne starrte. Als sähe sie Dinge, welche für die Augen einer solch jungen Stute nicht gedacht waren. Unangenehm prickelten die zahlreichen Narben aus unlängst vergessenen Kämpfen, als wolle sie sich an jene Grausamkeiten erinnern. Schlussendlich war es die ruhige, dunkle Stimme des Grauen, welcher sie beruhigte, obgleich ihr dieser Gedanke beängstigend bekannt erschien. Bereits zwei Mal hatte sie dergleichen begonnen, zwei Mal war dies ein fataler Fehler gewesen.

    Mit angelegten Ohren und feindselig verklärtem Blick starrte sie dem Grauen entgegen, als wolle sie ihn demnächst attackieren, als mit einem Mal ihre gesamte, kompakte Gestalt zusammenzusinken schien. Den Kopf gesenkt, bedeckt durch die lange Mähne, blickte sie seitlich auf, um sowohl die junge, von Lebensfreude erfüllte Stute Mistletoe und den vor Gesundheit strotzenden Braunen und dessen Gefährtin zu bemerken. Unterschwellig dachte sie an ihren Rang und senkte den Kopf noch ein wenig tiefer.

    'Du magst Berater sein, aber gewiss nicht mehr allzu lang. Es wäre einfach fatal.'

    Kurzweilig verblüfft über den harten Schweifschlag des Grauen hob sie den Kopf, beschämt über den Einbruch ihrer Stärke, sodass sie nun regelrecht demonstrativ den Brustkorb wölbte und die lange Mähne zurück warf. Aus harten Augen blickte sie ihm fest in die dunklen Augen, nickte knapp und sagte mit erschreckend ruhiger Stimme
    » Dann erzähle mir deine Geschichte. «

    Unterdessen bemerkte sie nicht den ruhigen Blick des Raben, welcher ab und an aufflog, um erneut seiner Wurmjagd nachzugehen. Bald schon fiel sein Blick auf den Gefährten der Leitstute, sodass er besorgt aufkrächzte. Leise, als sinne er unlängst über eine Lösung nach. Offenkundig lauerte in weit mehr Geschöpfen dieser Herde die Verzweiflung, sodass der Rabe kurzentschlossen aufflog und auf den Palominohengst Phantom zusteuerte. Als er sachte vor diesem aufsetzte, blickte er ruhig zu ihm auf und sprach beherrscht, ruhig und beinahe distanziert, wäre nicht der milde Unterton eines Freundes darin enthalten.

    » Darf ich? Ich hoffe doch sehr, ich störe nicht? «

    Fragend und unter schief gelegtem Kopf blickte das Rabentier zu dem weitaus größeren Huftier auf, hüpfte einmal krächzend und überlegte, inwiefern der Palomino ihn wieder fortschicken würde. Ob auch er ungern Probleme in Gedanken aussprach? Curvus kannte ein solches Problem und harrte daher geduldig einer Antwort.









[Don: In Gedanken # Panikattacke # Spricht mit Micky ## Curvus: Beobachtet # Fliegt zu Phantom]
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6. Kapitel: Ein besserer Sommer?
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