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 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?

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Sunny
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Sa Jan 21, 2012 11:37 am

    Sunny lächelte zu Moons Antwort und sah zu der neuen Stute.

    "Somit, Mistletoe, heiße ich dich in unserer Hrede willkommen... ich werde gleich jemanden beauftragen, der die die Herde vorstellen soll, vorher allerdings-"

    Sun wurde in ihrer Rede unterbrochen und sah verwundert zu New Moon. Der schwarze Hengst rannte wie wild davon, auf zwei fremde Pferde, die Sun nun ebenfalls entdeckte. Sie spannte ihre Muskeln an und kniff die Augen zusammen... doch dann erkannte sie, dass Moon die beiden Neuankömmlinge nur überschwänglich begrüßte! Sie entspannte sich wieder und lächelte Mistletoe entschuldigend zu.

    "Entschuldige, ich schau mal, wer das ist!"

    Dann trabte sie schnell, aber nicht übereilig, los. Bald erkannte sie, dass es sich bei den beiden Pferden um einen Hengst und eine Stute handelte, wobei sich letztere noch etwas im Hintergrund hielt, während der Hengst und Moon wie alte Freunde miteinander sprachen. Sunnys Herz wurde schwer, als sie an Lessie dachte... wie die beiden Freundinnen und Cousinen sich wiedergetroffen hatten, nach all der Zeit... und jetzt war Lessie tot.
    Schwerfällig verdrängte Sunny ihre trüben Gedanken und setzte ein Lächeln für die Neuen auf.

    "Hey, Moon - ein paar alte Bekannte wiedergetroffen?"

    fragte sie neugierig, als sie zu den drei Pferden aufschloss. Sie neigte freundlich den Kopf vor den biden Fremden und sagte:

    "Ich will ja nicht unhöflich sein, aber ich bin die Leitstute der Herde da hinten und dachte mir, ich stell' mich auch mal vor. Mein Name ist Sunny."

    Sie sah zu Moon auf und war gespannt, wer diese beiden Fremden waren und woher Moon sie kannte.


[bei Mistletoe, Sparkle und Phoenix xx spricht xx entdeckt Filou & Castello xxx bei Lou, Cas und Moon xx traurig xx spricht]

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Phönix
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Do Feb 09, 2012 3:55 pm

And now a young scared bird flies into unkown distances



    Dunkle, warme braune Augen schweiften gedankenträchtig über das Gesicht der tragenden Weißen, lauschte mit zuckendem Ohr auf die traurigen Worte eben Jener und schlussendlich erhellten sich die Augen mit besorgter Freundschaft. Sachte schnaubte Phoenix, rieb die weichen Nüstern vorsichtig über den Hals der Weißen und hoffte, sie möge den Mut finden, den die Zukunft nur allzu oft forderte. Doch seit jeher weigerte sich die Rotgescheckte ohnehin, das Negative im Leben zu sehen. Der See war nie halb leer - meist war er einfach nur halb voll und somit noch immer Grund zur Hoffnung. Ein wenig positiver blickte sie nun auf, als mit einem Mal eine junge, grauweiße Stute nebst ihnen erschien. Ihr Duft umschmeichelte die neugierigen Nüstern der Scheckenstute, sodass diese den Kopf ein wenig reckte und all die Dinge sehnsuchtsvoll aufsog, von denen ihr Fell berichtete. Schließlich stellte sich das junge Pferd als Mistletoe vor und sogleich keimte mütterliches Mitleid in Phoenix auf, kaum dass sie die Einsamkeit der letzten Tage erfuhr. Freundlich lächelnd blickte sie aus ruhigen, sanften Augen in die Seelenspiegel der Jüngeren.

      » Hallo, Mistletoe. Dir scheint das Glück hold, hast du uns gefunden. «


    Optimistisch. Durch und durch, ohne Frage, denn an die Vergangenheit gelobte Phoenix stets, nicht im Negativen zu denken. An sich nicht einmal an Gegenwart oder Zukunft, wenn das für manch ein Pferd wohl auch recht schwierig sein konnte. Kurz drängte sich ihr ein anderer Gedanke auf - was tat ein Pferd, ein Tier, eine Kreatur von Gottes Schöpfung, sofern es den Tod in den Knochen spürte? Gewiss, es mochte eine widerwärtige Situation sein, dennoch vermochte Phoenix sich nicht vorzustellen, dass tatsächlich ein Wesen Angst habe vor dem, was dort kam.

      ' Sofern ich mein leben vollständig genossen habe, gibt es keinen Grund, sich vor dem Tod zu fürchten. '


    Ein wenig abgelenkt von diesem Gedanken und der Frage, aus welchem Grund ein vollkommen verbittertes Wesen somit die Angst vor dem Leben ebenso schürte wie die Angst vor dem Tod, legte sich der lange Kopf der Stute ein wenig schief. Kauend dachte sie weiter über dergleichen nach, als mit einem mal mehrere Stimmen sie wieder zurück in die Gedanken der Gegenwart holten. Ein wenig desorientiert blickte sie erst Sparkle, dann Sunny und schlussendlich New Moon an, ehe ihr Blick weder an Mistletoe hängen blieb. Offenbar stand der Aufnahme nichts mehr im Wege und ein freudiges Glitzern machte sich in Phoenix´ braunen Augen bemerkbar. Ohne weiter auf die an sich natürliche Distanz zu achten, stürmte sie voran, stieß ein leises, schnaufendes Wiehern aus und rieb den Kopf vertrauensvoll an Mistletoe, ehe sie sanft an deren hals knabberte und zurück trat.

      » Siehst du, Mistletoe?! Anscheinend sind dir die Geister wohlgesonnen - und wir natürlich auch. «
    Kurz lachte die Scheckenstute herzlich auf, schüttelte Mähne und Schweif und streckte die Gliedmaßen, hob verblüfft den Kopf und blinzelte wachsam.

    Zwei neue Pferde, offensichtlich eng miteinander verbunden. Interessiert drehte die Stute de Kopf herum, zuckte mit dem Ohr und schnaubte irritiert, als sie erneut Sparkles Stimme hörte. Leise lächelte sie, mit einem Mal wieder ruhiger, ganz die entspannte Ruhe und nickte. Ihr Blick ruhte wieder einmal auf Sunny, die New Moon nachkam.

      » Ohne Frage ist sie das eine Bindeglied, das diese Herde zusammenhält. «
    murmelte sie leise, schüttelte den Kopf und warf der Weißen einen fröhlichen Blick zu. Entsetzt stahl sich Sorge in ihre Augen, als sie den Kummer in den Augen Sparkles erkannte und stellte sich dicht nebst die junge Heilerin und baldige Mutter. Sanft knabberte sie am Widerrist, ehe sie davon abließ und die Weiße besorgt ansah.

      » Was bedrückt dich, Sparkle? «
    fragte sie leise, beinahe flüsternd.





[Sparks, Moon, Sun & Mist # Spricht # Aufgedreht # In Gedanken # Bei Sparks # Besorgt]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   So Feb 12, 2012 8:14 pm

Michelangelo stand da und beobachtete Donnerkeil. Wie sie sich aufrichtete, zusammensank, sich aufrichtete. Sie war ein Blatt mit einer Schrift, die zu lesen er nicht im Stande war. Sie faszinierte ihn, auf eine absurde Art und Weise, die ihn an dem, was er tat, zweifeln ließ. Aber jetzt war er hier, jetzt sollte er seine Idee auch umsetzen. Doch wie sollte er es bewerkstelligen? Es so zu erzählen, dass sie verstand, was er sagen wollte, und ihm nicht sauer war deswegen, ganz im Gegenteil. Kurz überlegte er, wobei der Blick, der eigentlich auf die schwarze Stute vor ihm gerichtet war, leicht unscharf wurde. Das Bild, das vor ihm lag verschwamm, ein anderes entstand, langsam, fast schon so, als wollte er es eigentlich gar nicht. Aber dann war er dort, als wäre es erst gestern gewesen, dass er dort gestanden hatte. Die Hügellandschaft Andalusiens, mitten im Sommer. Die Mittelmeersonne wärmte sein damals noch sehr dunkles Fell, während ein leichter Wind seine dichte Mähne zerzauste. Und vor ihm lag die Stute seines Herzens. Die Tatsache, dass sie gewisse Ähnlichkeiten mit Donnerkeil hatte, ignorierte er.

"Es ist schon ein paar Jahre her. Damals lebte ich noch in hermozo de espagnol. Es war Sommer, der beste Sommer, den ich je erlebt habe. Ich lernte eine Stute kennen, jung und wunderschön, so wie du, Donnerkeil. Und sie war gebrochen. So jung, doch ihr Herz war entzweigerissen, von denen, die eigentlich hätten hinter ihr stehen müssen - sus padres, ihrer eigenen Familie. Doch sie gab vor, nicht gebrochen zu sein. Sie zeigte sich stark, mutig, ehrlich. Sie war scharfzüngig und klug, ja, aber sie war gebrochen. Und weil sie sich verstellte, weil sie nicht die war, die sie vorgab zu sein. Das war ihr pena de muerte. Er brachte sie um, weil er von ihrer Schwäche wusste, sie ausnutzen konnte."

Tatsächlich war es so gewesen. Michelangelo kehrte zurück in das Jetzt, in die Gegenwart. Ihr Blick war fast schon zu ruhig. Und so blieb auch sein Blick ruhig, unbewegt, mit einer warmen Aufmerksamkeit. Sein grauer Schopf lag zum größten Teil über seinen Augen, sodass Donnerkeil seinen Blick vermutlich nicht sehen konnte. Das erlaubte ihm, sie zu beobachten, der geschmeidige Körper, die Muskeln unter dem tiefschwarzen Fell. Ihre Haltung, die so distanziert war, dass sie nicht mehr als normal zu bezeichnen war. Der Andalusier hätte fast geseufzt. Sie war klug. Würde sie die Geschichte verstehen? Würde sie die Warnung, die dahinter steckte, erkennen? Michelangelo wusste es nicht, doch er hoffte es. Denn irgendwas hatte ihn dazu veranlasst, sich ihrer anzunehmen. Vielleicht lag es daran, dass sie ihn an die rote Stute erinnerte, die einst seine beste Freundin gewesen war, für diesen einen, kurzen Sommmer. Doch das war nicht alles, und irgendwie wusste er es. Und das ließ ihn zweifeln, ob die Entscheidung richtig war. Aber zurückkehren, zurückkehren würde sie nicht.
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Filou
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   So Feb 12, 2012 8:30 pm

"There's only one thing to do, three words for you. I love, I love you."


Filou bemerkte die Veränderung, die ihren Gefährten durchlief, erst in dem Moment, in dem der Rotbraune stehen blieb. Seine Stimme hatte das alte Glück wieder, diese intensive Euphorie darin. Er verkündete, sie seien da und das schallende Wiehern drückte seine Freude aus. Sie lachte, angesteckt von der Laune ihres Gefährten. Nichts machte sie so glücklich wie die Tatsache, zu wissen, dass der große Braune glücklich war. Sie liebte ihn mit so einer Intensität, die sie fast vergessen hatte in den letzten Wochen, die von Stille geprägt waren. Doch jetzt wurde ihr bewusst, wie sehr sie ihn wirklich liebte, wie sehr sie ihn brauchte. Dass er das Wichtigste für sie war.
Deswegen folgte sie ihm auf dem Huf, als er angaloppierte. Ein paar kleinere Bocksprünge folgten von ihr, bevor die beiden braunen Pferde in gleichmäßigem gestrecktem Galopp. Ihre Glieder streikten noch nicht, aber sie waren auch nicht begeistert von der schnelleren Bewegung, die so ungewohnt geworden war. Aber dann genoss Filou es auch, denn die Geschwindigkeit hatte nicht nur ihr gefehlt in der letzten Zeit. Zwar hatte sie ein wenig Angst, dass sie irgendwie stolpern würde, weil ihre Hufe das nicht gewohnt waren, doch das geschah nicht. Sie lief sicher, so wie früher, in ihren Canyons.
Bald tauchten am Horizont die Gestalten einer kleinen Herde auf und bald konnte Filou den Hengst ausmachen, dessen Name New Moon war. Und die schneeweiße Stute, die in der Nähe stand, war unverkennbar ihre alte Freundin, Sparkle. Filou buckelte noch einmal, aus purer Lebensfreude. Sie lachte fast schon übermütig, wurde dann langsamer. Trabend näherte sie sich der Gruppe, während Castello seinen alten Freund begrüßte. Es war so eine überschwängliche Jugendlichkeit in dem Gespräch der Hengste, das sie nur lächeln konnte. Ihr rotbrauner Gefährte blühte auf, sodass sie das Verlangen hatte, sich an ihn zu kuscheln. Aber sie wollte ihn in Ruhe den alten Freund begrüßen lassen, sodass sie sich im Hintergrund hielt und es einfach nur genoss, Castello und Moon zu beobachten.

Dann trat eine Stute zu der Gruppe. Sie war nicht groß, aber auch nicht wirklich zierlich. Ihr Fell hatte die Farbe von Gold, ihr Langhaar war seidig cremefarben. Sie hatte all die Anzeichen, die eine trächtige Stute hatte - von dem Bauch hin bis zu dem inneren Strahlen, das sie erfüllte. Filou lächelte freundlich und ohne einen Anflug von Zurückhaltung, als die andere Stute sich als die Leitstute namens Sunny vorstellte. Respektvoll und selbstbewusst neigte sie den Kopf. "Sei gegrüßt, Sunny! Mein Name ist Filou, Filou die Riesentöterin, und dieser Hengst dort ist mein wundervoller Gefährte, Castello. Die Hengste sind alte Freunde, wenn ich das mal klar stellen dürfte. Es ist mir übrigens eine Ehre, dich kennen zu lernen."
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mi Feb 15, 2012 3:55 pm

"Hart, grauenvoll und niemals gerecht!"


Die alte Überlegenheit kehrte wiede rin ihn zurück. In Castellos Augen konnte der Schwarze so vieles sehen. Die gemeinsamen erlebten Storys, die ihnen doch nie irgendwer geglaubt hatte, da sie zum Teil so abstrakt waren, dass die meisten es nicht für wahr hielten. Dann war da diese innige Freundschaft, das eine Band, das sie ncoh immer zusammenheitl und die Freude über das Wiedersehen, nach dieser halben Ewigkeit. Zwar waren sie nciht vollzählig, es fehlten Yellowtail, der immer gut gelaunte Starlight und der etwas schüchterne Morningsar mit dem sanften Herz, aber New Moon wusste, dass sie dort draußen vermutlich besser aufgehoben waren, wie auf einem Haufen und vielleicht, ganz vielleicht sahen sie sich einmal wieder. Wenn es ein Leben nach dem Tod gab. Oder auch schon früher, schließlich hatte Castello ihn auch gefunden.
Mit einem närrischen Glitzern in den Augen betrachtete New Moon die Reisegfährtin seines alten Freundes. Dabei umspielte ein beinahe hämisches Grinsen seine Züge, als er immer wieder den Blick von der Stute zu Castello udn wiede rzurückhuschen ließ. Sein Freund billigte dies nur mit rollenden Augen und einem genervten Kopfschütteln. Ja, vermutlich hatten sie sich wahrlich vermisst. Mehr, als sie slebst glaubten.

Im nächsten Augenblick war ihre Dreisamkeit auch schon verflogen, als Sunny zu ihnen kam. Zwar hörte der Schwarze die Schritte hinter ihm, die er unmittelbar der trächtigen Leistute zuordnen konnte, aber er beachtete sie nciht, bis auf weiteres. Als sie ihn schließlich fragte, ob er alte Freunde wiedergefunden hatte warf er ihr einen blitzenden Blick zu. Doch nicht wie früher war dieser feindselig. Moon hatte bereits seit einem Jahr bemerkt, dass Sunny nicht die herrische Stute war, für die er sie anfangs gehalten hatte, sondern eine kluge Pferdedame, die ihm mehr Vertrauen entgegenbrachte, als er sich hatte erträumen lassen. Und er wusste, dass er sie mit seinem Leben schützen würde, als Dank dafür, dass sie ihn damals aufgenommen und letzendlich auch "behalten" hatte. Gemeinsam hatten sie viele Herdenmitglieder kommen und gehen sehen, aber New Moon war sich sicher, dass Cas so schnell nciht das Weite suchen würde. Zumindest hoffte er es wohl mehr, als er wusste, aber im Moment sah e snicht dannach aus, dass sein Freund nur auf der Durchreise war.
Bevor der Rappe Sunny auf ihre Frage antworten konnte, machte die braune Stute schon den Anfang. Filou hieß sie also. Moon war Cas einen Blick zu, den wohl nur der beste Kumpel deuten konnte, denn der Rotbraune machte ein entsetztes Gesicht und legte ein beinahe drohenden Blick auf. Er prustete über die immernoch anhaltende Naivität seines Freundes, ehe auch er sich in das Gespräch einmischte.

"Castello, der Wundervolle was? Pass auf, nach mehr als einem Jahr geht er dir gehörig auf den Sack."

Als ihm bewusst wurde, was er da gerade gesagt hatte musste Moon sich doch noch schnell andere Worte zurecht legen.

"Oder auch nicht. Letzteres ist bei dir ja wohl ausgeschlossen. Hoffe wir zumindest alle mal ...
Ich dneke ich muss die zwei dir dann nicht mehr vorstellen was Sunny. Übrigens Filou, ich hoffe es ist dir auch eien Ehre mich kennenzulernen."


Würde ihm dieses ewige Necken jetzt jemals wieder entfallen?

[Cas | Filou | Sunny | spricht]

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o.o|| und nun ist er vater ||o.o
This boy fell in Love with a sparkling star and got a new horizon

my life is BRLLIANT my life is pure
I saw an ANGEL of that I'm sure


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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mi Feb 15, 2012 4:09 pm

"Wir waren geboren um zu leben
Mit den Wundern jener Zeit
Uns niemals zu vergessen, bis in alle Ewigkeit"


Ja, sein guter alter Moon. Wie hatte er den doch vermisst in den letzten Jahren? Castello spürte, wie auch in Filou die Lebensfreude zurückkehrte, die er in den letzten Wochen und Monaten so an ihr vermisst hatte, wie die Nähe seines besten Freundes. Jetzt, wo sie endlich an ihrem Ziel waren, konnte er seine Freude kaum noch halten udn er spürte, dass es dem Schwarzen nicht viel anders ging. Die Vertrautheit die zwischen ihnen lag auch nach all der Zeit, war so groß, dass sie selbst eine so lange Zeitspanne überstehen hatte können. Vielleicht waren sie nicht die alte Herde, mit der jungen, unerschrockenen Wildheit, wie sie Junghengsten zuteil war, aber sie waren wieder vereint udn mehr zählte im Augenblick nicht. Denn trotz allem bezweifelte Castello, dass die Leitstute hier einen Fünferpack durchgeknallter Hengste brauchte mit denen imme rmal das Temperament durchging.

Noch eine Weile hatte er mit New Moon "getratscht", sodass er die goldfarbene Stute, die auf sie zukam gar nicht bemerkt hätte, wenn Filou nicht auf einmal das sprechen angefangen hätte. Entschuldigend sah er seine Gefährtin an, in all der Aufregung hatte er sie vollkommen links liegen lassen, sie nichteinmal mehr vorgestellt. Wie sie jetzt mit der Goldfarbenen, die anscheinend hochträchtig war, sprach, fragte er sich, ob Filou vielleicht ihre alte Führung der Herde vermisste. Sie waren beide nicht sehr alt, in den besten JAhren um eine eigene HErde zu führen und doch hatte sie das Leben so ausgelaugt. Vielleicht sollten sie heir Kraft tanken, doch Castello konnte nicht verleugnen, dass ihm dei Zeit in der gemeinsam mit Filou die Leitung der Herde übernommen hatte nicht gerade unangenehm gewesen war. Sie hatten viele Höhen und Tiefen durchstanden. Das Auftauchen von Ascalon, Filous früherem Gefährten, von dem sie auch trächtig war, bis hin zu der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Magic, für alles war er ihr so unendlich dankbar. Immer wieder hoffte, ja betet er fast, dass sie nun ebenso an seiner Heimat anteil haben konnte. Es waren nciht die Canyons, es war die Prärie, er wusste, dass e sihr schwer gefallen war, ihre Heimat hinter sich zu lassen in der sie geboren und aufgewachsen war, doch hierher zurückzukehren, war für ihn slebst ein wichtiger udn notwendiger Schritt gewesen. Umso mehr war er froh, dass sie gemeinsam hier standen.

"Freut mich dich kennenzulernen Sunny. Wie Filou schon sagte, mein Name ist Castello. Wir sidn hier, wiel wir, oder vielmehr ich, es einfach der Welt nicht zumuten konnte sie der Herrschaft des New Moon einfach so ohne jeglichen Schutz auszusetzen."

Castello spürte, wie der vernichtende Blick seines Freundes ihn traf und musste in sich hinein grinsen um nicht lauthals loszuprusten. Vielleicht wurde doch noch alles wie früher. Doch dann mischte sich auch sein schwarzer Freund in das Gespräch ein, mit Sätzen, für die Castello ihn schon wiede ram liebetsne auf den Mond geschossen hätte. Wie früher.

"Moon, halt dicht, verdammt noch mal!"

Mit gerecktem Kopf und zynischem Grinsen blickte New Moon ihn von oben herab an. Warum war er auch kleienr, als der Leithengst hier??


[Moon | Filou | Sunny | spricht]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Di März 06, 2012 3:56 pm

» Einige Dinge werden sich nicht ändern - doch nicht diese sind es, die mich sorgen ... «

    Schweigend, den muskulösen Hals leicht geschwungen, lauschte die rabenschwarze Stute ihrem Gegenüber, wenngleich die tiefe Konzentration, die auf ihren Zügen ruhe, beinahe verstörend schien. Eine solche Ernsthaftigkeit war seit geraumer Zeit nicht mehr so deutlich zutage getreten, manch eine geisterhafte Seele hatte wohl beinahe geglaubt, ihre Bitterkeit habe sie restlos überwältigt. Schließlich begann der Graue zu sprechen, mit ruhiger, wohlklingender Stimme und doch glaubte die Schwarze ein wenig Schmerz, Trauer darin zu hören. Was mochte ihm widerfahren sein, dass er so gegensätzlich reagierte, als es Donner tat? Lautlos schnaubend betrachtete sie die Gestalt des Grauen, die Ohren sachte zuckend, während er unterdessen von seiner Freundin sprach. Unwillkürlich fragte Donnerkeil sich, wie genau die Stute umgekommen war. Fremdeinwirkung? Oder aber hatte sie den Freitod gewählt? Der Gedanke ließ die kräftige Rappstute leise erschaudern, hasste sie den Gedanken daran, schlicht weg, weil es ein Eingeständnis ihrer Schwäche wäre. Sie grummelte dunkel.

    .o( 'Ich lernte eine Stute kennen, jung und wunderschön, so wie du, Donnerkeil. Und sie war gebrochen.' ... Jung und wunderschön ... gebrochen ... Grauer, du schmeichelst ihr, aber nicht mehr mir ... )o.

    Eine gewisse Wehmut stahl sich in diese Gedanken, doch sobald der Hengst fortfuhr zu berichten, lauschte sie ihm wieder aufmerksam, wenngleich allmählich ein beinahe zynisches Grinsen ihr Gesicht entstellte. Es glich mehr einer schmerzverzerrten, zynischen Grimasse.

    .o( 'Sie war scharfzüngig und klug, ja, aber sie war gebrochen. Und weil sie sich verstellte, weil sie nicht die war, die sie vorgab zu sein. Das war ihr pena de muerte. Er brachte sie um, weil er von ihrer Schwäche wusste, sie ausnutzen konnte.' ... Offenbar starb sie doch durch einen Dritten ... Sie ist nicht wie ich ... Gar nicht ... )o.

    Ihre Gedanken überschlugen sich beinahe, doch kaum, dass der Hengst innehielt, hob sie den gen Himmel gerichteten Blick wieder in seine Augen. Ruhig erwiderte sie seinen Blick, ihre zuvor gezeigte Grimasse war nun lediglich einem schwachen, bitteren Lächeln gewichen. Obgleich sie durchaus das Leid des Grauen begriff, was es ihm bedeuten musste, sich ihr zu öffnen, ihr diese Geschichte zu erzählen, vermochte sie dennoch nicht den Sinn darin zu erkennen, wie er ihn offenbar sah. Somit sprach sie mit ruhiger, aber noch immer unterschwellig bitterer Stimme zu ihm.

    » Dein Verlust tut mir aufrichtig Leid, Michelangelo, doch meine Familie brach mich nicht, sie brauchte mich. Zudem mein ... « sie suchte nach jenem Wort, welches der Graue genutzt hatte, » pena de muerte unlängst im Boden verrottet, zerfressen von Maden und Würmern, während das faulige Fleisch von seinen Knochen rinnt. «

    Ihre Gedanken kreisten nun wieder um jenen feuerfarbenen Hengst, den sie bisher freiwillig hatte vergessen wollen - aber nie können. Firedance. Sie wäre auf ewig Sklavin seiner Herrschaft, egal, wie stark sie sich von ihm distanzierte. Grollend seufzte sie auf, ehe ihr Blick wieder den Michelangelo´s einfing. Sie schätzte sein Mühen, sie zu begreifen, sie selbst zum begreifen zu bewegen, doch seine geschilderte Geschichte ähnelte nicht einmal ihrer im Ansatz. Ihre dunklen Augen richteten sich gen Himmel, während sie mit leiser Stimme zu ihm sprach.

    » Deine Geschichte und die deiner Freundin in allen Ehren, grauer Krieger, und hab vielen Dank, dass du sie mir so vertrauensvoll anvertrautest. Doch dies ist deine - und ihre - Geschichte, nicht die meine. Ich schrieb sie bereits und habe meinen Weg gewählt. «

    Sie verzog die Lippen ein wenig, sodass es einem freundlichem Lächeln ähnelte, ehe sie beinahe bedauernd schnaubte und den Kopf sachte schüttelte. Es waren viele Monde vergangen, in denen ebenso viele Taten geschehen waren, doch ihre Vergangenheit wäre stets ein Teil. Aus dunklen, wachsamen Augen musterte sie nun erneut den wohlproportionierten Hengst, in Gedanken an seinen eigenen Verlust. Instinktiv fragte sie sich, ob nicht auch er lediglich ein Spiegel seines Wesens war, wie er es ihr hatte sachte beibringen wollen. Donnerkeil streckte die Beine ein wenig, spielte mit den Ohren und ließ ihren aufmerksamen Blick nicht von ihm ab, wenn ihr auch nicht ganz bewusst wurde, weshalb. Er hatte sich ihr anvertraut, was also sollte noch großartiges geschehen? Die Erwartungen der stolzen Schwarzen waren seit jeher keine allzu erfreulichen, sodass sie beinahe damit rechnete, den grauen Krieger und dessen beruhigende Ausstrahlung rasch von dannen ziehen zu sehen.


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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mo März 12, 2012 4:21 pm

!!!ACHTUNG, MINI-ZEITSPRUNG!!!

Castello und Filou entschieden sich also, erstmal bei den BlueMountainMustangs zu bleiben. New Moon stellte seinen Freunden die Herde vor, und Sunny kümmerte sich um Mistletoe, so dass sich die Neuankömmlinge schon bald ein bisschen in der Herde zurechtfanden. Es war nun bald Zeit, wieder aufzubrechen und Richtung Höhle weiterzuwandern. Vorher allerdings stieg Sunny auf einen kleinen Hügel um etwas zu verkünden...
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mo März 12, 2012 4:23 pm

(so, dass als kleine Grundlage. Wie gesagt, jetzt schreibe ich mit Sun nochmal, es geht wie angekündigt um die Ränge, die dringend überarbeitet werden müssen^^ danach startet schon bald Kapi Nr. 7, doch ihr habt vorher noch etwas Zeit, auf meinen Beitrag zu reagieren, wenn ihr wollt)
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Sparkle
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Sa März 24, 2012 8:36 am

Sparkle folgte Sunny mit den Augen, wie sie auf die kleine Anhöhe stieg, allerdings ohne viel mehr als verschwommene Schemen zu sehen. Warum? Der Schmerz war wiedergekommen, und jetzt bemerkte sie ihn auch. Sie unterhielt sich nicht mehr mit Phoenix, nichts lenkte sie davon ab, dass sie diese Schmerzen fühlte. Sie waren nicht stark, aber stark genug, um ihr Sorgen zu machen. Was hatten sie zu bedeuten? Sofort musste die schöne weiße Mustangstute an ihr Fohlen denken. Ging es ihr gut? Vielleicht stimmte irgendetwas nicht. Dieser Gedanke machte ihr Angst, sie musste wieder an die Worte Schattenpfeils denken. So lange war der Traum noch nicht her, erst einige Monde waren vergangen. Wirklich nur so eine kurze Zeit? Es kam ihr viel länger vor, als wären Jahre vergangen, seit Aklar und der Rest der Herde der Nacht die BlueMountainMustangs angegriffen hatten. Doch jetzt kamen die Erinnerungen wieder hoch. Sie hörte Schattenpfeils Worte in ihren Ohren, als würde der graue Kaltblutheiler jetzt neben ihr stehen. "Genau das wollte ich hören - Entschlossenheit. Genau das wollte ich sehen - Mut und Kraft. Ich werde dir noch Zeit verschaffen, mein Mädchen. Aber deine Tage sind gezählt, vergiss nicht ..."
War es jetzt an der Zeit, dass sie gehen musste? Nein. Sie würde es nicht zulassen. Ihr Fohlen, ihre geliebte kleine Tochter, würde niemals mit ihr sterben. Sie würde ihre Blutlinie zunächst die Chance zum Fortbestand geben, bevor sie die Welt verließ. Über diese Gedanken, über die Gedanken einer mutigen Heilerin, ebbte der Schmerz in der Bauchhöhle Sparkle's langsam wieder ab, und der Blick der zierlichen, rundbauchigen Stute klärte sich. Sie würde ihr Fohlen zuerst zur Welt bringen, bevor sie Schattenpfeil folgen würde, das wusste sie. Denn hier war die Kleine sicher. New Moon würde ein guter Vater werden und die BlueMountainMustangs würden sich um sie kümmern. Sie waren doch eine Familie, sie waren doch Sparkle's Familie. Niemals würden sie das Fohlen ihrer Heilerin verstoßen. Wenn Sparkle sich in einer Sache sicher war, dann darin.
Mit diesen Gedanken drehte sie den Kopf, um den großen Rappen zu erblicken, der der Vater ihres Fohlens sein würde. Ihr Geliebter, ihr Gefährte, ihr Herz und ihre Seele. New Moon. Ein leichtes Lächeln huschte über ihr Gesicht als sie die Zufriedenheit in seinem sah. Es war, als täte es ihm gut, Castello wieder an seiner Seite zu haben. Nicht nur vielleicht. Es war so. Der Rappe liebte und brauchte den Braunen, ebenso wie er auch Yellowtail, Starlight und Morningstar brauchte. Diese fünf Hengste waren Brüder, egal, wie unterschiedlich sie waren. Und New Moon brauchte seine Brüder. Natürlich hatte er hier in Sunnys Herde seine Heimat gefunden. Aber ein Teil von ihm würde sie immer vermissen, die Zeit, die er mit den vier anderen Hengsten verbracht hatte. Umso besser, dass jetzt zumindest Castello hier war.

{ allein || Schmerz xxx Erinnerungen xxx Gedanken }
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Sa März 24, 2012 4:39 pm

"Hab keine Angst.
Das Leben wird wiederkommen.
Immer und immer wieder."


Hoch oben am Himmelszelt schickte die Sonne ihre wärmsten Strahlen auf sie hinab und hüllte das Fell der goldenen Stute ein in einen Schleier aus warmen Farbtönen und ließ sie zugleich wie die Sonne selbst erstrahlen. Sunny.
Ein Lächeln umspielte das schwarze Maul, als New Moon dem Weg der Leitstute folgte, die dort beinahe majestätisch den Hügel hinaufschritt. Ihr runder Bauch machte ihr dies zwar nicht leichter, doch aus ihrem Körper und ihrem Herzen schienen jegliche Zweifel udn Ängste verflogen zu sein, auch wenn er wusste, dass dies nicht stimmte. Sunny würde immer Sorge um ihre Herde hegen. Dass war normal. Jede Leitstute würde dies tun. Doch was sollte schon geschehen? Sie blühten wieder auf. Noch in diesem Herbst würden die ersten wahren BlueMountainMustangs Fohlen geboren werden, wo sollte es da Grund zur Sorge geben?
New Moon spürte die Wärme des braunen Fells neben ihm und mit einem aufblitzenden Schalk in den dunklen Augen sah er Castello an, der neben ihm stand. Der Braune schüttelte prustend seien Mähne, ehe auch er seine Aufmerksamkeit wieder der Palominostute schenkte, nicht aber um kurz zuvor noch seiner Gefährtin einen liebevollen Stober zu geben. Moon schmunzelte. Es war eigentlich die perfekte Geschichte. Zwei beste Freunde, glücklich in eienr Herde. Und doch war da wieder etwas, dass den Schwarzen beunruhigte. Er spürte, dass sich der Wind langsam aber allmählich drehte. Ihnen entgegenprusten wollte. Und er wurde das Gefühl nicht los, dass all dies irgendwie mit Sparkle zusammenhing.

Mit geblähten Nüstern und stolz aufgerichtetem Hals sah er zu der Weißen hinüber, die nun schon seit knapp zwei Jahren seine Gefährtin war. Im gleichen Augenblick sah Sparkle zu ihm und ihre Blicke trafen sich, als würden Funken sprühen. Kurz verngten sich die Augen des dunklen, so als wolle er sie scharfstellen. Lag da etwa soetwas wie Bedauern in Sparkles Blick?
Dieser Ausdruck - hatte er sich den nur eigebildet- er schnürte ihm das Herz zusammen. Egal ob Sunny jetzt eine Rede halten wollte - er hatte soetwas schon immer langweilig gefunden, wenn es nicht direkt ihn betraf- bei der er als anständiger Leithengst eigentlich brav lauschen sollte, oder nicht, er musste sofort zu Sparkle. Ohne auch nur einen weiteren gedanken an Castello oder sonst wen zu verschwenden, ging er rückwärts umrundete die wartenden Pferde und kam dann von hinten heran zu Sparkle.
Aus seinem Blick sprach die Sorge um die Weiße. Was war bloß los mit ihr? New Moon durchzuckten wieder all die Bilde rund Erinnerungen, der Tag, an dem er sie hatte verlassen müssen, an dem sie sich verloren hatten und dachten dies sei für immer. Als sie sich heftig stritten, versöhnten und schließlich der Kampf mit der Herde der Nacht, als Sparkles Wunden so tief waren. Tröstend drückte er seine Nüstern gegen ihre. Wobei es wohl nicht eindeutig war, wem er hier Trost spenden wollte.

"Alles in Ordnung mit dir, chéri*?"


*Liebling, Süße
[beobachtet Sunny| Cas | Sparkle | Sorgen | geht zu ihr]

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o.o|| und nun ist er vater ||o.o
This boy fell in Love with a sparkling star and got a new horizon

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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mi März 28, 2012 3:51 pm

    Sunny stieg die kleine Anhöhe hinauf und blickte über die Herde. Ihre Herde, ihre BlutMountainMustangs... sie sah all ihren Schmerz, all ihr Leid in den vertrauten Gesichtern widergespiegelt. Und gleichzeitig natürlich auch all die Freude, die schönen Tage voller Späße - um nichts in der Welt würde sie ohne ihre Herde leben können.
    Diese Erkenntnis machte Sun tief in ihrem Herzen ganz ruhig, während sie wartete, dass sich die Pferde sammelten, um zu hören, was sie zu sagen hatte...

    "BlueMountainMustangs!", begann sie schließlich.
    "Ich möchte nun etwas verkünden, bevor wir das letzte Stück zur Höhle erklimmen! Es ist Zeit, dass ich einige Ränge neu verteile. Etliche Pferde haben sich uns angeschlossen und sind nun bereit, einen richtigen Rang zu erhalten. Gleichzeitig sind auch viele der älteren Mitglieder bereit für etwas Neues - so hört nun meine Entscheidung: Phoenix und Michelangelo - ich mache euch zu Helferpferden! Ihr habt von nun an hauptsächlich die Aufgabe, neue Mitglieder in die Herde einzuführen, ihnen unsere Regeln zu erklären oder anderen bei ihren Aufgaben zu helfen - wie zum Beispiel Kräuter sammeln für Sparkle."
    Sun machte eine kurze Pause, blickte wieder über die Herde, ließ ihre Worte kurz wirken und bedachte die Richtigkeit ihrer Entscheidung. Dann fuhr sie langsam fort:
    "Desweiteren werden Mistletoe, Castello und Filou erstmal als vollwertige Mitglieder akzeptiert." Sie blickte nun zu Kolett und sagte:
    Kolett. Du bist nun schon lange Teil unserer Herde. Einst kamst du als Feindin, doch jetzt gehörst du zu uns. Ich mache dich zur Obersten Kriegerin. Du hast den Oberbefehl, wenn es um die Sicherheit der Herde geht - vom vorrausgehenden Spähtrupp bis zur Verteidigung gegen Pumas fallen all diese Dinge in dein Gebiet...
    Außerdem habe ich entschieden, dass unser... 'Ehrenmitglied', Curvus, Herr von Rabe, ebenfalls einen Rang bekommen soll. Ich schätze, du bist ein vortrefflicher Späher, Curvus. Wärst du mit meiner Entscheidung einverstanden? Ich bitte dich, mir nachher Bescheid zu geben."[/b]

    Sunny machte eine erneute Pause, doch diesmal währte sie länger - langsam schweifte ihr Blick über die Pferde... zu Phantom und Donnerkeil. Sie waren beide die Berater dieser Herde, doch Sun wusste, dass sie beide sich... nun, von der Herde abgewandt hatten. Ein kleines Stück, und auf unterschiedliche Weise. Don... wahrscheinlich noch immer wegen dem Aufeinandertreffen mit jenem Firedance. Seit dem Moment, in dem sie sich Donnerkeil nannte.
    Und Toom - er war viel in Gedanken beschäftigt, war nicht mehr mit ganzem Hrezen bei der Herde. Ob es besser würde, wenn ihr Fohlen da war?

    (Oder schlimmer...?)

    Sun unterdrückte diese Gedanken und hob nun entschlossen ein weiteres Mal die Stimme:

    "Donnerkeil und Phantom, ihr seid die Berater dieser Herde. Doch ich sehe, dass viele Dinge euch beschäftigen... ich lasse euch frei entscheiden, ob ihr weiterhin meine und New Moons Berater sein wollt." Sie schaffte es kaum, den Blick zu heben bei diesen Worten, denn sie musste immer zu an Toom denken, ihren geliebten Toom...
    Aber dennoch zwang sie sich dazu, stark zu bleiben, noch einen Moment. Ihr Blick wandrte zu Jared, jenem Sonderling, der der Herde stetig folgte, ohne Anstalten zu machen, sich ihr anschließen zu wollen oder auch nur mit anderen Pferden sprach. Aber gut, Sun würde ihm noch eine Chance geben. "Jared. Ich werde nicht schlau aus dir. Warum auch immer du den BlueMountainMustangs auf diese Weise, wie du es tust, folgst, ist mir ein Rätsel. Zeit, endlich mal zu reden. Wenn du willst, sprich mit mir, oder mit jedem anderen Pferd in der Herde. Wenn nicht, dann bitte ich dich zu gehen! Ich habe nicht vor, dich auf diese Weise durch den Winter durchzufüttern!"

    Sun beendete ihre Rede, und ihr fiel ein Stein vom Herzen. Langsam stieg sie die Anhöhe hinab, blieb jedoch unten stehen, darauf wartend, dass jemand nochmal mit ihr reden wollte. Wie Curvus oder Jared oder Don oder eben... Toom...


[spricht zur Herde(Ränge) xx Gedanken]

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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Do März 29, 2012 9:28 am

» Viele Dinge beginnen ohne näher erklärten Sinn ... «
» ... und werden später zu sinnlosen Erklärung. «


    Noch immer stand die junge Stute in der Nähe des großen Grauen, genoss schlichtweg dessen beruhigende Peäsenz und fühlte sich so schmerzlich an ihren Vater erinnert. Kyrill. Gestorben durch die Hand eines Pferdes, welches der Hölle persönlich entstiegen schien, um Rache zu üben. An ihr, an ihrer Familie, an ihrer Herde. Noch immer war es der Schwarzen ein Rätsel, dass ausgerechnet sie ihn niedergestreckt hatte, wo er sie zuvor auf denkbar grausame Arten verstümmelt hatte. Dunkel grollte sie auf, als mit einem Mal die Stimme Sunnys zu ihr durchdrang. Kurz warf sie einen fragenden Blick gen Michelangelo, doch diesem stand es wohl frei zu entscheiden, inwieweit er ihr noch helfen wollte, sodass sie sich kurz darauf mit kraftvollen Trabsprüngen gen Hügel aufmachte, der hellen Leitstute entgegen.

    Noch immer ruhte der Rabe gedankenverloren neben Phantom, welcher seinen eigenen Gedanken nachzuhängen schien. Somit genoss das Federtier die angenehm wärmende Sonne auf dem schwarzen Gefieder, reckte den Kopf leise krächzend ein wenig und schüttelte die kräftigen Schwingen aus, ehe er sie wieder ordentlich zusammenfaltete. Sein Blick wanderte für wenige Augenblicke über die Herde, blieb an jedem Mitglied haften und seine Gedanken umschlossen dieses Wesen stets mit dergleichen Freundlichkeit und Milde, wie Er es ihn einst gelehrt hatte. Lächelnd blickte der Rabe dem Himmel entgegen.

    .o( Ob wir wohl jemals ebenso legendär sein werden wie die Himmelskrieger? )o. überlegte er lautlos, in Gedanken an jene Wolkengespinste, welche Pferden beinahe wie ein Ei dem anderen glichen. Schlussendlich war es die Stimme der Leitstute, welche ihn wieder aus den Gedanken zog, sodass er leise aufkrächzte und interessiert näher flog, geradewegs auf der Kruppe Donners landend. Diese schnaubte kurz dunkel, lauschte dann jedoch mit zuckenden Ohren den Worten Sunnys.

    Erstaunt und nicht ohne Stolz betrachteten beide Schwarzgekleideten Michelangelo, als auch Phoenix, welche von nun an als Helferpferde fungieren würden, um somit ein wenig Entlastung für die Leitstute darzustellen. Das fröhliche » Herzlichen Dank, Sunny! « seitens der Gescheckten ließ Curvus schmunzeln, ehe er sich nochmals kurz den Grauen näher betrachtete. Eine eindrucksvolle Erscheinung, wie an sich jedes Pferd dieser Herde, sodass eine gewisse Disziplin womöglich nicht fehlen würde. Oder aber eine gewisse Höflichkeit, was den Gefiederten nochmals erfreute. Donnerkeil indes schien in eigene Gedanken versunken, während sie Michelangelo musterte.

    Mistleoe, Castello und Filou waren nun vollwertige Mitglieder, wenngleich Donnerkeil weder die einen, noch die anderen näher kannte. Offenbar erging es dem Raben ähnlich, denn er stieß ein leises, verwirrtes Krächzen aus. Sobald die Sprache auf Kolett kam, verspannte sich die pechschwarze Stute, spürte noch immer die scharfen Zähne Firedances über ihren Körper wandern und sie selbst erschauderte voll inbrünstigem Zorn. Dass die Braune nun zum Obersten Krieger ernannt wurde, schien in Donnerkeils Augen sowohl ein Fehler, als auch ein Fluch zu sein, wenngleich sich ihre Abneigung wohl noch immer mehr gegen jene Herde richtete, an welche sie keinen Gedanken mehr verschwenden wollte. Trotz alledem sprachen ihre dunkel funkelnden Augen nicht allzu sehr für Koletts neuen Rang. Als die Sprache auf Curvus kam, stieß dieser ein überraschtes Krächzen aus, stieß sich selbst in die Lüfte und ließ Donnerkeil verärgert die Zähne aufeinander beißen ob seiner langen Krallen.

    » Mit größtem Vergnügen, werte Leitstute. « Es waren lediglich leise gesprochene Worte, Worte im Wind, trotz alledem meinte der Rabe sie eben so, wie er sie sprach: Er würde sein Leben für das dieser Herde geben, sollte es nötig sein.

    Angespannt spielten die Ohren der Stute, als Sunny auf sie und Phantom zu sprechen kam. Obgleich auch ihr durchaus bewusst geworden war, dass ein solcher Rang sowohl Respekt und Disziplin verlangte, welchen sie beides verloren hatte, so konnte sich die Dunkle nicht dazu durchringen, ihn aufzugeben. Zum einen, weil sie somit eine Aufgabe hätte, der sie nachkommen könnte, ohne tagein tagaus den gleichen Gedanken folgen zu müssen, zum anderen, weil Donnerkeil sich inzwischen lediglich als Beraterin der Leittiere zu definieren vermochte. Sie hatte sich selbst verloren, aber dieser Rang blieb bestehen. Sobald die helle Stute innehielt und fertig schien, setzte sich die Schwarze in Bewegung, einen dunklen, drohenden Blick auf die Gescheckte werfend, als diese ihr zuvorzukommen versuchte. Curvus krächzte mahnend, ehe er sich erneut auf ihrem Rücken niederließ, während Donnerkeil gegen Sunny strebte. Bei ihr angelangt, stieß sie ein kurzes Schnauben aus, um die Aufmerksamkeit der Hellen zu erhalten.
    Es war Curvus, der das Wort ergriff.

    » Habt Dank, für Euer Vertrauen, Sunny. Ich fühle mich geehrt und werde mich Freuden der neuen Aufgabe als Späher nachkommen. Welche Herde kann schon behaupten, einen fliegenden Boten zu haben « fügte er augenzwinkernd und schmunzelnd hinzu, ehe er sich langsam erhob und seine gemächlichen Kreise über der Herde zog. Nun lag es an Donnerkeil.

    » Du magst Recht haben, wenn du denkst, ich sei nicht mehr für diesen Rang geeignet, Sunny. Trotz alledem ... mag es dir auch egoistisch und falsch erscheinen, bitte ich dich, mir das zu lassen. Ich werde mich mühen, dir und New Moon besser zur Seite zu stehen. « Kurz hielt die Dunkle inne, blickte aus kohlschwarzen Augen in die Sunnys und fuhr ein wenig leiser, aber noch immer dunkel fort: » Darum möchte ich dich bitten, dass ihr mich auch aufsucht, solltet ihr eine dritte Meinung benötigen. Die Vergangenheit soll mich nicht lenken, dafür mein Verstand euch helfen. «
    Gewissermaßen gab sie soeben zu, dass sie nie allzu genau wusste, inwiefern sie nun in die Überlegungen der beiden Leittiere eindringen konnte, sodass sie hoffte, Sunny käme ihrer Bitte nach. Trotz allem lag es noch immer in ihren Hufen, Donnerkeil aus dem Rang zu entlassen. Abwartend und gewohnt distanziert beobachtete die muskulöse Schwarze nun Sunny und deren Mienenspiel. Erwartete deren Entscheidung, wenn sie wohl auch nicht leicht fiel. Zum Wohl der Herde müsste Donnerkeil wohl wieder ein schlichtes Mitglied werden, wenn überhaupt.

    .o( Dann sei es ebenso so. )o.



[DON bei Micky # Hört Sunny # Gedanken # Bei Sunny // CURVUS bei Phantom # Sunny # Über der Herde]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Do März 29, 2012 5:45 pm

Michelangelos Augen ruhten auf dem Horizont, dort, wo der Himmel die Berge berührte. Doch er sah nicht wirklich die Schönheit dieses Anblicks. Eigentlich bemerkte er nicht mal, was er sah, sondern war mit seinem Bewusstsein ganz wo anders. Bei niemand anderem als Donnerkeil, dieser eindrucksvollen schwarzen Stute mit dem Eisenherz. Das wäre tatsächlich ein guter Name für sie. Donnerkeil Eisenherz. Sie war so tief verletzt worden, von irgendeinem hirnlosen Narren, dass sogar er nicht mehr an sie heran kam. Wobei - noch nicht. Doch der Tag würde kommen. Der Tag, an dem er zu ihr durchdrang. Solange würde er Wohl über Übel bleiben. Er wollte es sich zur Aufgabe machen, dieses faszinierende Pferd aus der Reserve zu locken. Er wollte sie kennen lernen, jeden einzelnen Zentimeter. Doch nicht, weil sie ihn an diese alte Freundin erinnerte.
Sondern weil sie war wie er.
Diese Gewissheit machte Michelangelo stutzig. Der elegante Spanier senkte seinen geraden, grauen Kopf mit den klugen dunklen Augen leicht und hätte die Stirn gerunzelt, wenn er gewollt hätte, dass jemand sah, wie er sich fühlte. Und zum widerholten Mal fragte er sich, warum er hier geblieben war. Als er anfing, sich für das Schicksal Donnerkeils zu interessieren, hätte er gehen sollen, wie all die Male zuvor. Warum hatte er es jetzt nicht getan? Warum hatte er nicht Adiós! gesagt und war verschwunden, wie er es immer machte. Warum war er geblieben? Das war ein fataler Fehler gewesen, denn jetzt war er gebunden. Wenn er sich etwas vorgenommen hatte, dann warf er das nicht einfach wieder weg. Und er hatte sich nunmal vorgenommen, Donnerkeil das Wunder des Lebens zu zeigen. Deswegen musste er bleiben. Obwohl er nicht wollte.

Mit einem Mal schärfte sich sein Blick. Der Kopf, der stolze, edle Kopf, fuhr in die Höhe und die langen Ohren spitzten sich. Sunny sprach. Sunny, die wunderschöne Mutterleitstute. Er bewunderte und respektierte die Goldene für ihre Kraft - nicht jeder würde es schaffen, eine Herde wie die der BlueMountainMustangs zusammen zu halten trotz all der Differenzen im Kern des Verbandes. So lauschte der graue Andalusier auf die Worte, die sie an ihre Herde richtete. Nicht nur an die Herde, sondern auch an ihn. Sie ernannte ihn zum Helferhengst. Warum? Er hatte nichts getan, außer sie getröstet, als es an der Zeit war, sie zu trösten. Er hatte nichts getan, um ihren Respekt zu verdienen. Warum machte sie ihn zu einem Teil der Herde, wenn auch nur zu einem Geringrangigen? Er verstand ihre Beweggründe nicht. Doch wieso sollte er auch? Er musste nicht alles verstehen, um es anzunehmen. Doch war er bereit, den Rang anzunehmen? Vielleicht würde sich Donnerkeil ihm morgen öffnen, und dann würde er gehen. Und dann? Dann würde er eine Lücke in dem Leben dieser Herde hinterlassen. Sie würde zwar auch leicht wieder geschlossen werden, doch bis dahin würde dort ein Loch sein, wo eigentlich sein Name hingehörte.
Sie nahmen ihm seine Freiheit.
Erschrocken wäre er beinahe bereit, den Rang abzulehnen. Doch wie könnte er? Es war eine unglaubliche Ehre, von einer Stute wie Sunny einen Rang und damit ihr Vertrauen zu bekommen. Das machte diese Entscheidung nicht gerade einfacher. Er konnte es nicht tun. Diese Aufgabe, es war zwar etwas für den, den er darstellte, aber nicht für den, der er war. Sollte er weiter Michelangelo der Charmeur sein, den jeder mochte? Wie sollte er ein anderer sein? Seine Situation war verzwickt. So verzwickt, dass er nicht daraus entkommen würde. Und das hieß, dass er bleiben musste, dass er nicht gehen konnte, nicht zumindest den Rang zurückweisen konnte. Er war gefangen in seinem eigenen Netz aus Lügen, das er sich selbst gesponnen hatte. Seine Freunde hatten ihn immer davor gewarnt, so wie der Teil seiner Selbst, der noch rational denken konnte.
Jetzt war es zu spät. Es war zu spät.
Vielleicht sollte er einfach das Beste daraus machen.
Michelangelo atmete tief ein, sodass sich sein grau-weißer Rumpf aufblähte wie ein Luftballon, und stieß diese Luft langsam wieder aus. Die Gerüche der vielen verschiedenen Pferde lag in der Luft, und er kannte sie. Er kannte diese Pferde, mehr oder weniger gut. Sie waren seine Herde. Ein Schauer überlief ihn, jedoch wusste er nicht, ob er angenehm war oder unangenehm. Er wusste noch immer nicht, was er davon halten sollte. Dann blickte er sich um. Wo sollte er hingehen? Die dunklen Augen des Hengstes, die unter seinem dichten grauschwarzen Schopf blitzten, glitten über die Pferde. Sunny und Donnerkeil, auf deren Rücken der Rabe saß, New Moon und Sparkle, Castello und Filou, Mistletoe, Phoenix, die jetzt seinen Rang teilte, Jared, der nicht recht zur Herde gehörte, Phantom, der palominofarbene Gefährte der Leitstute, und die imposante Erscheinung der Braunen, die den Namen Kolett trug.
Aus einer Fügung heraus entschied Michelangelo sich, zu dieser zu gehen. Wenn er richtig verstanden hatte, war sie soeben zur obersten Kriegerin erhoben worden und bekleidete damit einen der höchsten Ränge in der Herde. Er sollte ihr gratulieren. Ein bisschen Smalltalk halten. Die Kunst der Konversation, die Fähigkeit des einfachen Wortes. War es nicht das, was er beherrschte wie andere Pferde die Geschwindigkeit oder die Kunst der Kriegslogik? Eigentlich war es immer sein wichtigster Charakterzug gewesen. Doch in den letzten Stunden, nach diesem wenig erfolgreichen Gespräch mit der Friesenstute, war diese Fähigkeit wohl verschütt gegangen. Er setzte ein charmantes Spanierlächeln auf und trat zu der Braunen.

"Hola, Kolett!", sein Gesicht war freundlich, seine Haltung edel, aber offen, seine Stimme ein tiefes Brummen. "Ich möchte dir zu deinem neuen Rang gratulieren. Es ist sicher eine große Ehre, ihn zu tragen."

{ allein xxx gedankenverloren xxx Sunnys Rede xxx innerer Konflikt xxx bei Kolett xxx gratuliert ihr }
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Fr März 30, 2012 6:58 pm

"Hell
Dunkel
Hell - um Gottes Willen was zum Teufel ist das?"


Tief und fest schlummerte Kolett vor sich hin. Es war ein ruhiger erholsamer Schlaf. Ihre Gedanken waren weit fort. Nicht mehr hier auf der Erde, sie hätte selbst nicht sagen können, wo sie überhaupt war. Es war alles so verschleiert. Sie gab ein tiefes Seufzen von sich. Da aus dem Schleier bildeten sich Umrisse, bis sie sich schließlich zu einer wundervollen Gestalt formten. Sie kniff die Augen zusamen, um besser erkennen zu können, ob sie dieses Pferd dort kannte. Es war zweifelllos ein Wesen mit Autorität Sie konnte sich seiner dunklen Aura und der damit verbunden Ausstrahlung kaum entziehen, wollte näher zu ihm treten, doch als sie versuchte aufzustehen, gaben ihre Beine unter ihrem Gewicht nach. Erbost schnaubte sie. Als sie wieder aufsah war direkt vor ihr das schwarze Gesicht, des anderen, sie nahm deutlich den herben geruch des Hengstes war, der ihr doch eigentlicht so vertraut war. Erschrocken blickte die Stute in die funkelnden schwarzen Augen, über die sich silberne Narben hinwegzogen. Sein ganzes Gesicht war voller Narben. Verblüfft starrte Kolett ihn an, wollte etwas sagen, doch er kam ihr zuvor, schnitt ihr noch das Wort ab, bevor sie anheben konnte. Wann war ihr das zum letzten Mal passiert?
"Ihr glaubt nur mich zu kennen, doch ihr wisst nicht wer ich bin. Der Teufel könnte neben euch schlafen und ihr würdet es nicht merken. Vermutlich würdet ihr nicht einmal mehr den Tod erkennen. Du solltest mich nicht enttäuschen Kolett, tu, was man dir aufgetragen und tu es gut, dann wird mein Schwert dich schonen!"

Verschwitzt schreckte Kolett aus dem Schlaf hoch. Verwirrt trat sie mit den Hufen um sich, ruderte kurz mit den Hinterläufen in der Luft, ehe das intensive Bild des Schwarzen sich vor ihrem Auge verflüchtigte und der Wind seinen Geruch zu davon trug. Mit geblähten Nüstern sah sich die Braune um. Nirgendwo war ein Pferd. Sofort war sie in Panik. Was war los? Wo waren die anderen, warum waren sie nicht mehr da? Als sie in den Himmel sah bemerkte sie erst, dass sie vermutlich sehr lange geschlafen hatte. Die Sonne stand schon fast an ihrem höchsten Punkt.
Allmählich gewöhnten sie die dunklen Augen an das helle Tageslicht und auch die Schemen ihrer Freunde konnte sie erblicken. Sie hatten sich um einen Hügel versammelt. Was hatte sie denn nun schon wieder verpasst?
oO(Kann man hier nicht einmal ein Schläfchen halten, ohne dass entweder die halbe Welt untergeht, oder eine Krisensitzung ohne meinen wertvollen und durchaus hilfreichen intelektuellen Rat einbrufen wird?)Oo
Brummelnd erhob sie sich, schüttelte sich den Staub aus dem dunkelbraunen Fell und trabte beschwingt hinüber zu den anderen. Sie vernahm gerade noch Sunnys letzte Worte. Ihre Ernennung zur obersten Kriegerin und die Aufnahme des merkwürdigen grauen Hengstes. Oder vielmehr die Aufforderung zu einem Gespräch oder soetwas in der Richtung.
Momentmal. Sie wurde zur obersten Kriegerin ernannt? Sie? Sie Kolett? Aufgeregt sah Kolett zu Phönix hinüber, doch die Gescheckte schien Sunnys Worte einfach so hinzunehmen. Noch. Kolett tänzelte vor Freude auf der Stell, nickte Sunny dankend zu. Dank und Versprechen zugleich. Ja, sie würde ihre Aufgabe gut machen ...
Wie ein Blitz durchzuckte es sie. "Mach deine Aufgabe gut und mein Schwert wird dich verschonen!" Der Rappe, rasend sah Kolett sich um. Sparkle hatte sie noch gar niht gesehen, wo war die hübsche, trächtige Heilerin nur? Ihre Freundin, mit der sie zwar wenig gemeinsam hatte, außer die Jugendliebe zu new Moon, aus der bei Sparkle ja jetzt was Festes geworden war, doch die Schimmelin war jemand, dem Kolett blind vertraute. Beinahe wie ein Schatten stand der stolze Rappe bei seienr Gefährtin. Kolett sah nur ihre weißen Beine, als sie New moon bei Sparkle stehen sah. Ein eisiger Schauer lief ihr über den Rücken, als der Wind drehte und der herbe Geruch des Leithengstes in ihre Nüstern wehte. Was hatte das alles zu bedeuten? War es nur ein wirrer Traum gewesen? Moon hatte keine Narben über dem Auge. Lediglich längst verheilte Wunden, die sich striemenhaft über seinen ganzen Körper verteilten, doch sein Kopf war wie immer fehlerlos. Doch irgendetwas an ihrem Traum ließ sie nciht zur Ruhe kommen. Konnte sie das einfach ignorieren? nein, beschloss sie. Sie musste mit Sparkle reden und zwar sofort. heiler hatten doch Erfahrung mit sowas wie höheren Mächten und Träumen oder?
Zwar hatte sie damals nach dem Kampf selbst als heilerin in der Herde ausgeholfen, doch Kolett hatte immer gespürt, dass es nicht ihre Bestimmung war anderen zu helfen, dies war allein Sparkles Part.

Aber noch bevor sie zu der Weißen hinübergehen konnte, vernahmen ihre Ohren die wohlvertraute Stimme von Michelangelo, der zu ihr herantrat. Sie würde ihr Gespräch also verschieben müssen. Kolett seuftzte ergeben.
Er gratulierte ihr zu ihrem Rang. Normalerweise wäre sie um ihn herumgesprungen, wie ein junges Pferd, doch ihr war nicht dannach. Was hatte das alles zu bedeuten? Würde Moon gegen sie ziehen? hatten sie einen verräter in den eigenen Reihen? Und warum Moon? Er wurde doch Vater! Kolett nahm den Spanier kaum war, ihre Gedanken waren ein einziges Chaos und wirbelten wild durcheinander. Doch sie musste mit ihm reden, damit er keinen Verdacht schöpfte, wenn es dafür mal nciht schon zu spät war. Seit wann zögerte sie solange für eine Antwort?

"Danke, Mic. Äh - du, sag mal ... hast du auch einen neuen Rang bekommen? Ich hab glaub ich etwas verschlafen!"

Etwas war gut. Sie hatte voll verschlafen. Zögerlich sah sie den Apfelschimmel an und blickte direkt in die freundlichen Augen. Doch sie konnte darin keine Zuflucht finden. Der Traum nagte an ihr. Was wenn da doch etwas Wahres dran war? Aber das durfte, nein das konnte nicht sein. Moon war kein Mörder. Zumindest nicht mehr. Oder ruhte seien Vergangenheit immer noch nicht? Ein weiterer Schauer ließ sie erzittern, während sie auf Michelangelos Antwort wartete.
Er musste bemerkt haben, dass sie etwas bedrückte.
Verzweifelt versuchte sich die Braune an einem verzogenen Lächeln. Doch es war kein echtes Kolett-Lächeln.



[schläft | Traum | wacht auf | verwirrt | Panik | geht zur Herde | denkt über Traum nach | neuer Rang | Sparkle&Moon| grübelt weiter | Angelo]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Mi Apr 04, 2012 10:03 am

the music of my heart reaches you every time - and everywhere



    Die Gedanken eines Einzelnen vermochten unerträglich ermüdend zu sein, unerträglich qualvoll und elend, als habe man das gesamte Elend der Welt in einzig diese Gedanken gebannt. Es glich einer Qual, einer grausamen Folter, der nichts Einhalt gebieten würde, sodass der Einzelne schlussendlich gottlos daran zugrunde gerichtet wurde. Sobald sich jedoch ein weiterer Geist daran beteiligte, sobald die Last verringert wurde, ließe sich neue Kraft schöpfen.

      ' Und so kehrt ein vereinsamter Sonnenstrahl in das Dunkel zurück. '


    Ein feines Lächeln, in welchem die milde Freude einer ganzen Welt zu ruhen schien, erhellte die zweifarbigen Gesichtszüge der Stute, als diese eine Regung der reinweißen Heilerin neben sich wahrnahm. Besorgt schnaubte sie leise, spielte unruhig mit den Ohren und doch vermochte Phoenix ihr nicht die Qual der Gedanken abzunehmen. Sofern die Weiße es nicht zuließ, wäre lediglich der schwarze Hengst dazu fähig, in die Gedanken seiner Gefährtin einzudringen und somit ihr Leid zu mindern. Sofern diese es tatsächlich zulassen würde. Sachte, als habe sie Sorge, dass eben jene sanfte Berührung unendliche Qualen auslöste, stupste die Gescheckte ihre Freundin an, als mit einem Mal ein vertrauter Schatten über sie fiel. New Moon.
    Aus sorgenvoll glänzenden Augen sah die aufgeweckte Scheckenstute auf, ein inbrünstiges Flehen darin enthalten, als könne einzig der Schwarze noch weitere Katastrophen aufhalten, de sich wohl in Sparkles Innerstem selbst abspielten. Mit leise gemurmelten Worten entfernte sie sich von Beiden, wollte ihnen die Zeit geben, die die Weiße wohl durchaus benötigt.

      » Mögen die Götter über euch wachen. «


    Kaum, dass sie sich abwendete, erklang die volltönende Stimme der Leitstute, sodass sich die besorgt seitwärts gerichteten Ohren der Scheckenstute abrupt wieder aufrichteten. Es schien beinahe, als zitterten sie angespannt, in freudiger Erwartung der Dinge, die dort harrten. Wenige Augenblicke später zuckte der hübsche Kopf der Stute erstaunt zurück, ihr Blick folgte dem Sunnys und verweilte auf dem großen Grauen. Ihre Augen glänzten, froh, endlich eine wohlmeinende Aufgabe zu erhalten und fröhlich stieß sie ein kräftiges Wiehern aus. Erfreut und in dem Drang, vorerst den Trübsal aus den eigenen Knochen zu vertreiben, tänzelte sie mit imposanter Knieaktion auf der Stelle, ehe sie sich mehrmals um sich selbst drehte. Schlussendlich tat sie ihrer überschwänglichen Freude mit Worten kund.

    Allerdings fiel der Blick der dunklen Seelenspiegel bereits wieder auf Sparkle und Sorge keimte erneut in Phoenix auf. Es stand ihr gewiss nicht zu, Enttäuschung zu verspüren, trotz alledem war sie es. Mochte Sparkle gewiss ihre Gründe haben, so sann die Gescheckte darüber nach, wie lange es wohl noch dauern würde, ehe sie das restlose Vertrauen der Mitglieder erhalten würde. Ihr Blick fiel auf Kolett, die sie ebenfalls ansah und Belustigung funkelte in Phoenix´ dunklen Augen.

      ' Ist sie doch noch aufgewacht, die Schlafmütze. '


    Doch etwas schien anders an der Braunen, deren Blick beinahe etwas Panisches besaß, als könne sie eine Wahrheit sehen, die niemandem sonst vertraut war. Dunkel schnaufte die Stute auf, schüttelte die Mähne und war gewillt, ihre Freundin aufzusuchen, als sich Michelangelo, ebenfalls Helferpferd der Herde, zu Kolett gesellte. Ein feines zufriedenes Lächeln glitt über Phoenix Züge. Zum Einen, weil sie um die Höflichkeit des Grauen wusste und dies somit ein wohl spannender Kontrast zu Kolett recht freiem Mundwerk bildete. Zum Anderen jedoch auch, weil sie sich an die heimliche Bewunderung der Braunen an den Grauen erinnerte. Womöglich war die Zeit nun reifer geworden. Trotzdem, auch hier verspürte die Gescheckte einen Anflug von Wehmut und Enttäuschung. Somit senkte sie stillschweigend den Kopf, begann lustlos zu grasen und beschloss, Sunny später nochmals zu danken, sofern diese dann nicht vollkommen genervt wäre.

      » Früher war alles so viel Einfacher «


    stieß sie leise seufzend aus, ehe sie still in das Gras lächelte. Dafür war das Leben jedoch auch wieder spannender geworden, sodass dem wieder eine positive Seite abzugewinnen war. Trotzdem, Phoenix sorgte sich, zum Einen, da Sparkle offenbar etwas beschäftigte, was sie geheim zu halten suchte und dementsprechend von keiner gutartigen Natur sein konnte, zum Anderen um Kolett, schien diese ebenso besorgt. Unruhig schlug der Schweif der Stute, fragte sie sich, ob dies womöglich der Beginn einer Herdendepression sein konnte. Kopfschlagend verneinte sie dies, es lag gewiss an den Höhlen, denen sie näher kamen. Somit würde das eventuell vergehen, beschloss sie, wenn wieder ein wenig Freude in die Herde kam. In Anbetracht der beiden trächtigen Stuten durfte dies obwohl nicht mehr allzu lange dauern. Einen anderen Gedanken ließ Phoenix gar nicht erst zu.




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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Do Apr 05, 2012 8:16 am

Phantom war in Gedanken versunken gewesen. Guten Gedanken. Richtigen Gedanken. Oder doch versunken in die falschen? Wer konnte schon sagen, was der Morgen bringen würde, wenn man selbst nicht mal wusste, wie das Leben in der nächsten Sekunde aussah? Das Leben war ein Rätsel, welches es zu lösen galt. Viele Pferde schafften dieses Rätsel nicht, fanden nicht des Rätsels Lösung. Und Phantom? Würde er sie finden? Der Hengst schlug unwillig mit dem Kopf. Momentan glaubte er nicht daran, er wusste nicht mal, wie er das Rätsel angehen sollte und musste, um nur in die Nähe der Lösung zu gelangen. Es war zum Verrücktwerden und diese Tatsache belastete ihn stark, quälte ihn durch die Nacht hindurch und ließ ihn als Versager da stehen. Phantom, der schwache Versager. Wie ein Kloß saß diese Tatsache in seinem Hals fest und er schluckte angestrengt, bekam aber keine Befreiung. Er hatte versagt, auf allen Linien. So würde er nie die Lösung für die Probleme finden und auch nie das Leben bewältigen. Oh, du schwacher Hengst...

Natürlich hörte er Sunnys Worte. Er lauschte ihnen angestrengt, hörte ihre liebliche Stimme. Die Stimme, die er so vergötterte, die ihn am Leben hielt. Oh, du schöne Sünde! Phantom wollte sie nicht verlieren, niemals. Unter keinen Umständen, würde er sie ohne zu kämpfen gehen lassen, nicht noch einmal eine Stute ohne Kampf verlieren, nein! Die Stimme schrie laut in seinem Kopf herum, warf sich hin und her, quälte ihn, belagerte sein Umfeld. Nie! Nie ließ er sie gehen! Bitte... er konnte doch nicht, er brauchte sie doch! Der goldene Hengst hob traurig, doch zugleich trotzig den Blick und richtete ihn auf seine Gefährtin. Eine Entscheidung musste er, etwas, was ihn und somit auch Sunny, von der Last befreite und sie endlich wieder zusammen kommen ließ. Es waren wenige, einfache Worte, die er tat, aber es hatte etwas von Würde und Stolz, von einer gewissen Intelligenz.

"Seht es mir nach, ich werde den Posten des Beraters ablegen. Wenn auch nur für eine gewisse Zeit, doch ich weiß nun, um was es sich zu kämpfen lohnt."

Vielleicht nicht mehr Berater, nein. Aber doch ganz der ihre. Das war der Knackpunkt, er konnte nicht alles zugleich sein, wenn die Gedanken in seinem Kopf schrien. Er musste kämpfen, er würde kämpfen. Jetzt und hier, für seine Gefährtin, um seine Gefährtin. Sie war die Lösung des Rätsels, der richtige Weg aus dem Labyrinth. Die Erkenntnis traf Phantom mitten ins Herz und er hob ein weiteres Mal den Blick, blickte in ihre wundervollen Augen und nickte sanft, ganz leise. Aber sie würde verstehen.


[kämpft]
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Filou
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Do Apr 05, 2012 1:27 pm

[tr][/td]
Filou stand noch immer bei Castello, bei ihrem Castello. Die Veränderung, die er in den letzten Stunden durchlaufen hatte, war überraschend gewesen, auch für die elegante braune Stute. Sie wusste ja, dass ihr Gefährte seine alten Freunde vermisst hatte - aber nie hätte sie zu glauben gewagt, dass er sie so sehr brauchte. Und doch war es so, dass Castello ein anderer Hengst war, seit er wieder bei New Moon war. Sie wusste nicht, ob es sie freuen oder beunruhigen sollte. Sie wollte nicht eifersüchtig sein, aber noch nie hatte sie mit einem anderen Pferd um die Aufmerksamkeit des Rotbraunen buhlen müssen. Und dennoch war der Zeitpunkt jetzt gekommen, dass er sich an New Moon hielt und nicht an sie. Aber sie ließ es ihn tun - sie wusste, dass er es brauchte. Und sie würde vermutlich das Gleiche machen. Außerdem wusste sie, dass er sie liebte, und nur sie. Also würde sie niemals darum fürchten müssen, ihn zu verlieren.
Aus den Gedanken gerissen, zuckte Filou zusammen, als Sunny zu sprechen begann. Sie war nicht darauf vorbereitet gewesen, die Stimme der Leitstute zu hören, hatte sie nicht den Hügel erklimmen sehen. Nur deswegen war sie so erschrocken gewesen. Verdammte Gedankenzüge, die einen vom Leben abhalten., dachte Lou, jedoch ohne größere Bitterkeit. Sie lauschte den Worten der Stute. Zum ersten Mal gab es noch jemanden, der ihr etwas befehlen konnte. Bis jetzt hatte sie in der Rangordnung niemals unter jemandem gestanden. Zuerst war sie allein gewesen, so viele Jahre. Und dann hatte es ihre Herde gegeben, die GrandCanyonMustangs. Und diese hatte sie geführt, nicht irgendwer anders. Natürlich, Cas war Leithengst gewesen. Aber trotzdem war es ihr Wille, der gezählt hatte. Konnte sie das aushalten - sich immer wieder zu unterwerfen? Denn genau das wurde doch von ihr als Mitglied dieser Herde erwartet.
Die schöne Mustangstute schluckte hart und blickte zu ihrem Gefährten, der neben ihr stand. New Moon war zu seiner Gefährtin, der schönen Sparkle, gegangen. So hatte sie den großen Rotbraunen für sich allein. Sie drückte sich leicht an ihn und prustete ihm sanft in die Mähne, an die Stelle, wo sie das Tattoo wusste. "Ich weiß nicht, ob das richtig ist.", murmelte sie. Nur zu Castello würde sie so ehrlich sein. "Ich bin es nicht gewohnt, am unteren Ende der Rangordnung zu stehen. Das hier ist nicht mein Leben. Ich glaube, ich habe Angst." Ihre Stimme war ruhig und beherrscht, und doch lagen all die Zweifel und Sorgen, die die Stute bedrückten, darin.

{ bei Castello | Gedanken | Sunnys Worte | unruhig | erzählt Cas von Sorgen }
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Sparkle
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Do Apr 05, 2012 7:27 pm

Sparkles Gesicht wurde ein wenig von einem Lächeln erhellt, als sie New Moon auf sich zukommen sah. Der große Krieger mit dem glänzenden nachtschwarzen Fell war das, was sie damals bewegt hatte, zu bleiben, nicht Schattenpfeils Ruf zu folgen. Manchmal fragte sie sich, was geschehen wäre, wenn sie gegangen wäre. Was wäre aus New Moon geworden? Sie würde es nie erfahren, und vermutlich war es besser so. Denn so konnte sie sich jetzt an den sehnigen Körper des Hengstes schmiegen und den sanften Druck seiner Nüstern an ihren leicht erwidern. Tief sog sie den würzigen Duft ihres Gefährten in ihre Lungen und genoss für den Moment einfach nur die Zweisamkeit, bevor sie Wohl über Übel auf seine Frage antworten musste. Doch was sollte sie ihm sagen? Dass sie sich Sorgen machte, weil sie Schmerzen hatte, wieder und wieder? Moon würde sie sofort in Watte packen, und das Gefühl hasste sie mehr als alles andere. Doch sie konnte ihn nicht anlügen. Nicht, dass sie schlecht im Lügen gewesen wäre. Nur das schlechte Gewissen war derzeit nicht gerade hilfreich.

"Jetzt, wo du bei mir bist, ist es schon wieder besser, my Love.", sagte Sparkle leise mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen. Sie schmiegte ihr Gesicht an den Hals des Rappen und achtete nicht weiter auf die Worte Sunnys, obwohl sie eigentlich zuhören sollte. Doch am Besten dachte sie jetzt einfach gar nichts. Es tat gut, einfach nur dazustehen und sich sicher zu fühlen, wieder an New Moons Seite. Für ihre Verhältnisse hatten sie lange keine wirkliche Zweisamkeit gehabt - zuerst hatte sie sich mit Phoenix unterhalten, mit der sie sich sehr gut verstand, dann waren Castello und Filou angekommen und Moon hatte verständlicherweise nur noch Zeit für seinen engsten Jugendfreund gehabt. Zum Glück waren sie ein Paar, wo sich der Eine für den Anderen freute und jeder dem Anderen alles gönnte, was sie taten. Auch wenn es nichts mit dem Partner zu tun hatte.
Einige Wortfetzen von Sunnys Rede erreichten Sparkles Bewusstsein aber doch. Kolett war ab jetzt oberste Kriegerin. Die Stute, die schon zu Fohlenzeiten eine Freundin gewesen war, hatte es sich redlich verdient, fand die Heilerin. Kolett war eine Stute, die hart für Respekt und Vertrauen arbeitete. Jetzt hatte sie, was sie hatte haben wollen: einen festen Platz in der Welt, in der Herde. Sparkle musste schmunzeln bei diesen Gedanken, fand aber nicht die Lust, sich von New Moon zu lösen, um der Freundin zu gratulieren. Dann redete die schöne Palominostute, die Sparkle ebenfalls eine Verbündete geworden war, mit Phantom und Donner, den Beratern der Herde. Die Schimmelstute spitzte ein wenig die Ohren - sie fragte, ob die Berater wirklich Berater bleiben wollten. Eigentlich eine komische Frage; wer wollte seinen Rang schon nicht behalten? Phantom anscheinend nicht, wie sich nur Sekunden später herausstellte. Er meinte, er sei nicht mehr in der Lage, dem Rang gerecht zu werden. Armer Toom, er schien ziemlich viel durchgemacht zu haben. Donnerkeil dagegen blieb ihrem Rang treu. Sparkle hätte beinahe stolz wie eine Mutter gelächelt. Sie wusste, dass die Stute, die sie nie sehr gemocht, aber immer respektiert hatte, nicht verloren war.

{ bei New Moon | Gedanken xx antwortet xx geniesst xx lauscht }
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   So Apr 08, 2012 1:44 pm

Kolett schien irgendwas zu bedrücken. Michelangelo wurde sofort ein wenig besorgt, doch - wieso? Es könnte ihm egal sein. Er war keines dieser Pferde, das sich um andere sorgte, auch wenn es manchmal so aussah. Wieder stiegen die Zweifel und Bedenken in ihm auf. Diese Herde begann, ihm am Herzen zu liegen. Verdammt. Sein Herz krampfte sich zusammen, als er die Worte des alten heilers hörte. "Die, die du liebst, werden vergehen und die, die in deinem Herzen sind, werden darin ersticken. Du wirst nie wieder lieben, nie wieder das Wort Familie benutzen dürfen. Du bist es nicht würdig, Teil unserer Rasse zu sein. Gehe, und bleibe ein Einzelgänger. Erst in deinem Tod wird der Fluch ein Ende finden." Er war zu ewigem Alleinsein verflucht. Und das, weil er eine Stute geliebt hatte, die bei dem Versuch, sein Fohlen zu gebären, gestorben war. Die Erinnerungen schnürten ihm die Kehle zu, in der Panik aufstieg. Äußerlich wirkte er aber noch immer ruhig. Seine Augen brannten sich für einen Moment in die der Braunen. Dann antwortete er ihrer Frage.

"Ja, Kolett, mir war ein Rang angedacht. Doch da muss ein Fehler vorliegen. Sag Sunny, es tut mir leid. Und sag Donnerkeil, dass sie ihr Leben nicht verdient hat, weil sie viel besser ist, als sie glaubt." Der große Spanier neigte den Kopf, atmete tief durch. Dann wandte er sich ab. Wandte sich hangabwärts. Was tat er da? Er selbst wusste es nicht so ganz. Aber es fühlte sich richtig an. Er tat, was richtig war, und das wusste er. Nur so konnte er die Herde beschützen. Donner beschützen. Er schluckte, schluckte die Trauer hinunter. Und ging. Einen Schritt, dann noch einen, noch einen. Wurde schneller, langsam aber sicher. Nun fiel er in einen Trab, der immer schneller wurde, bis er anfing zu galoppieren. Er kam ein wenig auf dem Hang ins Rutschen, fing sich aber gut ab, da er in einem solchen Gelände quasi aufgewachsen war. Seine Bewegungen waren elegant und sicher, wie sie es vor Tagen gewesen waren, als er hier angekommen war. Eigentlich wollte er nicht gehen. Er wollte Sunny ein treues Mitglied sein, ein guter Helfer. Er wollte Donnerkeil zeigen, dass das Leben lebenswert war. Er wollte die Fohlen auf die Welt komen sehen und vielleicht in Kolett eine Liebe finden. Oder in Donnerkeil. Aber er konnte nicht. Er durfte nicht. Es wäre ihr Verderben. Nur deswegen ging er.
Und doch ging er, ohne einen Grund zu haben.
Für immer.
Wortlos.

{ Kolett | Erinnerung xxx Antwort xxx geht | rausgeplayt }
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Fr Apr 13, 2012 9:26 am

Er war sehr einsam gewesen, den ganzen Morgen lang. Natürlich war er das.
Jared seufzte. Was sollten die anderen Pferde auch von ihm wollen? Sie kannten ihn nicht, er kannte sie nicht - auch wenn er seit Tagen mit ihnen umherwanderte, waren sie einander so fremd, als wären sie einander heute erst begegnet und würden einander mit scheuem, misstrauischen Blick mustern.
Dann rief Sunny, die Leitstute, die Herde zusammen. Jared ging einige Schritte näher zum Rest der BlueMountainMustangs, hielt sich aber weiterhin abseits. Während die Palominostute sprach, musterte er die einzelnen Pferde, und erneut wurde ihm schmerzlich bewusst, dass jedes von ihnen eine Vergangenheit hatte. Nur er nicht. Eine Schlucht, die sie trennte. Er wachte Morgen für Morgen auf und war allein. Er wusste nicht, ob einst eine Stute an seiner Seite geschlafen hatte, wusste nicht, ob er einst sel bst zu einer Herde gehört hatte... er wusste nur, was jetzt war: Einsamkeit.

Plötzlich kam Sunny auf ihn zu sprechen. J zuckte zusammen und blickte zu der Leitstute hoch. Er musste sich also entscheiden. Wie wohl ihm dabei plötzlich war. Ja, endlich etwas anderes als dem sinnlosen Folgen der Herde. Er straffte die Schultern und nickte Sunny zu. Ja, er würde mit ihr reden! Würde sich endlich selbst überwinden, und den Feigling in sich, der er gar nicht sein wollte!

Er trottete zu Sunny, die zuerst noch mit anderen Pferden sprach. Er reihte sich bei ihnen ein, ohne lange nachzudenken. Es war Zeit, dass Jared zeigte, dass er da war!
Endlich waren die anderen Pferde mit ihren Angelegenheiten fertig, und Jared trat zu Sunn vor.

"Ihr habt recht! Es ist Zeit, mit Euch zu reden! Zeit, die Wahrheit zu offenbaren! Ich weiß nicht, ob ich Jared bin. Ich weiß überhaupt nicht, wer ich bin, denn ich habe meine Erinnerung verloren!"


[abseits der Herde xx denkt xx einsam xxx bei Sunny xx spricht xx entschlossen]
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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Fr Apr 13, 2012 10:06 am

    Sunny sah, wie zuerst Donnerkeil auf sie zukam. Das erfreute sie, zeigte es doch, dass die Rappstute ihr immerhin zugehört hatte... zugegebenermaßen war das nämlich nicht immer in letzter Zeit der Fall gewesen.
    Ihr Worte überraschten Sunny genauso, wie sie sie erfreuten. Sie nickte.

    "Gut. So soll es sein! Ich habe dir und Toom diese Entscheidung nicht umsonst selbst überlassen, Donnerkeil. Ich hätte euch auch so absetzen können. Aber das tat ich nicht. Ich glaube an euch. Ich will, dass ihr euch selbst einschätzt. Deine Worte sind mir sehr viel wert, Don. Und deine Entscheidung freut mich! Du wirst weiterhin die Beraterin der BlueMountainMustangs sein!"

    Sun lächelte und nickte der Stute zu, bevor sie sich zu Phantom umwandte. Er verkündete, dass er seinen Rang ablegen wollte. Kurz durchzuckte die alte Enttäuschung sie, dann aber wurde ihr erst bewusst, dass es kein Abschied, kein Aufgeben war. Phantom wusste, was er tat und warum. Sie spürte seine Liebe und lächelte.

    "Toom", flüsterte sie und trottete zu ihm hin. "Toom, ich liebe dich! Und ich weiß, dass nun alles gut wird!"

    Ihre Worte waren kitschig, doch sie waren das, was Sun empfand. Ein Happy End, auch wenn es noch lang nicht so weit war. Sie pustete ihrem Gefährten sanft durch die Mähne.

    "Dann sollst du zunächst ein einfaches Mitglied sein, wenn du das willst. Oder willst du lieber Verteidiger sein oder Späher? Was immer es ist, wenn du bereit für einen neuen Rang bist, dann sag es mir..."

    Sie prustete erneut durch Tooms Mähne und drückte sich sanft an ihn. Die Ewigkeit hätte sie so verbringen können, einfach nur sie und Toom und das Fohlen in ihrem Bauch, bis ihr auffiel, dass ein weiteres Pferd auf sie wartete. Jared.
    Sie ließ seufzend von Phantom ab und trottete zu dem Hellgrauen. Immerhin hatte sie versprochen, dass er mit ihr sprechen konnte.
    Er fing auch sofort an und seine Worte verwirrten Sunny, sodass die Palominostute erstmal sprachlos war, bevor sie nach einer Zeit des Schweigens verblüfft erwiederte:

    "Du weißt überhaupt nicht, wer du bist?!"

    "Ja, es ist alles weg... Ich nannte mich Jared, weil es der einzige Name ist, der in meinem Kopf rumgeisterte..."
    "Aber... wann ist es passiert? Du sagtest doch, dass du aus deiner Herde verbannt wurdest, weil..."
    "Eine Lüge... ich wollte noch nicht mit der Wahrheit rausrücken... in Wirklichkeit bin ich fünf Tage vor unserem Aufeinandertreffen verwundet und ohne jede Erinnerung mitten in der Prärie aufgewacht. Ich dachte, vielleicht weiß hier jemand etwas über mich... aber das bezweifle ich, sonst hätte derjenige schon was gesagt..."
    "Das glaube ich auch... eine seltsame Geschichte, Jared! Was willst du nun tun?"


    Jared zuckte mit den Schultern und Sunny seufzte. Was sollte sie davon halten? Was sollte sie tun? Ihr tat dieser Jared - oder wer immer er war - leid, aber er musste die Entscheidung treffen, was er nun machen wollte! Entweder suchte er weiter nach seiner Vergangenheit odr er nahm sein Schicksal an und blieb bei der Herde.


    "Ich will bei den BlueMountainMustangs bleiben!", sagte der Hengst nun ganz plötzlich und Sun blickte auf. Sie sah ihm fest in die Augen, und Jared blickte ohne zu blinzeln zurück. "Ich habe mich lang genug wie ein Feigling versteckt und in Selbstmitleid gesuhlt! Ich will endlich wieder leben! Und es wird hilfreicher sein, mit anderen Pferden weiterzuziehen als alleine ohne Plan umher zu streifen! Vielleicht finde ich eines Tages ja tatsächlich raus, wer ich bin! Doch bis dahin will ich eine Familie haben - Freunde, an die ich mich erinnere, wenn ich morgens aufwache!" Jared beendete seine Rede und Sunny blickte ihn lange an. Schließlich lächelte sie.

    "Gut - dann wollen wir es versuchen! Willkommen in der Herde."


[Donnerkeil xxx Toom xxx Jared]

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BeitragThema: Re: 6. Kapitel: Ein besserer Sommer?   Sa Apr 14, 2012 10:01 am

ENDE KAPITEL 6

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