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 7. Kapitel: Lessies Rückkehr

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Sunny
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BeitragThema: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Sa Apr 14, 2012 10:23 am

7. KAPITEL: LESSIES RÜCKKEHR

Zusammenfassung Kapitel 6:
Nach der folgeschweren Begegnung mit der Herde der Nacht gelang es den BlueMountainMustangs, sich endlich wieder ein bisschen zu erholen. Langsam und gezeichnet von der schweren Zeit begannen sie wieder zu leben.
Während es manchen Pferde wie Donnerkeil und Phantom schwerfiel, wieder ein "normales" Leben zu führen, waren andere bald wieder glücklich, lachten und machten die alten Späße.
Suny beschloss, die Herde für den Winter zurück in die Berge zu der Höhle zu führen, wo im letzten Jahr Lessie starb. Die BlueMountainMustangs müssen dafür wieder die trockene Prärie durchqueren. Dabei stoßen sie auf andere Pferde, die sich ihnen bald anschließen. Als sie in einem kleinen Waldstück Rast machen, treffen sie auch noch auf Castello und Filou, die sich ihnen ebenfalls anschließen - sehr zur Freude New Moons, der Castello aus alten Zeiten kennt.
Michelangelo, eines der Pferde, welches sie in der Prärie kennenlernten, verließ die Herde schon nach so kurzer Zeit. Die BlueMountainMustangs jedoch waren nun bereit für das letzte Stück ihrer Reise zur Höhle.

Was dieses Kapitel passieren soll:
Geplant ist erstmal nur das Aufeinandertreffen mit Lessie, die im Höhlensystem überlebt hat. Außerdem können nun Soraia und Colors Jean einsteigen und zur Herde stoßen. Und natürlich die Geburt der Fohlen.

WICHTIG
> seit Kapitel 6 sind ca. 5, 6 Tage vergangen // es ist Abend
> frischer Wind // 18°C
> die Herde ist gerade an der Höhle angekommen
> die Pferde hatten wieder eine lange Wanderung und sind erschöpft

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Sparkle
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Sa Apr 14, 2012 8:06 pm

Schmerz.
Sparkle schwitzte am ganzen Körper, wie schon die letzten Stunden, in denen sie sich so gut wie möglich bei den anderen gehalten hatte. Sie hatte mitgehalten, so gerade eben, doch der Schmerz in ihrem Körper war nicht zu leugnen, anders als in den letzten Tagen. Doch es war zu früh. Viel zu früh. Schwer atmend erreichte Sparkle den Eingang zu dem Höhlensystem. Darin hatte sie eine gute Freundin verloren, aber auch ihrem Gefährten von ihrer Trächtigkeit erzählt. Sie hatten Dreamer gefunden ... und wieder kam dieser Schmerz. Es hatte keinen Sinn mehr, es zu leugnen. Ihre Beine gaben unter ihr nach, schwerfällig sank sie auf den Boden, konnte sich nicht dagegen wehren. Ihre Augen blickten ins Leere. Sie zwang sich, sich zu konzentrieren, an ihr Wissen über Geburten zu erinnern ... immer wieder trieben die Gedanken der weißen Stute ab.
Dann erinnerte Sparkle sich endlich, nachdem sie fast eine Minute auf der Seite gelegen hatte, bis auf das Zittern und Beben ihrer Muskeln bewegungslos. "Atmen. Ruhig atmen. Tief atmen.", sagte sie zu sich selbst, und versuchte, dem standzuhalten, dem zu folgen. "Wenn der Schmerz kommt, pressen." Sie hätte so gern Hilfe gehabt, eine Heilerin oder einen Heiler an ihrer Seite. Zumindest New Moon. Aber es ging so schnell, und er war nicht in ihrem Blickfeld und sie fand keine Kraft, ihn zu rufen. Obwohl ... noch, bevor sie selbst wusste, wie der Gedanke enden könnte, überrollte sie eine neue Welle des Schmerzes. Sie kämpfte dagegen an, mit aller Kraft, und versuchte, die Geburt einzuleiten.

Von dem Augenblick an dauerte es nicht mehr so lange. Blut triefte aus ihr heraus und sickerte fast sofort in den erdigen Boden. Dann kam Stück für Stück das zum Vorschein, was Sparkle am Leben gehalten hatte. ein kleines, schwarzes, klatschnasses Bündel. Die weiße Stute selbst war überrascht davon, wie schnell es letzten Endes ging - das war unnormal bei der ersten Geburt. Jetzt aber drifteten ihre Gedanken schon wieder ab, nicht, wegen irgendwelchen Schmerzen. Schwärze lullte sie ein, während sie schwerfällig nach Luft schnappte und versuchte, nicht in die Bewusstlosigkeit zu fallen. Sie wusste, was folgen würde. Aber sie wollte es nicht wahrhaben. Sie konnte nicht. Sie konnte nicht gehen ... langsam schwanden ihre Sinne und nur das schwache Klopfen ihres erschöpften Herzens zeugte noch davon, dass sie am Leben war.

{ ALLEIN | Schmerz xxx Geburt xxx Bewusstlosigkeit }
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Kolett
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   So Apr 15, 2012 4:12 pm

>Geboren um zu Leben<

Schritt für Schritt lief die braune Stute hinter der Herde her. Nun hatte sie endlich einen festen Platz in dieser. Sie hatte wieder eine Heimat, endlich, nach so langer Zeit, die oft genug von Schrecken, Angst und Tod durchzogen worden war. Nicht zuletzt durch das einwirken der Herde der Nacht. Nein, wohl hatte sie sich dort nie gefühlt, zwar hatte sie einige Freund egefunden, doch ihre beste Freundin, hatte im Kampf gegen Sparkle und letztendlich New Moon versagt und war wortlos geflohen. Kolett hatte lange Zeit nicht mehr über ihre Vergangenheit nachgedacht, die ihr selbst eigentlich sehr unbehaglich war. Es war keien schöne Geschichte, doch wenn sie sich hier so umsah, fragte sie sich, welches dieser Pferde wohl eine schöne Vergangenheit hatte. Die meisten sahen nciht danach aus.
Ihr blick fiel auf den weißen Hengst, der nun doch mit ihnen zog. Jared, war sein Name. In einem einzigen gespräch hatte sie versucht ihn aus der Reserve zu locken und war gescheitert. Kolett verkraftete soetwa snur schwer,, normalerweise brachte sie jeden udn alles zum Reden, doch bei diesem Hengst hatte sie das Gefühl gehabt, gegen eien Wand anzureden und Selbstgespräche zu führen. Kopfschüttelnd wandte sie den Blick wieder ab und er fiel auf etwas anderes weißes.

Weißes fell, dass von Schweiß durchtränkt war. Sparkle war die erschöpfung und der zunehmende Kraftmangel deutlich anzusehen. Kolett überkam Mitgefühl für die Weiße, die eine gute Freundin geworden war. jetzt wo keine Eifersucht mehr zwischen ihnen stand, weil sie beide wussten, wem das Herz des großen schwarzen Leithengstes gehörte. Kolett hatte dies mit Bedauern hingenommen, hatte begriffen, dass sie es hinnehmen musste. Doch New Moon blieb für sie der beste Kumpel, den sie haben konnte, auch wenn der Gedanke an ihn zugleich den unheilvollen gedanken an den Traum mit sich brachte, der sie vor einigen Wochen heimgesucht hatte.
Ehe sie weiter grübeln konnte, gaben Sparkles Beine nach. Einfach so sackte die Schimmelstute ein und legte sich auf die Seite. Ihr Atem ging flach. Geschockt blieb Kolett stehen, ihre Freundin stand kurz vor de rGeburt. Das erste Fohlen der Herde der Bluemountains. Sofort war die Braune bei der Weißen, prustete ihr beruhigend in die am Körper klebende Mähne.

"Du schaffst das Sparkle. Ich bin bei dir. Und Moon ist es auch. Keine Angst, dass wird schon..."


Sie drückte ihre Nüstern gegen den nassen Hals, versuchte die Stute irgendwie zu beruhigen und dann ging alles so schnell. Kolett redete imemr wieder beruhigend auf Sparkle ein, doch die schien sie kaum wahrzunehmen. Sie waren nur zu zweit, der Rest der Herde war in weite Ferne gerückt.
Und dann war es da. Das rabenschwarze Fohlen, mit dem dunklen Haarkleid seines Vaters, dem Geschlcht seiner Mutter udn wahrschinlich einem ebenso stolzen, edlen, temperamentvollen, wie gutmütigen, gerechten und freundlichen Wesen.
Entzückt sah Kolett das Neugeborene an, doch dann merkte sie wie Sparkle unter ihrer Nase wegglitt.

"Nein! Sparkle! Bleib da, komm schon Mädchen! Du bist jetzt Mutter. Du musst bei deinem Kind bleiben! Bitte, Sparkle!"

Panisch stupste die Kriegerin ihre Freundin immer wieder an, doch das langsame Atmen der Schimmelin war die einzigste Regung, die durch ihren Körper ging. Mit angsterfüllten Augen sah Kolett SParkle an. Sie durfte jetzt nciht aufgeben. Diesen Kampf mussten sie gewinnen. Koste es, was es wolle. Für das Fohlen.
Unheilvoll erschauderte Kolett, als sie an die Worte dachte, die der Heiler Sparkle im letzten Sommer überbracht hatte. Dass sie sterben musste. in eienr ruhigen Minute hatte Sparkle erst ihr und Moon, dann dem Rest der Herde davon berichtet. Würde diese Prophezeihung war werden müssen?

"Bitte, tu es für uns. Tu es für ihn. Kämpf weiter Sparkle. Es ist noch nciht vorbei. Nicht jetzt!"



[beobachtet Herde | Jared | Sparkle | Geburt]
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Sunny
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mo Apr 16, 2012 5:59 pm

    Sunny blickte lange in das dunkle Loch, den Eingang der Höhle. Sie atmete schwer, und der Schmerz war allgegenwärtig. Doch sie hatte es geschafft. Sie alle hatten es geschafft. Sie waren am Ziel.
    Eine Schmerzwelle durchzuckte Suns Körper, so plötzlich und durchdringend, dass es der Stute beinahe den Atem raubte. Ihr war schlecht, und sie fühlte, dass es fast soweit war... dass sie gleich ihr Fohlen gebären würde...

    Wie auf Kommando sah sie aus den Augenwinkeln, wie Sparkle schmerzerfüllt zusammenbrach. Sunny wiehrte auf, im nächsten Moment war schon Kolett an der Seite der Schimmelstute... Sun wich einige Schritte zurück, ihr war noch schwindeliger als zuvor und die Schmerzen wuchsen ins Unerträgliche... doch starr und schweigend beobachtete sie, wie Sparkle ihr Fohlen gebar... und wie sie ohnmächtig wurde...

    Sunny taumelte schmerztrunken zu Phantom und drückte sich an ihn. Sie brauchte seine Nähe, denn diese Schmerzen wurden immer stärker und stärker und stärker...

    "Ahh!", brachte Sun einen erstickten Schrei aus, und sie taumelte rückwärts, während sie Toom fest ansah. "Gleich... gleich ist es soweit... gleich ist unser Fohlen da... Bei den Göttern, Toom, gleich bist du Vater..."

    Jedes Wort war Schmerz, alles was sie fühlte war Schmerz, er durchdrang sämtliche Glieder. Schwer atmend ließ sich Sunny nieder, furchtbar zitternd vor Angst und Schmerzen. Sie dachte an ihre Herde und plötzlich wollte sie allein sein, wollte nicht, dass die BlueMountainMustangs sie so sahen, auch wenn es der Auftakt zur glücklichsten Stunde ihres Lebens war...
    Sunny stöhnte, der Schmerz erreichte eine neue Dimension - war das überhaupt möglich - und dennoch versuchte die Palominostute, sich wieder auf die Beine zu kämpfen und ins Innere der Höhle zu stolpern...
    Die nächste Wehe kam und ganz automatisch fing Suny an zu pressen, halb stehend, halb liegend. Sie schrie und plötzlich war nur noch sie da, alle anderen verschwanden, da waren nur noch Sunny und der schreckliche Schmerz...
    Sie halluzinierte. Bilder wirbelten um sie herum... Momala, Lessie, Phantom... New Moon, Sparkle, Wildfire, Phantom... Donner, Kolett, Aklar, Phantom...
    Und dann war es vorbei. Es war, als würde Sunny aus einem Meer auftauchen und an der Wasseroberfläche angekommen, schnappte sie nach Luft. Die Schmerzen verklangen allmählich, ein dumpfes Pochen blieb in ihrem Leib zurück und eine seltsame Steifheit in ihren Gliedern.
    Nun jedoch lächelte die Palominostute und ihr Blick fuhr zu Phantom und dann zu ihrem Fohlen.
    Es war ein Palomino wie seine Eltern, nur etwas dunkler. Es lag da, mit geschlossenen Augen, glitschig und blutig... und rührt sich nicht.
    Sunnys Herz schlug ihr bis zum Hals und sie drehte sich vollends zu ihrem Fohlen um. Vorsichtig stupste sie es an, leckte ihm den Schleim von Nase und Mund, damit es besser atmen konnte.
    Doch es atmete nicht.

    "Nein...", hauchte Sun mit rauher Stimme, heiser vom vielen Schreien zuvor. "Nein... das kann nicht sein... mein Fohlen... nein... Du bist nicht tot! Du kannst nicht tot sein!"

    Verständnislos und verzweifelt lag die Stute da und starrte auf das leblose Fellbündel vor sich. Die Wahrheit drang nicht wirklich zu ihr durch, sie wollte es nicht wahrhaben. Und doch, irgendwo in ihrem Unterbewusstsein rief ihr der Verstand zu, dass es stimmte.

    Sunnys Fohlen war tot.


[Herde X vor der Höhle xxx Schmerzen/Erschöpfung X Sparkle Geburt X Toom X Angst X Geburt X Entsetzen]

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Horizon
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mo Apr 16, 2012 7:22 pm

Das Rauschen. Das ihr so gewohnte Rauschen des Blutes. Der Klang des Lebens um sie herum. Der Klang absoluter Sicherheit. Hier konnte sie so vollkommen entspannt sein. Nichts konnte sie erreichen. Nichts konnte ihr schaden, denn sie war in Sicherheit. Hier drinnen, in ihrer Mama. Und doch war etwas anders. Das kleine Filly konnte nicht sagen was genau anders war. Aber etwas war anders. Sie fühlte es. Sie fühlte auch die Aufregung ihrer Mama. Stimmte etwas nicht? Dann wurde es aufeinmal ganz eng und sie wurde irgendwo hin gedrückt. Dort war es noch enger. Dann lies es wieder einen Moment lang nach, doch schon im nächsten kam das nächste drücken und sie wurde noch weiter geschoben. Es wurde immer enger und enger. Bis ihre Beine herausglitten. Gleich darauf ihr Kopf und wenig später auch der Rest ihres kleinen schwarzen Körpers.

Hier war es so anders. Es war viel kälter, und es gab so viel mehr Platz. Aber wo war das Rauschen hingekommen? Der Herzschlag der all gegenwertig war? Sie musste niesen, dabei löste sich der Schleim aus ihren Nüstern und gab ihr die Möglichkeit ihren allerersten Atemzug zu machen. Es fühlte sich seltsam an wie sich ihre Lungen füllten. Und dabei drangen so viele eindrücke auf die kleine Rappstute ein. So viele Gerüche, vom weichen Gras auf dem sie lag. Von den verschiedensten Blumen. Von Pferden. Von ihrer Mama. Ihre kleinen Nüstern blähten sich vollkommen fasziniert, und ihre Ohren zuckten. Da war doch was! Langsam aber sicher drangen Geräusche an ihr Ohr. Erst noch dumpf doch immer deutlicher. Es waren Stimmen. Noch konnte sie nicht genau sagen ob es eine oder mehrere waren doch da waren ganz deutlich Stimmen. Aber das waren nicht die Stimmen, oder die Stimme ihrer Mama. Wo war ihre Mama? Sie hatte ihre Augen immernoch geschlossen und stieß deshalb ein kleinen leises und rufendes wiehern aus. Erst war sie erschrocken von sich selbst doch dann wiederholte ihr wiehern. Sie wollte ihre Mama bei sich haben! Sie konnte sie doch ganz deutlich riechen!

Da öffnete sie zaghaft ihre Augen. Erst war alles verschwommen. Nur undeutliche umrisse. Sie blinzelte und alles wurde etwas klarer. Noch einmal blinzelte das kleine Filly und es wurde wieder klarer. So lange bis sie alles haar scharf sehen konne. So viele Dinge gab es hier. Ihre Ohren waren neugierig und begeistert aufgestellt. Alles war so bunt, so farbenfroh! Und überall bewegte sich was! Nur, wo war ihre Mama! Wieder wieherte sie nach ihr und wandte suchend ihren kleinen Kopf. Da lag ein weißes Pferd, und bei dem weißen Pferd stand ein braunes Pferd. Sie konnte nicht sagen warum aber, ein gefühl verriet er das das weiße Pferd ihre Mama war. Erfreut endlich ihre Mama gefunden zu haben wollte sie näher zu ihr hin. Aber wie sollte sie das machen. Da entdeckte sie unter ihr so lange Dinger. Die anderen Pferde standen darauf also musste sie das auch können. Und plötzlich erwachte in ihr ein ungeheuer großer Drang aufzustehen. Sie ordnete ihre langen Dinger so gut es ging und versuchte sich aufzurichten. Erst stützte sie sich auf die vorderen Dinge und dann-! Sie verlor ihr Gleichgewicht und plumste zur Seite. Sie richtete sich verdutzt auf und starrte entgeistert auf ihre langen Stelzen. Warum ging das denn nicht? Die anderen konnten doch auch darauf stehen!

Er ehrgeitz erntfachte und wieder stützte sie sich auf ihre vorderen Stelzen. Und sofort auch auf die hinteren um nicht wieder hin zu fallen. Und tadaa so stand sie nun! Zwar wackelten ihre viel zu langen Stelzen ungeheuerlich aber sie stand. Nun wollte sie aber endlich zu ihrer Mama. Unbeholfen versuchte sie einen Schritt zu machen verlor aber wieder das gleichgewicht und stolperte nach vorn. Schwub lag die kleine Rappstute wieder. Ein gutes hatte die Sache aber. Sie war jetzt näher an Mama. Aber auch an dem braunen Pferd. Es sah von hier aus wirklich groß aus! Aber egal jetzt wollte sie erstmal wieder aufstehen. Also alles von vorn. Es ging nun recht schnell und wieder folgte ein unbeholfener tapsicher Versuch zu gehen. Aber es gelang dem Filly. Voller Stolz blickte sie zu ihrer Mama hinunter die immernoch ganz still da lag. Dann sah sie zu dem großen braunen Pferd hoch. Wer das wohl war? Naja jetzt war das erstmal unwichtig! Mama sollte endlich aufstehen! Noch etwas wackelig machte sie einen weiteren Schritt nach vorn und stubbste ihre Mama an. Dabei musste sie sich aber ein wenig beugen was sie fast wieder zu Fall brachte. Aber nur fast!


[ wird geboren | wittert ihre Umgebung | hört Kolett | ruft nach ihrer Mama | öffnet Augen | sieht die bunte Welt | entdeckt ihre Mama | erste Geh versuche ]
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Donnerkeil
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Di Apr 17, 2012 9:53 am

» Und so flog ich hinfort, hinauf in die unendlichen Weiten des Himmels - doch die Angst lähmte mich nicht länger. Sie unterstützte mich. «


    Bereits seit einigen Tagen wanderte die pechschwarze, muskulöse Stute der Herde hinten drein, den Kopf ab und an stolz aufgerichtet, um ihn wenig später wieder grimmigen Blickes fallen zu lassen. Während der Rabenvogel gleichmäßig mit den Flügeln schlug und somit die Herde aus einer ungeahnt vorteilhaften Sicht beobachtete und schützte, setzten sich die kräftigen Hufe Donnerkeils immer wieder in stoischer Gleichmäßigkeit voran, trugen sie verlässlich und doch ohne Enthusiasmus durch die Welt. Bis zu den Höhlen.

    Die Höhlen. Langsam hob sich der Kopf der Stute, der inzwischen lange Schopf fiel ihr über die dunkel glänzenden Augen und verbarg das noch leicht von Narben zerfurchte Gesicht. Düster schnaubte die Stute, schüttelte den Kopf und warf somit die lange Mähne beiseite, ehe sie ihre Schritte wieder aufnahm und den Berg erklomm. Ihn bezwang. Voll mühselig unterdrückter Bitterkeit kletterte die Stute geschickt empor, erinnerte sich lediglich vage an den Aufstieg vor gut einem Jahr - aber umso deutlicher an all jene Kreaturen, die ihr wichtig gewesen waren - und die sie schlussendlich verloren hatte. Allen voran Lessie.

    .o( Lessie. Ob dein Grab noch steht oder aber wurde deine Ruhe bereits gestört? )o.

    Beinahe obsessiv strebte sie dem Eingang der Höhle entgegen, nahm die klammfeuchte Luft dieser in ihren weichen Nüstern auf und stieß ein angewidertes Niesen aus. Ein schwächeres Niesen fand sein Echo in ihrem. Anfangs glaubte sie, es sei tatsächlich ein Echo, hervorgerufen durch die Höhlenwände, als ihr bewusst wurde, dass es hinter, nicht vor ihr geniest hatte. Aus dunkel umwölkten, misstrauischen Augen blickte sie zurück - und erstarrte. Ein noch feuchtes, dunkles Bündel begann soeben die ersten Schritte seines Lebens zu tätigen, somit jene Schritte, welche umso bedeutsamer waren. Sparkle hatte ihr Fohlen soeben geboren.
    Wenngleich es wohl durchaus eine freudige, wie schmerzhafte Angelegenheit sein musste, so schien sich der Blick Donnerkeils weiter zu verhärten, ehe er beinahe feindselig auf dem kleinen, hilflosen Geschöpf ruhte. In Erinnerung gedachte sie Lessie, wenngleich sie nun nicht mehr ausschließlich der goldfarbenen Stute gedachte. Ein großer, stolzer Spanier, dessen Fell so dunkel wie der Erdboden war. Ein flinker, amüsant gefleckter Gentlemen, dessen Wesen sanftmütig und wild zugleich gewesen war. Und schlussendlich hatte sie ihn verloren. Wie sie alle. Lessie. Cheetah. Alejandro. Und ja, auch Michelangelo, hatte sie geglaubt, er könne sie womöglich als das akzeptieren, was sie war. Ihr käme nie die Freude des Mutterglücks zupass, nie würde sie erleben, wie in ihr die Frucht einer einvernehmlichen Liebe heranreifte. Verärgert schnaubte die Schwarze auf, als plötzlich die zweite trächtige Stute in unmittelbarer Nähe zusammenbrach. Sunny.

    Schweigend verfolgte die kräftige Mustangstute die Geburt von Sunny, doch offenkundig war das Fohlen bereits tot, noch ehe es den ersten Atemzug hätte tätigen können. Entsetzen flackerte in den schwarzen Augen Donnerkeils auf. Beinahe hypnotisch starrte sie den schlanken, schlaksigen Körper des Fohlens an, doch ganz gleich, wie drohend sie auch über ihm schwebte, es erhob sich nicht. Nicht einmal, als Sunny sanft über die Nase des leblosen Bündels leckte. Es blieb stillschweigend, leblos und tot. Unfähig, dies zu akzeptieren schrie die verlorene Mutter auf, sodass in der Schwarzen mit einem Mal das Pflichtgefühl erwachte. Sie hatte vor einigen Tagen zugestanden, dass sie den Rang als Berater bisher nicht ausgefüllt hatte - doch nun würde sie ihn endlich einnehmen!

    Langsam trat sie an die Seite der halb liegenden Stute, blickte aus trostlosen Augen zu dem totgeborenen Fohlen und drängte sich an die Seite Sunnys, um diese sowohl zu stützen, als auch, um ihr den direkten Blick auf den kleinen Leichnam zu nehmen. Obgleich es hart wirken würde, so müsste man die Spuren der Geburt beseitigen, um das Überlebende zu retten. Um die Herde selbst zu retten. Mit dunkler, rauer Stimme sprach Don leise zu Sunny.

    » Komm, Sunny, wir sollten die Höhlen aufsuchen. «

    Mit diesen Worten bemühte sie sich, die Leitstute sanft, aber bestimmt weiterzudrängen, stets darauf bedacht, ihr den Blick auf das kleine, palominofarbene Geschöpf zu versperren. Ihr Blick flog kurzweilig auf zu Curvus, sann sie darüber nach, dass eben jener einer der besagten Totenvögel war. Würde er das Fohlen womöglich ...? Ärgerlich schnaubte Donnerkeil, blickte sich um und hoffte inständig, niemand käme auf die Idee, das Fohlen mit in die Höhlen zu nehmen. Zumindest nicht jetzt. Kurzweilig überlegte sie, ob das Fohlen einfach liegen gelassen werden müsste, doch am Ende kam sie zu dem Schluss, dass es am Besten wäre, es in der Nacht zu vergraben. Erneut erinnerte sie sich an die Höhlen, in welchen Lessie ein Grab erhalten hatte. Womöglich ließe sich ein zweites, kleineres daneben ausheben.

    » Mögest du Frieden finden. «

    murmelte sie leise, mit einem letzten Blick auf das Fohlen. Sie hatte von Sunny abgelassen, unfähig zu begreifen, ob diese im Stillen bei ihrem Fohlen trauern wollte oder fernab jeglicher Gesellschaft. Schweigend erklomm sie den Eingang der Höhle, ehe sie innehielt, nochmals tief Atem schöpfte und in das dämmrige Innere schritt. Das leise Krächzen des Raben hallte von den Wänden, ehe dieser zurück kehrte und sich auf einem der Bäume niederließ. Lautlos wachte er über die Geschöpfe - lebende, wie tote.


[DON Erinnerungen # Bemerkt die Geburten # Bei Sunny # Höhleneingang // RABE späht # Schweigt # Auf Baum]
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Sparkle
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Di Apr 17, 2012 1:17 pm

Sparkle fühlte den Traum, noch bevor er sie wirklich erreichte. Die Dunkelheit um sie bekam Farbe, helle, strahlende Farbe. Sie waren am Meer, zu ihrer Linken rauschte die Brandung und rechts ging es hinauf zu wundervollen, mit Dünengras bewachsenen Sandhügeln. Die Sonne schien auf die beiden Heiler hinab und ließ sie erstrahlen. Sparkle blickte zu Schattenpfeil, ihr Gesicht war bewegungslos, obwohl sie eigentlich nicht traurig darüber war, den alten grauen Hengst zu sehen. Obwohl diese Nachrichten nichts Gutes bedeuteten. "Bin - bin ich tot?", fragte sie dann doch leise, obwohl sie eigentlich was ganz anderes hatte sagen wollen.
Schattenpfeil stand dem Meer zugewandt, auf seinem Gesicht lag ein leichtes Lächeln. "Nein, das bist du nicht. Ich bin nicht gekommen, um dich zu holen."
Und die Betonung auf das "dich" gefiel Sparkle gar nicht. Alarmiert legte sie die Ohren an. "Du wirst mir nicht mein kleines Fohlen nehmen!", rief sie warnend aus. Das war alles, was sie denken konnte. Sie hatte es noch nicht einmal gesehen. Doch tief in ihr wusste sie, sogar hier und jetzt, dass es nicht tot war. Nicht sterben würde.
So war die Antwort des Hengstes eigentlich überflüssig. "Ich bin nicht gekommen, um dein Fohlen zu holen.", lautete sie. Einerseits beruhigend, aber andererseits ...
"Sunnys?!", entfuhr es ihr ungläubig. Tränen brannten in ihren Augen. Das konnte nicht sein. Das durfte nicht sein. Sunny hatte das nicht verdient, sie hatte es nicht verdient ... "Warum?? Wie kannst du ihr das antun!?"
"Es tut mir leid, mein kleiner Stern. Aber ich tue nur, was mir befohlen wird. Ich bin nur der Bote, nicht die führende Kraft. Und das weißt du." Als Sparkle leicht nickte, fuhr Schattenpfeil fort. "Ich bin nicht nur deswegen hier. Ich möchte dir sagen, dass etwas auf euch lauert. Es wartet, und ihr könnt ihm nicht entkommen. Etwas wird geschehen, was eure Welt aus den Angeln heben wird. Nur, wenn ihr alle zusammenhaltet, könnt ihr es überstehen."
Langsam verblasste der Traum, am Ende hörte Sparkle nur noch Schattenpfeils Stimme ...
"Never lose your Horizon ..."


Sparkle schlug die Augen auf und schnappte nach Luft. Ihr war es erschienen, als hätte der Traum sie erdrücken wollen, sich wie ein Felsblock auf ihren Brustkorb gelegt. Das Gefühl verschwand nicht sofort. Das Erste, was sie sah, war das Gesicht ihrer engsten Freundin, die die Nase sorgenvoll an ihre eigene geschmiegt hatte. Sparkle lächelte Kolett an, doch in ihren Augen stand nicht nur Erleichterung und Freude, sondern auch die Trauer. Sie wusste, dass Schattenpfeil nicht gelogen hatte. Doch jetzt musste sie erstmal ... die Heilerin rappelte sich hoch, von den Schmerzen noch ein wenig wackelig auf den Beinen. Und dann erblickte sie das perfekteste Geschöpf, das sie je gesehen hatte.
Ihre Tochter.
In Sparkles Augen standen Tränen, dieses Mal jedoch wurden sie nicht zurückgehalten, sondern wanderten ungehindert ihr Gesicht hinab. Dennoch leuchtete das Gesicht der schneeweißen Stute und ein Lächeln lag auf ihren Lippen. Die Kleine sah aus wie New Moon, wie ihr Vater. "Meine kleine Horizon", murmelte sie, unfähig, der Freude und Liebe in ihrem Herzen Ausdruck zu verschaffen. Sie prustete der Kleinen leicht in die Nüstern, bevor sie mit ihrer Nase durch den Schopf stob und ihn verwuschelte. "Meine perfekte kleine Horizon.", flüsterte sie in die kleinen schwarzen Ohren, bevor sie begann, das Fohlen zu säubern. Es hatte dieses flaumige schwarze Fell, dass auch Moon in seinem ersten Winter getragen hatte. Sie war wie der stattliche Hengst, der sie gezeugt hatte. Sparkle suchte seinen Blick und quer über den Eingang des Höhlensystems fand sie ihn. "Komm, Moon", wollte sie rufen, "Komm und sie dir unsere kleine Horizon an." Doch sie brachte sie nicht über die Lippen, denn in dem Moment sah sie das kleine, goldene Etwas, was zu Sunnys Füßen lag.
Womit hatte sie das verdient?
Wie konnte der, den sie alle Gott nannten, der Stute, die es verdient hatte, das Wichtigste nehmen, und die, deren Leben schon perfekt war, etwas noch Perfekteres geben? Sunny hätte es so sehr nötig gehabt, Glück in ihrer Familie zu finden. In ihrem Fohlen. Phantom und sie, das war etwas, das derzeit auf sehr wackligen Beinen stand. Aber das kleine Fohlen hätte sie zusammengeschweißt. Und jetzt? Jetzt würde Sunny womöglich an der Trauer zerbrechen, und wenn sie nicht aufpassten, würde diese Totgeburt die beiden Palominos für immer entzweien. "Warum nur? Warum?", Tränen liefen aus den dunklen Augen der Schimmelstute, ungehindert, jetzt vor Trauer, nicht aus Freude.
Dann blickte sie Kolett an. Ihre beste Freundin. "Kolett ..." Sparkles Stimme brach, sie schluckte. "Gib dem Kleinen die letzte Ruhe. Du weißt, wie das Ritual geht - Zweige und Farne, Kamille. Sunny würde es so wollen und ich will es so, doch meine Kraft reicht wohl nicht aus, auch noch das zu schaffen. Bitte, tu es für mich. Du kannst das." Sie wollte mehr sagen, sie wollte so viel mehr sagen. Doch kein Wort mehr verließ ihre Lippen, sondern nur noch ein leises Schluchzen. Sie senkte wieder den Kopf, fuhr fort, das Fell ihrer kleinen Tochter zu putzen. Ihr kleiner Horizont, ihre Horizon. Sie würde nicht zulassen, dass auch sie sterben würde. Und wenn sie selbst dafür starb.

{ Traum xxx KOLETT & HORIZON xxx Fohlen xxx sieht sich nach Moon um xxx Sunnys Fohlen xxx Trauer xxx bittet Kolett nach Bestattungsritual }
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Di Apr 17, 2012 5:27 pm

    Alles um Sunny herum war zu einer dumpf pulsierenden Masse geworden. Nichts drang zu ihr durch. Wie in Trance und gleichzeitig bei vollem Bewusstsein starrte die Palominostute auf ihr Fohlen hinab. Ihr totes Fohlen.
    Schuldgefühle überschwemmten sie, Bilder aus der großen Schlacht gegen die Herde der Nacht... auch sie hatte dort gekämpft, und Schatten hatte sie regiert, der dunkle Teil ihrer Seele war hervorgekrochen und hatte sich nicht darum gekümmert, was Sunny eigentlich wollte.
    Sie hatte ihr Fohlen nicht geschützt.
    Welche Verletzungen hatte das arme kleine Ding in ihr schon damals davon getragen? Was hatte dazu geführt, dass es jetzt tot war?! Ihre eigene Rücksichtslosigkeit!

    Sie spürte, wie sich jemand an ihre Seite drängte. Donnerkeil... Für diese Stute hatte sie damals gekämpft, nachdem Firedance sie fast getötet hatte, als Don fast gestorben war... da hatte Sunny ihr Fohlen vergessen und sich in die Schlacht gestürzt, ohne Rücksicht auf das Leben in ihrem Bauch.
    Die Worte der Rappstute holten Sunny nun zurück aus ihrer Trance und gaben ihre Sinne wieder frei.

    "NEIN!"

    schrie sie sogleich ein weiteres Mal, während Donnerkeil sie mehr oder weniger auf die Beine hievte und sanft, aber bestimmt Richtung Höhle zu drängen versuchte. Sunny stämmte sich mit aller Macht gegen die Rappstute, doch sie war noch zu geschwächt von der Geburt. Langsam wurde sie von ihrem Fohlen weggedrängt, und Sun weinte und schrie und weinte und schrie... Als ob es helfen würde... Sie sah, wie Sparkles Fohlen bereits die ersten Gehversuche machte, während ihr eigenes leblos dalag... und sich auch nie rühren würde.
    Ihr verzweifelter Blick suchte den Tooms, und noch immer schrie sie verzweifelt, während sie wieder zu ihrem Fohlen sah:

    "NEIN! DU BIST NICHT TOT! DU KANNST NICHT TOT SEIN!" Sie versuchte, von Dons Seite zu weichen und brüllte mit plötzlich aufwallender Wut: "Lass mich durch, ich will zu meinem Fohlen! LASS MICH DURCH, ELENDES ETWAS! Du interessierst dich doch auch sonst nicht für die Herde, also lass mich jetzt zu meinem Fohlen, gefühllose, selbstmitleidige Donnerkeil!"

    Schließlich ließ Don von ihr ab und Sunny stand schnaufend da. Ihr Wut verflog genauso schnell, wie sie gekommen war, doch noch war sie zu aufgewühlt und zu verzweifelt, um sich bei Donnerkeil für ihre Worte zu entschuldigen.
    Stattdessen blickte sie zu dem palominofarbenen Bündel am Boden, ihrem toten Fohlen.

    "Warum bist du nur tot?"

    flüsterte sie, traurig und erschöpft. Dann schloss sie die Augen, wollte nicht mehr da sein, tot sein wie ihr Fohlen.
    Doch es gab immer dieses Licht am Ende des Tunnels, diesen winzigen Hoffnungsschimmer, etwas, dass einen auch in der tiefsten Verzweiflung innehalten ließ.
    Sun öffnete die Augen wieder.

    (Toom...)

    Die Palominosute sah zu ihrem Gefährten, zu ihrem geliebten Phantom. Zum ersten Mal dachte sie daran, dass sie nicht die einzige war, für die der Tod des Fohlens dermaßen schrecklich war... sie senkte beschämt den Blick, dann trottete sie zu ihm hin. Denn das hier würden sie nur gemeinsam durchstehen können.
    Oder gar nicht.


[BEI HERDE X FOHLEN xx Trance X Schuld/Verzweiflung xx DON xx Wut/Trauer xx PHANTOM]

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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mi Apr 18, 2012 2:51 pm

>Don't forget me - I beg
I remember you say
'Sometimes you can't change the world'
<

Aufruhr war durch die Herde gegangen, wie ein Pfeil durch einen Apfel. Oftmals hatte er aus der Ferne die Zweibeiner beobachtet, geschmückt und behangen mit vielen, bunten Federn, wie sie mit langen Spitzen, fliegenden Zähnen und gebogenen Ästen auf Äpfel schossen. Er hatte den Sinn dahinter nie verstanden. Wie so oft, bei dem was die zweibeienr taten. Für viele Pferde war deren Handeln wohl ein Rätsel, oder warf zumindest solche auf.
In der letzten Zeit hatte der edle Rappe die Führung der Herde etwas mehr übernommen. Auch an der Leitstute zehrten die Kräfte, die die Trächtigkeit mit sich brachte. Er hatte es ihr nicht verübelt, wie hätte er das tun können. Sie waren vielleicht kein Paar, wie es meistens bei Leitstute und Leithengst der Fall war, aber sie waren ein eingespieltes Team, bei dem sich jeder auf den anderen verlassen konnte. ja, er würde sie sogar als Freunde bezeichnen, wenn man ihn fragen würde.

Wie ein schwarzer Schatten stand New Moon am Höhleneingang und sah nach draußen, dort, wo sich die Gänge zogen. Er wartete, bis die ganze Herde sich in das Höhlensystem verkrochen hatte. Zwar lief Sunny noch immer an der Spitze, doch es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ihm diese Position wohl oder übel überlassen musste. Als der Braune mit der feinen Blesse an ihm vorbeizog, dicht gefolgt von seiner Gefährtin zog Moon feixend die Brauen nach oben. Sein Freund erwiderte dies mit einem beinahe respektvollen, abe rnicht ganz ernst gemeinten Nicken. Kopfschüttelnd ließ new Moon Castello vorbeitreten. Es tat gut, wieder die Gewissheit zu haben, dass sein bester Freund, wieder an seienr Seite war und doch quälte ihn noch die Ungewissheit, was mit den anderen war. Wenn Castello sein einstiges Gebiet verlassen hatte, was war dann mit den anderen? Waren sie glücklich? Morningstar, Sir, Yellowtail? War es richtig gewesen, sie damals einfach so alleine sich selbst zu überlassen? Das ShetlandPony, das einst gekommen war, um ihm von dem Wohlergehen seiner Freunde zu berichten, war nicht mehr wiedergekommen und die Unbehaglichkeit legte sich über sein gemüt wie ein schwerer, dunkler Schleier.

All die Zeit über hatte der Schwarze nicht bemerkt, was sich in der Höhlen abspielte. Wachsam behielt er die braune Landschaft im Blickfeld. Durchaus war er sich um die Gefahren hier bewusst. Pumas fühlten sich hier heimisch, ebenso wie Greifvögel, wobei es zu bezweifeln war, dass diese eine ernsthafte Gefahr für ein Pferd darstellten. Dennoch, war Aufmerksamkeit das "A" und "O".
Erst der Geruch von Blut lenkte eben jene Aufmerksamkeit des Leithengstes von der Welt außerhalb der Höhle ab. Er wandte seinen fein geformten Kopf dem Geschehen in der Höhle zu, wobei seine Augen einige Zeit brauchten, bis sie sich an das Halbdunkel, das in der Höhle herrschte gewöhnt hatten. Er spähte in die Herde, konnte aber an keinem Pferd eien Verletzung erkennen. Doch dann drang eine ihm wohlvertraute Stimme an sein Ohr. Kolett. Sie sprach mit Sparkle. Lange stierte New Moon in das Innere, aber dann wandte er den Blick wieder ab. Keinerlei Regung giong durch den muskulösen schwarzen Körper. Er wusste, was geschehen war und er ahnte was kommen würde. Schattenpfeils Worte würden wahr werden. Hass quoll in ihm auf udn wollte dem schlummernden Zornestier Luft machen. Nur mit Mühe unterdrückte er dieses Verlangen, irgendetwas zu zerstören. Die mörderische, dunkle Seite schlummerte noch in dem Hengst, der einst als Unheilspferd galt und Schrecken im Land verbreitete. Die Geschichte kannte hier niemand, doch vollkommen vorbei war das blinde Handeln noch nicht. Seine dunklen Nüstern blähten sich, bei dem provozierenden Geruch nach Blut, der sich nun verstärkte.
Es waren noch nicht alle in der Höhle angekommen. Als auch die letzten eintraten, gaben sie dne Blick auf die Goldfarbene frei, die zusammengebrochen war und ihr Kind geboren hatte. Ein zweites Wesen war da. Doch sein Leben war schon längst wieder verloren. Ein kaum merkliches, zufriedenes Grinsen, stahl sich auf den dunklen Zügen ab.

Nach mehreren verstrichenen Minuten setzte sich New Moon dann doch in Bewegung. Langsam und bedächtigt schritt der Hengst auf die helle Stute und die dunkle, die neben ihr verweilte zu und bedeutete Castello mit einem Nicken ein Auge auf den Eingang zu haben.
Schweigend blieb er vor dem Leichnam stehen, direkt gegenüber von Sunny und Donner. Im Gegensatz zu Phantom hatte diese vor einigen Wochen ihre Aufgabe der Beraterin nciht abgegeben. Misstrauisch beobachtete Moon diese. Sie gab ihm Rätsel auf und doch wusste er, dass im ernstfall auf sie Verlass war. Wie auch jetzt. Es gefiel ihm zwar nicht, dass sie so oft nicht bei der Sache war, doch sie durchaus ein Pferd, dass die Herde wohl besser nicht zum Feinde hatte. Die Schwarze versuchte Sunny zu beruihgen, so mehr oder wneiger. Noch immer still betrachtete Moon das Schauspiel, was sich ihm bot mit unergründlicher Miene. Lange betrachtete er das tote Bündel Fell zu seinen Hufen und auch wenn er nichts sagte, so sah man ihm doch auch die Furcht vor dem an, was ihn in der Höhle erwarten würde. Hatten Mutter und Kind überlebt? Oder hatten nicht nur Sunny und Toom heute ein geliebtes Wesen verloren? Mit entschuldigenden Augen sah er zu Sunny auf.

"Es gibt Dinge, die wir nicht begreifen können und niemals werden. Vermutlich gäbe es nicht die richtigen Worte für das hier, weshalb ich ein Pferd suchen werde, dass ihm die letzte Ehre erweist. Es gibt nichts weiter, was wir noch für es tun können."

Mehr sagte er nicht. Machte auf der Hinterhand kehrt und ging zurück zur Höhle. Bisher hatte keiner mehr gefragte New Moons Autorität in Frage zu stellen, doch wirkte der Hengst in letzter Zeit etwas befremdlich. Ließ ihn Sunnys Gefühlslage wirklich so kalt, wie er gerade vorgegeben hatte. Nur kurz war die Angst um seine Gefährtin und ihr Fohlen in seinen Augen aufgeflackert. Seine Worte waren beinahe unterkühlt gewesen.
Kurz sah er in Castellos Augen. Der Braune schien das aufkeimende Dunkle in dem Hengst zu erkennen. Warnend sah er ihn an, doch Moon schüttelte nur den Kopf, ehe er weiterging. Diesmal in das Höhleninnere.

Sparkles Blick war der Rappe ausgewichen. Obwohl er wusste, dass sie nach ihm hatte rufen wollen und als sich ihm endlich die freie Sicht auf Mutter und Kind darbot, hielt er an. Kein Ausdruck, kein einziges Gefühl spiegelte sich in seinen Augen wieder, als er das dunkle Fohlen fixierte. Die Nüstern bebten, doch er ließ seinen Blick nicht von der neugeborenen Stute ab, die ihre ersten Gehversuche unternahm. Ihre schneeweiße Mutter leckte sie liebevoll ab. Ruckartig zischte Moons Blick zu Kolett rüber, die neben Sparkle stand und ganz entzückt auf das Familienglück sah, als sie ihn auffordernd udn tadelnd zugleich erblickte, warf New Moon ihr einen vernichtenden Blick zu. Er machte noch zwei zögerliche Schritte auf Mutter und Tochter zu, blieb dann aber endgütig stehen und sah ihnen zu. Wenn auch noch immer scheinbar unbeeindruckt.
Noch immer lagen gute 5 Meter zwischen ihm und seinen beiden Stuten.



[Höhleneingang | denkt an Yellow, Sir, Star | riecht Blut | regungslos | Sunny | Cas | Sparkle&Horizon]

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o.o|| und nun ist er vater ||o.o
This boy fell in Love with a sparkling star and got a new horizon

my life is BRLLIANT my life is pure
I saw an ANGEL of that I'm sure


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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mi Apr 18, 2012 3:13 pm

>Steh, steh jetzt auf und zeig ihnen wer du bist denn-
bist du erst weg, dann weint keiner mehr um dich
<

Angst schnürte ihr die Kehle zu, als würde sich eine Würgschlange darum winden. Aus panischen Augen sah Kolett auf Sparkle hinunter, die noch imemr auf dem Boden lag und als einzige Regung, das schwache Atmen von sich gab. War das heir wirklich das Ende? Sollte sie wirklich hier sterben und ihr Leben vor den Augen ihrer Tochter beenden? Noch wollte die Braune das nicht so ganz glauben, allein, weil es einfach nciht sein durfte. Es gab keinen Grund der hübschen heilerin jetzt das Leben zu nehmen. Sie hatte noch so viel vor. Sie musste noch so viel erfüllen und sie sollte das Glück haben ihre Tochter heranwachsen zu sehen. Kolett ertrug den Gedanken einfach nciht ihre Freundin und Jugendgefährtin an diesem Ort zu verlieren, von dem sie schon so viel Unheil gehört hatte.
Bedächtig sah sie zum Höhleneingang, dort wo sich wie eine unheilvolle Hülse New Moons Abbild erhob. Er war soeben Vater geworden, dass musste er doch mitbekommen haben. Kolett war sich sicher, dass ihm der Blutgeruch nicht entgangen war. Warum kam er nicht? Als sich ihre Augen an das einstrahlende letzte Tageslicht gewöhnten stellte sie erschreckt fest, dass sie direkt in die dunklen Augen des Leithengstes sah. Und da lag keine Freude oder Mitgefühl drinnen. Nur Bedenken und - ja was? - Abneigung, Gier und Zorn.
Aber als sie blinzelte hatte er den Kopf wieder nach draußen gewandt, sodass Kolett an ihrer Realitätserkennungskraft zweifelte. Hatte sie sich das nur eingebildet? Vermutlich.

Ebenso wie hier drinnen vollzog sich auch draußen eine Geburt, wie Kolett an den Schreien erkannte. Doch dort war scheinbar schon ein Leben dem Tod verfallen. Mitfühlend senkte Kolett ihr Haupt, als sie Sunnys Stimme erkannte, die um das Leben ihres Kindes schrie. War diese Höhle wirklich verdammt? Erstreckte sich hier nur Unheil über die Herde? New Moon trat nach draußen, weshalb die Kriegerin an der Seite der weißen Stute blieb.

Auf einmal sah sie Angst und Freude. Verblüfft schreckte die Stute mit dem Maul in die Höhe, ehe sie erkannte, dass Sparkle soeben die Augen aufgeschlagen hatte. Sie hätte einen Freudentanz vollführen können, hielt jedoch an sich, wobei ihr anzusehen war, wieviel Mühe es sie kostete, ruhig zu bleiben. Überschwänglich drückte sie ihre Nase in das weiche, weiße Fell, als sie bemerkte, wie wacklig Sparkle noch auf den Beinen war. erschrocken eilte sie an deren andere Seite, um sie zu stützen. Doch die Schimmelin hatte sich schnell wieder gefangen. Kolett wäre enttäuscht gewesen, dass Sparkle sie so links liegen ließ, doch angesichts dieses Füllen war es ihr tatsächlich egal. Noch nass von der Geburt, aber quicklebendig, erhob sich auch das rabenschwarze Fohlen auf seine Beine und machte sich mit seienr Mutter bekannt. Entzückt sah Kolett dabei zu, wie die beiden sich annäherten. Sie hatte imme rgewusst, dass Sparkle eine gute Mutter werden würde, schon vom ersten tag ihrer Trächtigkeit an, hatte sie gesehen, dass die Weiße ihr Kind über alles liebte.
Dann fiel ihr wieder Sunnys Fohlen ein, dass wohl, wie sie annahm, tot war. Ein Schleier der Trauer senkte sich über ihr Gesicht hinab, als im gleichen Augenblick Sparkle zu ihr sagte, sie solle sich um die letzte Ehre kümmern. Etwas erstaunt sah die Braune ihre Freundin an. Sie hatte sich schon so in ihre Rolle als Kriegerin eingefügt, dass sie die Zeit als "Aushilfsheilerin" fast vergessen hatte. Doch sie wusste, dass sie es tun würde.

"Ja, Sparkle, ich werde mich darum kümmern. Es tt mir so Leid für Sunny. Ich hätte es ihr nach alldem, wa sin letzter Zeit passiert ist so gegönnt."

Wehmütig sah Kolett zu der hellen Leitstute hinüber die soeben in die Höhle kam und sich zu Phantom gesellte, scheinbar bei ihm Halt suchte. Inbrünstig hoffte die Kriegerin, dass sie die beiden von dem schweren Schicksalsschlag erholen würden.
Erst das leise Klappern der Hufe, die sich näherten, holte sie aus ihren gedanken zurück. Sie sah New Moon einige Meter von ihnen entfernt stehen. Erfreut nickte sie dem Leithengst zu, der nun Vater war. Doch der Rappe hatte nur Augen für das Fohlen, dass ihm bis aufs haar glich, wenn man von dem geschlecht absah. Kolett erkannte das flauschige Fell der jungen Stute, dass auch ihren vater einst bekleidete. Beide waren wahre Wundertiere. Man hätte meinen können, sie wären gezüchtet, anstatt freilebende Mustangs.
Was sie mehr schockierte war der Ausdruck mit dem Moon die Kleine ansah. Da war keine väterliche Liebe zu erkennen, auch keine Fürsorge. Nur diese Feuer, dass manchmal alles vernichten wollte. Gier, Zorn, Verlangen, abgelöst von Trauer und Bedauern. Als sein Blick sie striff, zuckte Kolett kurz zusammen. Sie schluckte schwer, was war mit dem Rappen geschehen? Er war so ein loyaler Leithengst gewesen, wie sie ihn seit ihrer Ankunft hier erlebt hatte.
Die Brauen mit dem dunklen Langhaar schluckte schwer.

"Ich lass euch dann mal alleine ..."

Ihre Worte waren nicht mehr als ein Flüstern, als sie sich an New Moons Körper vorbeischob, der vor Anspannung bebte. Sie ging nach draußen, kurz zuvor hielt sie bei Sunny und Phantom.

"Es tut mir Leid. Wenn ihr es gestattet, erweise ich ihm oder ihr die letzte Ehre. Sparkle ist noch nciht wieder vollkommen imstande dazu."


Respektvoll neigte sie dne Kopf, in dieser Geste lag soviel mehr, als nur der Respekt und Vertrauen gegenüber der Leitstute und ihrem Gefährten. Sondern auch Mitgefühl und Trauer. Sie hatte sich auf beide Fohlen gefreut, als wären sie ihre eigenen. Die Totgeburt war wie ein Schlag ins Gesicht.

[Sparkle | Angst | Freude | Horizon | bemerkt Moon | angst | geht zu Sunny&Toom]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Do Apr 19, 2012 3:43 pm

    Jared hatte wirklich ein paar gute Tage gehabt.
    Es lief allmählich besser, er hatte sich in die Herde eingewöhnt. Und er war froh um die Gesellschaft der anderen Pferde, jetzt nicht nur in Form eines mitziehenden Außenseiters. Es hatte ihn anfangs ein bisschen Überwindung gekostet, die anderen Pferde anzusprechen, aber jetzt war er froh, nicht mehr allein zu sein.
    Er fühlte sich wie ein Fohlen, das gerade zur Welt gekommen war und nun langsam seine Umwelt erforschte. Na ja, und gewissermaßen war es ja auch so - er hatte nach seinem erinnerungslosen Aufwachen in der Prärie bei nahezu Null angefangen, und langsam fand er Spaß an dem Leben, für welches er sich erstmal entschieden hatte. Um nichts in der Welt wollte er jetzt wieder allein sein.

    Red erreichte die Höhle und sah, dass die trächtige Schimmelstute Sparkle ihr Fohlen gebar. Plötzlich flimmerte ein Bild in seinem Inneren auf, nur für Sekundenbruchteile, doch es reichte, um den Hellgrauen aus der Fassung zu bringen.
    Ein winziges Stück Erinnerung, dass so gleich wieder verschwunden war. Jared schloss die Augen, versuchte sich treiben zu lassen und das Bild zurückzuholen.

    (BlueMountainMustangs... Sparkle... Geburt... Erinnerung... Geburt... Gefährtin... Tochter...)

    Im Bruchteil einer Sekunde rasten diese Gedankengänge durch Jareds Kopf, fast zu schnell, um sie fassen zu können. Doch nun gelang es ihm, dieses kurze Flimmern immer und immer wieder abzuspulen: Gefährtin und Tochter. Die kurze Ahnung von fuchsfarbenem Fell tauchte vor ihm auf, verschwand. Aber mit plötzlicher Sicherheit glaubte J zu wissen, dass er eine Gefährtin und eine Tochter gehabt hatte, damals, in dem anderen Leben, Millionen jahre entfernt und doch so nah.
    Jared öffnete die Augen wieder, schwer atmend. Sehnsucht durchzuckte ihn blitzartig, wieder nur ganz kurz, dann war das gefühl verschwunden und der Hellgraue zurück im Hier und Jetzt.
    Schreie. Schreie einer weiteren Geburt. Er blickte zu Sunny, der Leitstute, sah, wie auch sie ihr Fohlen gebar, und wie sie bemerkte, dass es tot war...
    Red wurde schwindelig und er stolperte weg vom Ort der Geburt. Zu viel auf einmal. Er stieß gegen Mistletoe und erschrak.

    "Oh... Entschuldigung, tut mir leid... ich fürchte, ich bin ein wenig durcheinander..."

    murmelte er und atmete tief durch. Wieder das kurze Flimmern der Erinnerung, doch diesmal unterdrückte Jared es, so schwer es ihm fiel. Aber er war genug verwirrt für heute.


[HERDE X HÖHLE xx Sparkle Geburt X Erinnerung X Sunny Geburt X Überfordert X Mistletoe]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Do Apr 19, 2012 6:25 pm

Die Augen der kleinen Stute fingen an zu leuchten als sich ihre Mama hocharbeitete. Sie bemerkte das Runherum, die Trauer um das ebenfalls geborene tote Fohlen garnicht. Viel zu sehr war sie auf die weiße Stute, ihre Mama fixiert. Nicht gab es jetzt wichtigeres. Etwas verblüfft war sie aber als so was nasses auf ihren Augen kam. Was war den das? Neugierig wollte sie das nasse mit ihrer Maulspitze berühren als sie ein murmeln vernahm. Ihre Ohren waren sofort gespitzt und neugierig lugte sie zu ihrer Mama hoch. Horizon. War das ihr Name? Meinte Mama sie damit? Sie war so damit beschäftigt darüber nachzudenken das sie das Prusten in ihre Nüstern nicht erwartet hatte. Ein wenig überrumpelt schnaubte sie, da wurde ihr durch ihren schwarzen noch feuchten Schopf gewuschelt. Sie kicherte und schmiegte sich eng an ihre Mama. Wieder hörte sie den Namen Horizon. Ja das musste sie sein! Sie hieß Horizon! Und ihr gefiel der Name. Beinahe so gut wie gesäubert zu werden. Dabei prägte sie sich den Geruch ihrer Mama fest ein. Niemals würde sie den verwechseln oder nicht wiedererkennen! Nein! Niemals.

Die kleinen schwarzen Ohren zuckten, sie hörte etwas. Es war ihr so bekannt! Der Herzschlag ihrer Mama! Sie konnte ihn immernoch hören! Ein Sicherheitsgefühl durchflutete den kleinen schwarzen Körper. Ja sie war immernoch sicher! Wieder hörte sie ihre Mama sprechen. Aber sie klang anders, irgendwie traurig. Noch immer an den weißen Körper geschmiegt sah sie zu der braunen Stute. Sie hieß wohl Kolett. Oder? Aber da war nicht nur die Braune. Hinter ihr waren noch so viele andere Pferde! Erst jetzt registrierte sie das Geschrei, sie konnte spühren das etwas im Busch war! Mit gespitzten Ohren suchte sie die Quelle des Geschreis, ein goldenes Pferd war das! Aber warum schrie es so? Etwas enfernt von dem Pferd erkannte sie etwas am Boden liegen. Was war denn das? Kurz schüttelte sie ihren Kopf ehe sie neugierig zu ihrer Mama hoch sah. Sie hatte doch Worte gesagt. Also musste Horizon das auch können! Mit einer sanften hellen und klaren Fohlenstimme machte sie sich daran ihre ersten Worte zu sprechen.

"... Mama? Was ist den los? Warum bist du so traurig?"

Sie hatte es tatsächlich gemacht! Sie hatte auch solche Worte benutzt. Wieder flammte Stolz in ihr auf, aber auch etwas anderes. Etwas in ihr sagte ihr sie musste was trinken. Aber was musste sie trinken? Instinktiv wandte sie sich in Richtung der Kruppe ihrer Mama und stakste schon sicherer dort hin. Schnell war das gesuchte gefunden und sie begann die so wichtige erste Muttermilch zu trinken. Die Antwort auf ihre Frage konnte sie ja auch so hören. Nach kurzer Zeit war sie sat und machte sich wieder auf um zu Mamas Brust zu kommen. Dort konnte sie den beruhigenden Herzschlag hören. Wieder schmiegte sie sich an ihre weiße Mama.

Horizon hätte ewig so da stehen können. Nur war da schonwieder was, sie hörte Schritte und die wurden immer Lauter. Neugierig öffnete sie ihre Augen und entdeckte ein großes schwarzes Pferd. Es war größer als ihre Mama, und als Kolett, die braune Stute. Wer war denn das? Und warum starrte das Pferd sie so an? Ihre Ohren spitzten sich. Mama schien das Pferd auch anzusehen? Nun wollte sie aber wirklich wissen wer das war! Auffordernd zupfte sie mit ihrem noch Zahnlossen Maul an der weißen Mähne ihrer Mama.

"Mama wer ist das? Warum schaut mich das Pferd so an?"

Neugierig und auf eine Antwort wartend sah das kleine Filly zu ihrer Mama hoch.


[ fixiert auf Sparkle | bemerkt die anderen Pferde | fragt | trinkt | schmiegt sich an Sparkle | bemerkt New Moon | neugierig | fragt ]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Do Apr 19, 2012 7:13 pm

Eben hatte er noch gegrast, der stattliche Paint Horse Hengst. Ja bis eben noch, doch sie waren nicht besonders gut darin sich zu verbergen. Um genau zu sein waren sie darin wirklich miserabel. Demnach schnellte sein auffällig gezeichneter Kopf mit den Nachtblauen Augen nach oben. Seine Ohren waren aufmerksam aufgestellt und jeder Muskel seines Körpers war zum zerreisen angespannt. Sein Blick war allein auf die Baumgruppe vor ihm gerichtet. Er konnte sie hören. Ihre Pferde wie sie schnaubten und brummten. Ihre Worte mit denen sie sich eine Strategie zurechtlegen wollten. Langsam blähten sich die Nüstern des Silver Grullo Schecken. Er senkte seine Kopf und schaltete alles um sich herum aus.

(Kommt! Lasst mich nicht zu lange warten!)

Ja, Colors Jean wollte wirklich das die Menschen anfingen ihn zu jagen. Er brauchte einfach eine gewisse Aktion und die jagt würde ihr nötiges dazu beitragen. Er konnte hören wie sich die Schritte der Pferde verschnellerten, bis sie einen vermischten dreitakt von sich gaben. Schon kamen sie hinter den Bäumen vorbeigeschossen. Die Zweibeiner waren dicht über die Hälse ihrer hochgezüchteten Pferde gebäugt. Diese flogen scheinbar nur so über den Boden.

(JETZT!!)

Jean schnellte mit einem sauberen Rolback herum und setzte sich sofort in einen rasanten Renngalopp. Die Cowboys unterdessen kamen immer näher da sie, oder besser ihre Pferde, den Speed schon inne hatten. Er hingegen musste sich erst bis zum Hightspeed hochlaufen. Doch das war schnell geschehen. Sein Kopf wandte sich leicht nach hinten. Sie waren wirklich schon verdammt nahe gekommen. Jetzt würde es spannend werden! Der aufgewirbelte Schaub bildete hinter der Meute eine große Wolke und zeugte von der Schnelligkeit der Pferde. Auch der Schecke selbst hinterlies eine große Wolke. Mit jedem seiner immer größer werdenden Galoppsprünge wirbelte mehr Staub auf. Seine Mähne flog nur so im Wind, sein Schweif tat es ihr gleich. Sein ganzer Körper streckte sich, und zog sich wieder zusammen. Im gleichmäßgen Tackt und dennoch immer schneller. Die Menschen trieben ihre Pferde mit wilden Rufen weiter an. Darunter konnte er hören wie viel Spaß sie an der Sache hatten. Nun sie waren nicht die einzigen. Trotz der Tatsache das er hier um seine Freiheit lief lies er es sich nicht nehmen ein triumphirendes Wiehern loszulassen. Darauf folgte ein wilder Bocksprung ehe er wieder in einen gleichmäßigen Renntackt kam. Mit einem verschmitzten Grinsen sah er nochmals zurück. Er war frei! Er war wild! Er war Colors Jean! Sohn des Hollywood Lancy Bar! Niemals würden sie ihn bekommen! Nicht in einemillionen Jahren!

"Yeahaaaaw!!!"

Ihm überkam der Übereifer und er wurde nochmal schneller. Nichtmehr lang und er würde sein Höchsttempo erreichen. Ach was! Es gab für ihn kein Höchsttempo! Immer weiter und weiter! Nichts konnte ihn stoppen! Hier am Fuße der BlueMountains hatte er genügend Platz um sich ordentlich auszutoben! Wieder riskierte er einen Blick nach hinten. Der Abstand wurde immer größer. Die Menschenpferde gaben wirklich ihr bestes, doch sie mussten einerseits die Zweibeiner tragen, und andererseits... tja war er einfach viel schneller als sie!

Nach kurzer Zeit tat sich vor ihm ein gewaltiger Wald auf. Er zögerte nicht lang und steuerte mitten hinein. Hier konnte er die Zweibeiner wohl ein für alle mal loswerden. So sehr ihm die Verfolgungsjagten auch Spaß machten. Auf dauer konnte das auch lästig werden.

Die Bäume flogen nur so an ihm vorbei, ihm war bewusst das er sich direkt auf die Berge zubewegte. Nicht zuletzt durch die immer steileren Hügeln. Aber das machte nichts. Er konnte dort oben genauso gut leben wie hier unten! Und die Menschen waren auch nichtmehr zu hören. Viel zu leicht abzuhängen diese Zweibeiner. Na war jetzt auch egal. Jetzt galt es den steilen Abhang zu überwinden der sich vor ihm aufbot. Ohne langsamer zu werden stürmte er darauf zu und erklimmte so die erste etappe des Berges. Wenn er in diesem Tempo weitermachte würde er sehr bald oben sein. Und eines war sicher. Er würde weitermachen!


[ wird gejagt | hängt Menschen ab | beginnt die BlueMountains zu erklimmen ]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Apr 20, 2012 5:22 pm

Sparkle beobachtete verzückt, wie die kleine Stute an ihrer Seite zu trinken begann. Sie liebte dieses kleine Wesen, mehr als sie jemals ein pferd geliebt hatte. Wobei, nein - New Moon liebte sie genauso intensiv, aber doch auf eine andere Art und Weise. Sie wurde von ihm beschützt, so war es nicht, dass sie auf ihn aufpassen musste. Sie waren Seelenverwandte, nicht Mutter und Tochter. Aber trotzdem waren sie eine Familie. "Sunny wird dieses Gefühl vielleicht niemals kennen lernen", dachte sie voller Trauer. Ihre Tränen waren versiegt, doch noch immer war ein Kloß in ihrer Kehle, groß wie eine fette Kröte oder ein Wiesel oder so etwas. Sie war wohl so erbärmlich in ihrer Trauer, dass sogar ihre süße Horizon das bemerkte. So zwang sie sich zu einem Lächeln.

"Ich weine um das verlorene Leben an diesem Tag, mein Schatz. Doch mach dir keine Sorgen - alles ist in Ordnung."

Beruhigend prustete Sparkle dem kleinen Wesen, das sie selbst geboren hatte, in die flaumige Mähne. Jetzt war das Fell der kleinen Stute trocken und man sah, dass es ein wenig bräunlicher als das des Vaters war. Trotzdem war es Moons Tochter, ganz und gar. Jetzt blickte die schöne Schimmelstute wieder auf. Wo war er? Sie sah Moon auf sie zukommen, seine Schritte wirkten so langsam. Er zögerte. Ihr zog sich das Herz zusammen. Er zögerte, zu seiner Familie zu gehen. Sie sah, wie die mächtigen Muskeln unter dem glänzenden schwarzen Fell spielten. Hatte er Angst? Hatte er wirklich Angst? Sie wünschte sich, sie könnte zu ihm gehen, ihre Nase in seiner Mähne vergraben, wie sie es so gern tat, und einfach die ganze Welt vergessen. Das Glück und die Trauer, die sich in ihr vermischten, sodass sie am Liebsten noch mehr geweint hätte. Doch sie konnte nicht. Sie würde nicht. Sie würde nicht weinen, sie würde nicht zu ihm gehen. Es war eine Hürde, die sie ihm nicht abnehmen konnte, die er selbst gehen musste.

"Das ist nicht irgendein Pferd, Horizon. Das ist dein Vater." Sparkle hatte wieder den Kopf ihrer Tochter zugedreht, blickte ihr sanft lächelnd in das kleine Gesicht, in dessen großen dunklen Augen die Angst stand. Die Angst vor ihrem eigenen Vater. Sparkle zwang sich, nicht traurig darüber zu sein. "Das ist dein Vater New Moon, der große Leithengst der BlueMountainMustangs, unserer Familie.", erklärte sie sanft. Jetzt sah sie wieder den Rappen an. Selbstbewusst, auffordernd, aber auch mit diesem kleinen Hilferuf darin. "Komm, Moon", sagte Sparkle mit ihrem Blick, "Komm zu mir und unserer perfekten kleinen Tochter." Und dann setzte sie langsam einen Schritt nach vorne, verkleinerte den Abstand zwischen ihn. Zwei Schritte von dem Hengst, und er würde bei ihnen stehen. Sie würde ihn riechen und fühlen können.
Dann erst wäre ihre Welt perfekt.

{ HORIZON & MOON | Gedanken xxx Antwort xxx Moon xxx Antwort }
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Apr 20, 2012 6:00 pm

Filou war sich noch immer noch nicht so ganz sicher, ob sie hierhergehörte. Nach all den Jahren, die sie gemeinsam mit ihrer eigenen herde gelebt hatte, als diejenige, die führte, war sie nun in einem fremden Land und durfte Befehle ausführen von einer fremden Stute und einem fremden Hengst. Denn auch New Moon war ihr ein Fremder, obwohl der Rappe der allerbeste Freund ihres Gefährten war. Und irgendwas sagte ihr ganz verdächtig laut, dass es nicht das Leben war, das zu ihr passte. Sie gehörte nicht in diese Berge. Sie gehörte in die Canyons, die etwa einen Monat Reise im Süden lagen. Dort gehörte sie hin, als die Führerin der GCM. Nicht hierher. Doch sie schluckte diese Zweifel wieder und wieder hinunter. Für ihren Castello. Dem Rotbraunen ging es so gut, seit er wieder hier war, hier bei seinem besten Freund, bei dem Bruder seines Herzens. Und sie wollte ihm dieses Glück niht nehmen. Solle er es genießen, Zeit mit seinem New Moon zu verbringen. Sie war immer da, wenn auch im Hintergrund, und würde über ihm und mit ihm wachen. Manchmal war auch das die Aufgabe einer Stute, die einen Hengst liebte - einfach nicht da sein, obwohl man immer da war.
Jetzt beobachtete die Braune das Treiben um sie herum. Sparkle, ihre alte Freundin, mit der sie in den letzten Tagen manches Wort gewechsel hatte, bekam ihr Fohlen, ein gesundes Stütchen, das ihrem Vater sehr gleich kam. Sie freute sich sehr für die Beiden, obwohl sie ihr noch immer bloß Fremde waren. Das bedeutete, Sparkle hatte sie mal gekannt, sehr gut sogar, doch die Weiße war gereift, viel mehr als andere Pferde dies in den wenigen Jahren schafften, die sie getrennt gewesen waren. Doch scheinbar stand die Herde unter keinem guten Stern. Denn das Fohlen der Leitstute und ihres Gefährten war tot. Filou schmerzten die Schreie Sunnys nicht nur in den Ohren. Sie zuckte jedes Mal wie geschlagen zusammen, als sie den unendlichen Schmerz hörte, der in ihrer Stimme lag. Filou senkte den Kopf, und Erinnerungen überkamen sie. Es waren nicht ihre eigenen Schreie gewesen, sondern die Schreie ihrer Schwester. Es schien, als wäre sie wieder dort, wieder an diesem verdammten Tag. Sie sah die Weiße vor sich, wie sie neben dem starken Körper Cold Winters lag, weinend und schreiend, lediglich sein Erbe in sich tragend. Sie hatte genauso geschrien.

Hilfesuchend trat Filou zu Castello. Sie sprach kein Wort, nach all der Zeit sagten Blicke und Gesten meist mehr als Worte. Sie lehnte dich an ihn und vergrub das Gesicht in der schwarzen Mähne. Sie konnte es nicht mehr hören. Was, wenn Sunny das gleiche Schicksal ereilte wie Imala? Sie hatte sich nie wieder vollständig von dem Tod ihres Gefährten erholt. Gut, es war etwas anderes gewesen. Nicht ihr Fohlen war gestorben, sondern ihr Gefährte. Aber diese unendliche Trauer um ein geliebtes Pferd, um das sich lange Zeit das Leben gedreht hatte, war die Gleiche. Was, wenn die goldene Leitstute dieser Trauer nicht gewachsen war, sich nicht wieder aufrappelte? Diese Angst ließ Filou zittern, als sie bei Castello stand. Und das, obwohl sie sich nicht fühlte, als sei sie ein Teil dieser Herde.

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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Do Apr 26, 2012 9:41 am

» Es sind die Dinge, die wir nicht bekommen können, welche uns am Ende in die Knie zwingen. «
» Dann sei es so! «


    Die Erfahrung hatte die pechschwarze Stute mit dem muskulösen Körperbau eines Hengstes bereits das Ein ums Andere Mal eines Besseren belehrt. Offenbar hatte sie sowohl Sunnys Trauer, als auch deren Reaktion nicht vollständig genug betrachtet, als diese sich regelrecht losriss, unter Auferbietung der Kraft einer Verzweifelten und Verlorenen. Zu anderen Umständen, mit anderen Erinnerungen wäre dies ein Bild gewesen, welches Donnerkeil vor Mitleid in die Knie gezwungen hätte. Allerdings hatte sie sich bereits vor einiger Zeit - ja, selbst vor Firedance hatte dieser Entschluss erste Formen angenommen - damit abgefunden, dass Stärke nicht unmittelbar die emotional angemessenste Reaktion war. Ähnlich schien es in Anbetracht der Reaktion des ebenfalls nachtschwarzen Leithengstes, dessen Blick ebenso kritisch wie misstrauisch auf das kleine Geschöpf gerichtet war, an dessen Entstehung er zumindest die Hälfte der Verantwortung übernehmen müsste. Dunkel schnaubte Donnerkeil, ihre Ohren zuckten unruhig, als die schrille Stimme der hellen Leitstute zu ihr drang. Ja, ohne Zweifel verurteilte Sunny die Schwarze zu Recht, wenngleich diese ohnehin aufgegeben hatte, sich selbst verteidigen zu wollen. Umso härter wurde ihr Blick, ihre Haltung richtete sich ein wenig auf und nun wirkte Donnerkeil mehr denn je wie ein eiserner Krieger. Mitleidslos folgte ihr Blick der Hellen, die sich beinahe instinktiv nach ihrem Gefährten sehnte. In den Gedanken der Tiefschwarzen hingegen war seit geraumer Zeit kein Platz mehr, sodass sie festen Schrittes wieder kehrt machte, geradewegs auf Sunny zu.

    .o( Ich habe bereits zu viele Fehler gemacht, den letzten wird sie mir ohnehin nicht verzeihen - wieso also sollte ich es nicht vollständig zerstören?! )o.

    Es war eine bittere, eine zynische Frage, die mehr einer Feststellung glich als alles andere. Beinahe drohend baute sie sich vor der Hellen auf, erinnerte sich an ihre eigens vor einigen Tagen wieder akzeptieren Pflichten und blähte düsteren Blickes die Nüstern. Man mochte sagen, sie sei selbstmitleidig, sie grausam und herzlos, doch wusste sie, dass dieses tote Fohlen und Sunnys Geschrei weit mehr blutige Tribute zollen konnten, als irgendjemand dieser Herde bereit wäre zu zahlen. Nun sprach sie, die Stimme dunkel und rau, beinahe die Stimme ihres Vaters, sprach dieser wieder einmal kühl und rational mit ihr. Donnerkeil ähnelte ihm - und somit leider auch dem feurigen Roten - immer mehr. Wut loderte in ihren schwarzen Augen auf, spiegelte sich in ihrer Haltung wieder, während sie beinahe aggressiv auf Sunny einsprach.

    » Dein Fohlen ist tot, Sunny. « Harte Worte, die noch weiteren harten Worten folgen würden. Unerbittlich fuhr die Schwarze fort. » Daran ändert auch dein Klagen und Schreien nichts. Allerdings könnte der verlockende Blutgeruch, die allmählich einsetzte Verwesung und dein erbärmliches Schreien die Chancen unserer Herde soweit erhöhen, dass zumindest drei der wertvollen Mitglieder einem Bären, einem hungrigen Wolf oder sonst einem Raubtier zum Opfer fallen. Dein Verlust mag schmerzhaft sein, allerdings ist daran nichts mehr zu ändern und du solltest diejenigen retten, die du noch retten kannst. Bring die Herde restlos in die Höhlen, tief in die Höhlen und lass die Geburtsstätten von erfahrenen Heilern soweit vernebeln, dass kein Raubtier uns folgen kann. Vielleicht bin ich in Selbstmitleid gefangen, aber ich bin nicht blind genug, um eine Herde, der ich einst etwas bedeutete und die mir noch immer etwas bedeutet, wegen deiner unnützen Trauer elendig verrecken zu lassen. Vielleicht solltest du nach vorne sehen, statt zurück. Es gibt sowieso keinen Weg mehr zurück und dann können wir das hier genauso gut zu Ende bringen. «

    Ohne ein weiteres Wort kehrte sie um, den Kopf stolz erhoben, das Fell stumpf vom langen Aufstieg und im Aussehen magerer als vor einigen Monaten, doch noch immer eine eindrucksvolle Erscheinung. Stark. Unerbittlich. Grausam.
    Ohne Zweifel quälten ihre harschen Worte sie beinahe ebenso wie Sunnys Worte, dennoch verbot sie sich jegliche Schwäche, erklomm die Höhle ein weiteres Mal und ließ die Gesellschaft der Herde hinter sich. Man würde sie ohnehin für einige Zeiten nicht mehr ansehen, geschweige denn, akzeptieren, somit könnte sie sich vorerst einsam zurückziehen. In Gedanken jedoch fragte sie sich, ob ihre Worte genügen würden, um durch den Schmerz und die Trauer der Stute hindurch zudringen, um ihr den Ernst der Lage bewusst zu machen. Die Berge mochten ein sicheres Versteck sein, doch sobald ein Berglöwe oder eine Bärenfamilie erschienen, wäre es um die ausgelaugte Herde geschehen. Zudem sie beinahe wie auf dem Präsentierteller saßen. Mit grimmig entschlossen funkelnden Augen strebte Donnerkeil tiefer in die Höhlen, ehe das Licht beinahe vollständig erlosch und sie lediglich ihren stoßweise gehenden Atem hörte. Ein Fohlen. Ein totes Fohlen.

    Das Flattern von Flügeln ließ sie leise grimmig aufhorchen, bevor sie ein zorniges, aber ersticktes Wiehern ausstieß, aus Angst, eine Gerölllawine auszulösen. Bald schon entfernten sich die Flügelschläge, strebten dem Licht wieder entgegen und folgten dem weiteren Verlauf der Dinge. Erschöpft sank die Schwarze auf dem unebenen Boden zusammen, legte den Kopf mühsam atmend auf de Erde und schloss die Augen. Erinnerungen kehrten ein.

    » Wieso nur holst du mich nicht endlich zu dir, Vater?! « murmelte sie leise, doch die Frage verhallte ungehört in den Höhlensystemen. Stöhnend erhob sie sich wieder, blickte zurück und schüttelte den Staub aus ihrem schwarzen Fell. Man sollte sie nicht so sehen - gebrochen, am Ende ihrer Kräfte und ohne jeglichen Willen. Zornig fuhr ihr Kopf wieder auf, entschlossen stampfte sie mi dem Huf und blickte wieder nach vorn.
    Es gab nur eine Richtung - vorwärts.



[In den Höhlen # Wieder bei Sunny # Spricht # Kehrt dieses Mal tiefer in die Höhlen ein # Curvus folgt für kurze Zeit]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Do Apr 26, 2012 3:55 pm

>Nichts ist für immer
Und für die Ewigkeit'
<

Ein Phänomen für sich war er gewiss der stolze, schwarze Hengst, den jetzt kein Wässerchen trübte. Dennoch sah er mit unverhohlener Intensität zu dem kleinen Fohlen, dass man von nun an sein Fleisch und Blut nennen würde. War es wirklich das, was man später sehen würde, wenn man an ihn dachte? New Moon hatte das nie gewollt. Er hatte nie gwollt, dass wenn sein name viel, man nur das Bild seine sVaters oder Verwandten vor Augen hatte. El Immohagh, sein Vater, war ein legendärer Hengst gewesen. Für Jahre der Herrscher eines großen Landes, vielleicht hatte er erkannt, welch Rivale in seinem Sohn geboren worden war und hatte ihn deshalb endgültig vertrieben. Wobei es eigentlich letztlich seine Gleichgültigkeit gewesen war, die New moon in die Flucht geschlagen hatte, als der Schwarzbraune kaum Anteil an dem Tod Moons Mutter nahm. Damals als heranwachsender hatte Moon dies nicht begreifen können. Vermutlich war es das einzigst Richtige gewesen zu gehen, auch wenn es bedeutet hatte, Sparkle alleine zu lassen. Zurückzulassen.
Doch in diesem Punkt schien ihm das Schicksal ja mal gnädig gesinnt zu sein, denn er fand sie wieder und in seiner ehemaligen Jugendfreundin auch seine große Liebe.

Wie sie jetzt so dastand die Weiße und ihn ebenfalls so voller Erwartung ansah, wie das kleine schwarze Etwas neben ihr, erinnerte sie ihn sehr an seine Kindheit. Damals war es auch seine Mutter gewesen, die bei ihm gewacht hatte, ihn gehütet hatte, wie ihren Augapfel. Und es war sein Vater gewesen, der Abstand zwischen ihnen gehalten hatte, vermutlich weil er wusste, dass der Hengst geboren worden war, der ihn vom Thron stürzen würde, auch wenn es soweit nie gekommen war. Die Zweifel, die in ihm nagten wallten immer wieder auf, je länger er die beiden Stuten ansah, was sollte er tun, ohne jemanden zu verletzen? Er konnte sich nciht mehr überwinden einen Schritt zu gehen, obwohl Sparkle den Abstand zwischen ihnen schon sehr verringert hatte. Nur sie konnte vielleicht spüren, was er fühlte und mit all seinen Zweifeln in den Augen wagte er es, sie anzusehen. Doch der Leithengst ahnte, dass er auch in ihrem auffangenden Blick keine Antwort finden würde.

oO(Verflucht! Das ist deine Tochter! Du solltest sie in ihrem Leben begrüßen. Es ist kein Sohn! Warum nur kann ich sie dann nicht so lieben, wie Sparkle es tut? Was ist das, was mich so hart werden lässt. Sie war doch gewollt. Sie ist unschuldig!)Oo


Niemals hatte er gewollt, dass seinen Nachkommen, dasselbe wiederfuhr wie ihm. Dass ihr eigener Vater sie verweigerte, auch wenn es sein eigener nur indirekt getan hatte. In seienr Ausbildung hatte El Immohagh ihn stets behandelt, wie irgendeinen Schüler, nicht wie ein Vater seinen Sohn. Allerdings war da auch die Tatsache, dass New moon sich bis vor wenigen Monaten geschworen hatte, niemals auch nur ein einziges Füllen in die Welt zu setzen und jetzt - jetzt war es so spät. Er konnte, nein er durfte nicht den gleichen Fehler begehen, wie sein Vater. Denn auch, wenn er nicht genau ausdrücken konnte warum, verlieren wollte er die kleine Schwarze für nichts auf der Welt. Irgendwie war sie also doch schon ein Teil seines Lebens, wenn auch nciht ganz so tief verwurzelt wie bei seiner Gefährtin.
Wieder sah er die Schimmelstute an, die eigentlich sein komplettes Gegenteil war. Ein Ruhepol in der Herde, freundlich, aufgeschlossen und "hell". Er war mehr der Misstrauische, derjenige, der alles hinterfragte, aber ein guter Kämpfer und er hatte bewiesen, dass er Führungsqualitäten besaß. Sofort erkannte er die Wahl Sparkles Worte. "New Moon, der große Leithengst der BlueMounatinMustangs". Wie lange hatte er dafür gekämpft nur um einmal, einen solchen Satz irgendwie so zu hören? Fast sein komplettes Leben lang. War es das was er bei der alten Herde nicht gefunden hatte? Anerkennung? Vielleicht.

Wenn auch langsam, so überwand der Schwarze schließlich doch noch die letzte Distanz zwischen ihm und seinen Stuten. Aber anstatt sich dem Fohlen zuzuwenden, drückte er seine Nüstern gegen Sparkles. Für einen Moment verharrte der muskulöse Hengst so, ehe er zögerlich von ihr abließ und sich jetzt doch dem kleinen Stütchen zuwandte.
Wohl überlegt senkte er den feingliedrigen Kopf etwas, bis er mit dem Fohlen auf eienr Höhe war. In seinen Augen lag nicht mehr der Hass und die Gier, sondern soetwas wie Neugierde. Er wollte seine Tochter kennenlernen.

"Wie ist ihr Name?"
Die Frage war an die Muter gewandt.

[Sparkle&Horizon | zerrissen | Sparkle | Horizon | frägt Erstere]

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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Sa Apr 28, 2012 4:20 pm

Sparkle begann jetzt, ein wenig zu zittern. Sie hatte Angst. Würde New Moon jetzt doch werden wie sein Vater? Dieser hatte seinen eigenen Sohn verschmäht und sich nie um ihn gekümmert, sie erinnerte sich noch genau. New Moon wäre daran beinahe zerbrochen, auch das wusste sie noch. Er würde doch jetzt nicht enden wie El Immohagh, oder? Beinahe schon angstvoll suchte sie seinen Blick, beobachtete den schwarzen Hengst genau. Ihr Herz klopfte und der Schlag ihres wichtigsten Muskels dröhnte in ihren Ohren. Zum ersten Mal wusste sie nicht, wie er reagieren würde. Er hatte immer gesagt, dass er nicht so sein wollte wie sein Vater. Aber konnte er sich dafür oder dagegen entscheiden? Letzten Endes war es nicht seine Wahl. Oder doch? Konnte er sich dagegen entscheiden, wie der berühmte Hengst, der sein Vater gewesen war, zu werden? Sie wusste es nicht. Bei Gott, sie wusste es nicht. Aber sie hoffte, dass er nicht so werden würde. Von ganzem Herzen hoffte sie dies.
Und offensichtlich meinte irgend eine höhere Macht es gut mit Sparkle. Denn endlich ging eine Regung durch New Moon. Der Rappe kam auf sie zu, drückte seine schwarze Nase gegen ihre graue. Erleichtert lächelte sie und schloss kurz die Augen, um das Gefühl seiner Nüstern an ihren zu genießen. Tief sog sie seinen Duft in ihre Lungen, bevor er sich seiner Tochter zuwandte. Liebe stand in den Augen der weißen Stute, als sie ihren Gefährten dabei beobachtete, wie er seinen Kopf vor den der kleinen Horizon senkte. Ihr Herz klopfte noch immer, jetzt aber fröhlich und nicht bedrohlich. Die Freude und die Liebe der Heilerin schien ihr aus allen Poren zu strömen, und sogar eine einzelne Träne stand in ihrem Augenwinkel - eine Träne des Glücks, als ihr Moon sie fragte, wie die Kleine denn hieße. Jetzt würde es also endgültig sein, wenn sie es sagte. Jetzt wäre die kleine schwarze Stute endgültig ihr kleiner Horizont. Sie musste es nur sagen.

"Horizon. Sie heißt Horizon.", sagte Sparkle leise, es schien fast, als würden Tränen ihren Hals zuschnüren. Sie machte noch einen Schritt auf den Hengst zu, und schmiegte ihr Gesicht einfach nur an seinen Hals, von unbeschreiblichen Gefühlen überwältigt. Diese beiden Pferde, die jetzt bei ihr waren, waren ihre Familie. Ihre eigene kleine Familie. Und es war perfekt. Sie vergrub die Nase in der dichten schwarzen Mähne des Leithengstes, atmete tief seinen Geruch ein und genoss die Art, wie schon allein dieser sie so unglaublich beruhigte. Einige Sekunden harrte sie so aus, dann wandte sie sich um, blickte hinab zu ihrer kleinen Tochter. Zu dem perfekten kleinen Wesen, welches ihre Tochter war. Sie dachte nicht mehr an Sunnys Verlust, sie hörte Donnerkeils scharfe Worte nicht. Für sie drehte sich in diesen Momenten alles um New Moon und Horizon. Und sie war glücklich damit.

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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Di Mai 01, 2012 8:36 am

Horizons Ohren waren aufmerksamst gespitzt. Sie lauschte der beruhigenden Stimme ihrer Mutter, beobachtete dabei aber immernoch das große schwarze Pferd. Sie war irgendwie beeindruckt. Zugleich aber auch unsicher weil sie von dem Pferd so gemustert wurde. Was ihre Mama dann aber sagte lies sie den Kopf hoch empor recken und ihre Ohren zucken. Das große schwarze Pferd war ihr Vater, ihr Papa? Sie blinzelte den schwazen Hengst, ihren Papa neugierig an. Die Frage warum Mama vorher so traurig war hatte sie schon längst wieder vergessen. Auch die anfängliche Scheu war verschwunden. Stattdessen schlug ihr kleiner Schweif aufgeregt von einer Seite zur anderen. Das Filly merkte wie ihre Mama Schritt für Schritt näher an ihren Papa ran ging. So tänzelte sie schon beinahe neben ihr her bis sie nurnoch wenige Schritte von ihrem Papa entfernt waren. Sie blickte einmal hoch zu ihrer Mama, dann wieder zu ihrem Papa. Warum gingen sie nicht weiter zu ihm?

Es musste irgendeinen Grund haben also bewegte sich auch Horizon nicht vom Fleck. Jedoch wurde sie mit jeder verstichenen Sekunde ungeduldiger. Bis eine Regung durch den schwarzen Körper des Hengstes ging und er auf die zu kam. Neugierig beobachtete sie wie sich ihre Mama und ihr Papa liebevoll begrüßten. Dann senkte sich dieser große Pferdekopf zu ihr und war bald auf einer Augenhöhe mit den ihren Augen. Sie lauschte erst noch was ihre Eltern da sagten, dabei blähten sich ihre Nüstern immer mehr. Und um ehrlich zu sein, das merkte das kleine Filly nicht. Kurz sah sie hoch zu ihrer Mama. Genau in diesem Moment drehte auch diese ihren Kopf zu ihr. Und was sollte sie jetzt machen? Mit neugierigen Augen blickte sie nun wieder ihren Papa an. Wie aus einem Impuls heraus streckte sie ihren Kopf nach vorn bis ihre kleinen Nüstern, die viel größeren ihres Vaters berührten. So verharrte sie einige Sekunden ehe sie ihren Kopf kichernd wieder zurück zog.

Sie stellte ihren kleinen Schweif auf und begann fröhlich herum zu hüpfen. Dabei umrundete sie ihre Eltern einmal ehe sie ziwschen ihnen zum stehen kam. Mit einem aufgeweckten Blick sah sie diese Abwechselnd an, ihr kleiner Schweif war immernoch aufgestellt. Da machte sie einen Sprung nach vorn und begann einen wilden Galopp. Sie wuselte dabei immerwieder um ihre Eltern herum auch wenn sie hie und da beinahe stolperte. Aber was machte das schon wenn man gerade so gut gelaunt war? Aus reiner Lebensfreude setzte sie einige Bocksprünge mit hinein ehe sie schlitternd neben ihrer Mama zum stehen kam. Aber fertig war sie noch nicht, kaum war sie still gestanden stieg Horizon einmal dabei war nur ein Problem. Es war um einiges schwerer auf zwei Beinen zu stehen als auf vier. Sie verlor das Gleichgewicht und machte so stehend eine Drehung um sich noch irgendwie zu fangen. Und sie hatte es geschafft, gerade noch so, irgendwie. Nun mit dem Rücken zu ihren Eltern stehend drehte sie kichernd ihren Kopf nach hinten und sah beide Freudestrahlend an.


[ ist neugierig auf ihren Papa | ungeduldig | beobachtet ihre Eltern | knüpft "Kontakt" zu ihrem Papa | fröhlich | läuft herum | vergnügt ]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Di Mai 01, 2012 3:36 pm

>And after all this time
our time has come
Here we are - still going strong'
<

Spürbar schwanden alle Zweifel von seiner geliebten weißen Stute, als er zu ihr trat und sie die Berührung erwiderte. Fragend blickte New Moon zu ihr, doch Sparkle sagte nichts weiter. Ob sie gespürt hatte, was in ihm vorgegangen war? Vielleicht hatte sie geahnt, dass der Schatten, den er überspringen musste, größer war, als sie beide geahnt hatten. New Moon hatte in letzter Zeit oft an ihrem Glück gezweifelt, auch daran, ob es wirklich das Richtige gewesen war, Sparkle ihren Wunsch zu erfüllen. Schattenpfeils Worte waren der erste Rückschlag, dann der Zwiespalt, den er mit sich selbst ausfocht ein weiterer, auch wenn er diesen selbst bezwingen musste, ebenso wie Sparkle diese Prophezeihung. Sie hatte es scheinbar überstanden - vorerst. Wie es um ihn stand wusste der Schwarze nicht.

Die samten, weichen Nüstern trafen so plötzlich seine Nase, dass er beinahe zurückzuckte, im letzten Moment aber doch verharrte, um die Kleine nicht zu verschrecken. Sparkle hatte ihren Namen genannt. Horzon. Als New Moon in die kleinen, runden und vor Freude glitzernden Augen blickte, wusste er, dass es an der Entscheidung der Mutter über die Namenswahl keine Zweifel gab. Vielleicht war die junge Stute tatsächlich ein neuer Horizont. Vielleicht konnte sie ihn vergessen lassen und seine Scheu bezwingen.
Der Freudentanz der Kleinen rang dem sturen Leithengst dann doch noch ein Lächeln ab. Es war einfach zu irrsinnig mit anzusehen, wie das Neugeborene herumtollte, ohne seine vier Beine überhaupt richtig unter Kontrolle zu haben.
Der Rapphengst stellte sich wieder neben Sparkle, nachdem Horizon ncoh imme rvergnügt um sie herumsprang.

"Das hat sie von dir!"

Wie früher so oft blitzten New Moons Augen kurz schelmisch auf. Es war ein kleines Necken an Sparkle gerichtet, frühe rhatten sie sich oft genug in der Wolle gehabt, dannach waren es mehr udn mehr ausgefeilte Diskussionen gewesen, die keinen wirklich verletzten. Und jetzt, wallte ein Teil der jugendlichen Erinnerung in ihm auf.
Vielleicht war es doch das Richtige gewesen. Sparkles Wunsch zu vollenden.

[Sparkle&Horizon | "KontakT" mit Tochter | beobachtet Tollen | amüsiert | Sparkle]

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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Di Mai 01, 2012 3:52 pm

>Nur ein Zweifel bleibt
Das diese Welt für dich bestimmt ist
<

Mit den Jahren lernte man den anderen immer besser kennen. So hatte der Braune natürlich bemerkt, dass mit seiner Gefährtin nicht alles stimmte. Doch er war nicht weiter darauf eingegangen, hatte geglaubt, dies würde sich legen, sobald sie sich hier eingelebt hatte. Doch dem war scheibar nciht so. Als er sie nämlich nun so von der Seite betrachtete, konnte er beinahe all die Zweifel udn Sorgen, die an ihr nagten von ihrem seidigen Fell ablesen.
Es war schwer für den Hengst sich dies einzugestehen, aber es war hier seine Welt, nicht die ihre. Und er hoffte, nein er betete, dass sie sich hier irgendwann ebenso wohl fühlen würde wie er. In den Cnayons hatte er auch seine Zeit gebraucht, doch mit dne Jahren war es eine Heimat für ihn geworden, konnte das hier nicht genauso sein?

Es war wohl ein Schicksalsschlag gewesen, dass sie nun wieder in dieses Land zurückgekehrt haben. Eigentlich glaubte Castello nicht an das Schicksal, oder eine höhere Macht. Sheltie hatte ihn immer damit vollgelabert, dass jeder einen Glauben oder soetwas bräuchte, doch Castello war Krieger, er sah die Dinge wie sie waren und verschönerte sie nicht. Und immerhin hatte er bis jetzt auch vollkommen ohne göttliche Unterstützung durchgehalten und die schwierigen Phasen im Leben gemeistert.
New Moon wiederzufinden, dass war Glück gewesen. er hätte überall sein können, doch vielleicht war es ihnen ja tatsächlich vorherbestimmt gewesen, dass sie sich nicht auf ewig trennten. Nachdenklich blickte Castello zu seinem rabenschwarzen Freund, von dem viele glaubten, seine Seele sei ebenso schwarz wie sein Fell. Cas musste schmunzeln. Jeder der das wahrlich glaubte, kannte Moon nicht, er war der größte Chaot, den es in dieser Welt gab. Doch den Schwarzen schien etwas zu bedrücken. Mit zusammengekniffenen Augen musterte der Braune seinen besten Freund aus Jugendtagen. Auch wenn diese Zeit lange hinter ihnen lag, so waren sie niemals Fremde, waren noch immer die Brüder, die sie beide nie gehabt hatten.
Schließlich kam New Moon auf ihn zu und bedeutete ihm am Eingang Wache zu halten. Wortlos gehorchte Cas. So war da simmer bei ihnen gewesen, es brauchte nciht viele Worte, eine einfache Geste reichte. Bei Filou und ihm war das auch so. Wenn auch auf andere Art und Weise.

Castello sah Moon nach, wie er nach draußen ging, zu Sunny, die soeben ein Fohlen zur Welt gebracht hatte. Es schien tot zu sein, das schließ der Braue auch aus ihrem Schreien. Moon konnte e rnicht hören udn auch seine Mimik nicht sehen, um etwas daraus zu lesen, denn der Leithengst stand mit dem Rücken zu ihm. Als er an ihm vorbeischritt, war seine Miene kalt beinahe herzlos. Wie früher so oft. Schockiert sah Castello ihn an, versuchte Blickkontakt herzustellen, doch Moon würdigte ihn keines Blickes. Er ging in die Höhle.
Cas stieg der Geruch von Blut in die Nase, eine weitere Stute hatte geworfen. Sparkle. New Moon war auf dem Weg zu ihr. Gespannt wartete Castello, wie würde der Schwarze reagieren, de reigentlich nie Kinder gewollt hatte. Mehr aus Angst vor sich selbst, als aus dem Grund, dass er Fohlen nicht leiden konnte, wie Castello vermutete.
Doch er wurde aus seiner Grübelei über seinen Kumpel gerissen, als sich ein warmer Körper an ihn drückte. Das etwas dunklere Braun von Filous fell kam in sein Blickfeld und dann sah er auch schon in ihre klugen, dunklen Augen. Fragend blickte er sie an. Er hatte recht gehabt, etwas stimmt enicht mit ihr.

"Filou ... was ist los mit dir? Hey, sieh mich an! Ich weiß, das ist alles nicht leicht für dich und du weißt gar nciht, wie unendlich dankbar ich dir bin, dass du mit mir gekommen bist, aber ich spüre doch, das da noch etwas ist, was dich zerreißt."


Aus diesen warmherzigen Kastenienbraunen Augen sah Castello seine Geliebte an. Lou würde er niemals aufgeben. Doch was, wenn er sich entscheiden musste, zwischen ihr und Moon? Sie waren einmal die Leittiere gewesen. Jetzt waren sie nicht mehr als einfache Mitglieder.

[denkt nach | Moon | Geburten | Lou]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mi Mai 02, 2012 5:59 pm

Vollkommen ruhig hatte er das Geschehen beobachtet. Er musste nicht eingreifen, dazu hatte er auch garkeinen Grund. Dieser Schecke war sehr gut in der Lage sich selbst zu helfen. Oder zumindest weg zu laufen. Schnell genug war er ja. Er konnte sich sicherlich mit ihm, dem Goldenen Dämon Namid messen. Er war beinahe versucht dem Rennen beizuwohnen. Es war doch einfach verlockend den Wind so in der Mähne zu spühren. Aber er blieb wo er war. Auf einem hoch gelegenen Hügel von dem aus er die Umgebung gut im Blick hatte. Oder wie in diesem Fall die Menschen auf ihren Pferden und diesen Silver Grullo Hengst.

Namid war bis jetzt noch nicht oft einem Pferd dieser Farbe begegnet. Eigentlich ja noch nie. Er war ebenso einzigartig wie der goldene Schecke selbst. Aus diesem Grund hatte er auch beschlossen den anderen eine Weile zu folgen. Mit einem geschmeidigen Galopp setzte er der Meute, die im Wald verirrt war nach. Die Menschen waren lautstark zu hören, wie sie fluchten, wie sie sich belangloses Zeug zu schriehen. Und ihre Pferde schnauften angestrengt. Namid konnte darüber nur den Kopf schütteln. Soetwas ehrloses wie Menschen auf dem Rücken zu akzeptieren... Diese Pferde waren keine edlen Wesen mehr. Ohne die Reiter und ihre Rösser noch eines Blickes zu würdigen drehte er ab und ging in einen Renngalopp über. Er jagte der Spur des Hengstes nach. So ein Gefühl sagte ihm es würde mit diesem noch interessant werden. Wobei, war das nicht schon vorhin erwähnt?

Naja, wie dem auch sei. Die Spur war unverkennlich. Selbst ein blindes Pferd hätte ihm folgen können. Eindeutig dieser Schecke war kein Mustand. Bestimmt ein entflohenes Menschenpferd. Aber er hatte eine Chance bekommen. Er hatte gezeigt das er sie wollte, die Freiheit. Kurz schnaubte Namid dann begann er in großzügigen Sprüngen immer weiter den steilen Hang zu erklimmen. Er meinte den dunklen Schweif des anderen kurz erspäht zu haben, jedoch schon ziemlich weit oben. Der legte ja ein ordentliches Tempo vor. Ein schiefes Grinsen entkam Namid ehe er ebenfalls anzog und nun etwas schneller wurde. Er würde den anderen schon noch einholen. Da bestand kein Zweifel.

Langsam, kaum merklich mischte sich der Geruch von Wasser in den des intensiven Waldduftes. Und mit ihm auch der des Hengstes. Der goldene Schecke stellte seine Ohren auf und legte die letzten paar Meter nun mit mehr Elan zurück. Nach kurzer Zeit schon konnte er das weiß graue Pferd erkennen. Er beschloss aber sich nicht durch ein kurzes Wiehern anzukündigen. Stattdessen verfiel er in einen lockeren Trab und begab sich so Seelenruhig neben den fremden Hengst. Kurz senkte er seinen Kopf und begann ein klein wenig zu trinken. Nach dem er seinen letzten Schluck getan hatte hob er seinen Kopf wieder und blickte den anderen aus seinen stechend blauen Augen an.

"Du bist schnell Fremder. Nicht viele Pferde hätten die Menschen so leicht abhängen können."

Ja freundliche Worte. Dabei auch ein nettes... naja sagen wir mal monotones Gesicht. Das war recht selten bei Namid, obwohl er keinesfalls unfreundlich war. Naja, vielleicht manchmal aber nicht immer. Doch langsam wich sein ernstes Gesicht einem Freundlichen. Man sollte Fremde doch nicht gleich so sehr erschrecken oder? Schon gar nicht wenn sie wie dieser Artgenosse hier keine in Freiheit geborenen Pferde waren.

"Mein Name ist Namid. Ich muss sagen ich bin ehrlich beeindruckt von deiner Schnelligkeit. Vorallem da du ein Menschenpferd bist. Sag wie bist du den Zweibeinern entkommen?"


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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mi Mai 02, 2012 6:32 pm

Also eines musste Jean ohne zweifel zugeben. Es war etwas ganz anderes einen so steilen Berg hinauf zu galoppieren als dort unten in der flachen Steppe. Aber er wäre nicht Colors Jean wenn ihm das nicht vollkommen egal wäre oder? Immerhin er war das schnellste Paint Horse weit und breit! Keiner konnte ihm das Wasser reichen! Und er war wilder als jedes andere Pferd der Menschen. Er grinste wieder breit und machte zur Feier seiner guten Laune einen Bocksprung. Nur was sollte er jetzt hier machen? Da unten war es auf dauer zu langweilig, und allein auf einem ihm vollkommen fremden Berg war das ganz sicher auch nichts. Aber es gab ja wilder Herden. Er musste sich nur einer von ihnen anschließen.

Irgendwie schien es so als wolle dieser Abhang garnichtmehr aufhören. Seit Minuten schon latschte er hier hinauf warum kam er nicht endlich an den Gipfel? Oder wenigstens an eine gerade Ebene wo er seiner Lauffreude freien... ja lauf lassen konnte? Um seinen Wunsch schneller zu erfüllen wurde er ganz einfach ein kleinwenig schneller. Und siehe da, bald schon erreichte ihn der Duft von Wasser. Sofort besserte sich Jeans Laune wieder schlagartig. Er hatte die Nüstern gebläht und beschleunigte wieder. Es handelte sich nurnoch um wenige Minuten, fünf, vielleicht auch 8 aber dann hatte er ihn endlich erreicht. Einen kleinen Fluss dessen Wasser beruhigend dahin rauschte. Naja, warscheinlich war Fluss das falsche Wort. Bach, oder Bächlein würde es eher treffen.

Bei diesem Anblick bekam Jean irgendwie richtig durst. Schwungvoll trabte er an das Ufer und senkte sofort seine Nüstern in das kalte Wasser. Es schauderte ihm kurz, er hatte erwartet das es zumindest etwas wärmer wäre. Ein kleinwenig nur. Aber seis drumm, er trank dennoch durstig einige große Schlucke. Das kalte Wasser war eine wahre wohltat. Zwar konnte er es genau spühren wie es ihm in den Magen ronn aber was machte das schon? Es war Wasser und er hatte durst. Das war alles was zählte.

Zufrieden hob der Silver Grullo Schecke sein Haupt und betrachtete einen Moment lang die Umgebung. Es sah einfach traumhaft aus. Alles wirkte so friedlich, so wundervoll. Beinahe wie das reinste Paradies. Das einzige was ihm dabei Sorgen machte war die Tatsache das es ziemlich langweilig werden würde. Es sah so aus als ob hier nie was los wäre. Nichtmal Wölfe oder so waren zu wittern. Er seufzte kurz und wollte sich schonwieder dem Wasser zuwenden da trat etwas helles, hell goldfarbenes an seine Seite. Verwundert wich er einen Schritt zur Seite aus und betrachtete dieses Etwas.

Und dieses Etwas stellte sich als Hengst heraus. Der trank hier einfach so seelenruhig vor sich hin und beachtete Colors Jean nichteinmal. Aber ein anderes Pferd! Vielleicht hieß das hier gab es auch eine andere Herde? Naja wohl eher nicht denn dieser Schecke roch nicht nach anderen Pferden. Egal, Jean hatte Gesellschaft. Da zählte es nicht ob es einer war oder fünf. Mit einem neugierigen Ausdruck in seinen Nachblauen Augen sah er sein Gegenüber an. Nach kurzer Zeit hob dieser dann auch seinen Kopf. Doch dieser Blick! Jean viel es schwer Augenkontakt zu halten. Klar alle Pferde mit blauen Augen hatten etwas stechendes an sich, aber so hatte er es bisher noch nicht erlebt! Das war bei den Worten des goldenen Falb-Schecken allerdings schnell vergessen. Zum Teil auch weil er ihn nichmehr so scharf anblickte.

"Vielen Dank für dein Kompliment. Ich bin Colors Jean. Wie ich den Menschen enkommen bin willst du wissen? Woher weißt du überhaupt das ich mal bei den Menschen gelebt habe? Naja, ich bin ihnen jedenfalls einfach davon gelaufen. Die anderen Pferde konnten einfach nicht mit mir mithalten."

Jean lachte für einen Moment auf. Ja er war ihnen einfach zu schnell gewesen. Allen. Und das immer und immer wieder! Aber warum wusste der Fremde, welcher sich als Namid vorgestellt hatte, sofort das er von den Menschen kam? Für den Bruchteil einer Sekunde musterte er den goldenen Schecken da erkannte er ziemliche Merkmale eines Paint Horses. War dieser etwa auch von den Menschen?! Wenn ja, waren sie vielleicht vom selben Hof? Aber... nein das konnte nicht sein. Jean hätte Namid schon früher mal sehen müssen.

"Entschulige meine Frage aber... du siehst aus wie ein Paint Horse. Bist du auch von den Menschen?"

Ein anderer Grund viel ihm nicht ein warum der helle Schecke sofort gewusst hatte das er ein ehemaliges Menschenpferd war. Wobei Menschenpferd der falsche Ausrduck war. Er hatte sich ja nie reiten lassen.


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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mi Mai 02, 2012 7:01 pm

Namid hätte fast lachen können. Die Verwunderung im Gesicht des anderen war eindeutig. Ja wer traf heute noch einfach so ein Pferd mitten in der Pampa? Es war ja in einem gewissen Sinn nur Zufall gewesen das er die Verfolgungsjagt hatte mit ansehen dürfen. Eigentlich war er ja gerade auf dem Weg ins große Nichts gewesen. Naja, das große nichts auch wieder nicht, sein Weg war einfach ungewiss. Immer der Nase nach, niemals zurück blicken. Wer weiß vielleicht war es auch ein Hauch des Schicksals das er den Silver Grullo Schecken entdeckt hatte? Nein ganz gewiss nicht. Soetwas war einfach nur absoluter schwachsinn.

Beinahe so großer Schwachsinn wie deri Fragen die Colors Jean, wie er sich vogestellt hatte, fragte. Namid konnte einfach nur eine Augenbraue heben und den anderen mit einer Mischung aus Verständnisslosigkeit und Verwunderung zugleich anblicken. Er und ein Pferd der Menschen?! Niemals. Aber Namid kam nicht durm herum, er hatte das Blut eines Paint Horses. Und ja, er sah wirklich mehr wie ein Paint als wie ein Mustang aus. Aber in seinem Herzen und mit seinem gesamten Sein war er ein stolzer Mustang. Sein Vater, Kahil, dem es gelang schon im zarten Alter von drei Jahren eine Stute von einem alt eingesessenen Hengst zu stehlen und diese dann auch noch gleich zu decken, war ebenso ein stolzer Mustang. Sein Vater, somit Namids Großvater Fighter hatte soweit er wusste seinem Namen alle Ehre gemacht. Gleichzeitig war es wohl dieser der Väterlicherseits das Paint Blut mit eingebracht hatte. Mütterlicherseits... hm wie war es da? Soweit Namid wusste war die Mutter der Mutter seiner Mutter, also seine Ur-Großmutter, oder war es deren Mutter? Er konnte es nicht genau sagen, nur das eine Stute aus dem seine Mutter stammte einmal eine wertvolle Zuchtstute war. Und Namit musste natürlich die Gehne von seinen Paint Vorfahren haben. Was konnte man da schon groß machen?

Nun aber wieder zum wesentlichen. Namid war in seinem Herzen ein Mustang. Auch mit seinem Verstand. Und er empfand es als beleidigung als Menschenpferd beschrieben zu werden. Aus diesem Grund schnaubte er einmal strent und verfinsterte seinen Blick.

"Colors Jean. Es mag sein das ich das Blut eines Paint Horses in mir trage, aber nur zu geringen Teilen. Ich wurde als Mustang geboren, und werde als Mustang sterben."

Einmal peitschte er noch mit seinem Schweif ehe er kurz ausamtete und wieder einen freundlicheren Blick aufsetzte. Er wollte Colors Jean, hm den Namen musste er verkürzen, ja keine Angst einjagen. Mit einem einladenden Nicken deutete er auf den Wald und setzte sich dann wieder in Bewegung. Dabei sah er kurz nach hinten, wo Jean noch unschlüssig da stand. Der Falb-Schecke unterdessen schnaubte kurz freundlich wohlgemerkt und trabte nun an. Hinter sich konnte er die Schritte Jeans hören.

"Keine Sorge Jean, ich darf dich doch so nennen oder? Wie dem auch sei, ich habe sicher nicht vor dich anzugreifen oder deartiges. Bei manchen Dingen reagiere ich nur etwas empfindlich. Aber eine Frage hätte ich an dich. Ich reise schon seit einiger Zeit allein umher und ich habe die Einsamkeit satt. Wie wärs wenn du mich ein weilchen begleitest? Wir hätten bestimmt Beide einen Nutzen davon."

Namids Stimme hatte wieder zu der alten Freundlichkeit gefunden. Er hoffte schon das Jean ihn begleiten würde. Immerhin selbst der beste Kämpfer brauchte Gesellschaft, so auch er. Es war zudem ziemlich eintönig immer nur Stumm vor sich hin zu wandern und langsam zu vegetieren.


[ belustigt | in Gedanken | gibt scharfe Antwort | lädt Jean ein ihn zu begleiten ]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mi Mai 02, 2012 7:36 pm

So eine Antwort hatte Jean nicht erwartet. Keine so gereitzte. Hatte er wirklich so was falsches gefragt? Nun es schien so, denn der stechende Blick war wieder in Namids Augen geschlichten. Dazu noch der peitschende Schweif. Gerade noch das er die Ohren nicht anlegte. Einwenig unsicher, und das obwohl Jean für gewöhnlich nciht gerade schüchtern war, trat er einen Schritt zurück. Doch beinahe im selben Moment gab Namid seine gereitzte Haltung auf. Was sollte man davon halten? Jean hatte wirklich nicht erwartet gleich beim ersten mal auf so ein launisches Pferd zu treffen.

Dann machte der helle Schecke eine einladende Geste ihm zu folgen. Aber sollte man wirklich so einem Pferd folgen? Was wenn der öffter solche Stimmungsschwankungen hatte? Zögernd blieb er am Ufer stehen und sah in die entgegengesetzte Richtung. Vielleicht war es das Beste ersteinmal allein weiter zu reisen? Eine Herde zu suchen? Das einladende freundliche Schnauben Namids lenkte Jeans Aufmerksamkeit wieder auf den Schecken. Einwenig misstrauisch setzte auch er sich dann in Bewegung und trabte bald an der Seite des anderen. Und der erklärte sofort den Grund für seinen Launen abbruch.

Ok wenigstens wusste Jean nun das er ihn besser nicht reizen sollte. Nachdenklich senkte Jean seinen Kopf etwas. Er hatte gedacht das nun auch Namid erstmal schweigen würde doch falsch gedacht. Er Helle redete sofort weiter. Ja er bot Jean an ihn zu begleiten. Erstaunt schnellte sein Kopf nach oben. Beinahe entgeistert starrte er den Hengst mit den stechenden Augen an.

"Du willst das ich dich begleite? Obwohl ich vorher so... eine ungehobelte Frage gestellt habe?"

Der Silver Grullo Schecke schüttelte seinen Kopf und begann dabei an zu lachen. Der Falb-Schecke war wirklich ein seltsames Pferd. Erst ist er sauer dann lädt er einen ein ihn zu begleiten. War konnte darüber nicht lachen. Mit einem ziemlich belustigten Blick sah er nun wieder zu Namid.

"Also, ich war sowieso auf der Suche nach Gesellschaft und mit dir wird es wohl wenigstens nicht langweilig."

Wieder fing Namid an zu lachen dann galoppierte er an und wieherte einmal lauthals hinaus. Er war wieder gut gelaunt. Er hatte schneller Gesellschaft gefunden als er gedacht hatte. Zudem auch noch so interessante Gesellschaft. Jetzt fehlte nurnoch eine Herde bei denen sie sich anschließen konnten, oder zumindest er. Jean wusste ja nicht wie der Helle darüber dachte. Aber zumindest er würde sich zu 100% einer anschließen sobald er die Chance dazu hatte.


[ erschrocken | unschlüssig | willigt ein Namid zu begleiten ]
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