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 7. Kapitel: Lessies Rückkehr

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Phönix
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Mai 04, 2012 8:01 am

» the cruel circle of life «

    Die Wanderung schien einigen Mitgliedern weniger Probleme zu bereiten als anderen. Während die Scheckenstute unablässig die Regungen der Herde musterte, erkannte sie allmählich ein klares Muster, welches sich abzeichnete. Obgleich so manch ein Pferd versucht war, dem Geschehenen mit Gleichgültigkeit oder Distanz entgegenzutreten, erkannte Phoenix doch recht schnell, welche an jenem unheilvollen Tag dabei gewesen sein mussten. Schweigend erklomm die hübsche Scheckin das Gebirge, ehe sie leise keuchend die Höhlen entdeckte. Dann geschahen die Dinge beinahe zu schnell, als dass sie ihnen hätte folgen können, sodass die Mustangstute vorerst unentschlossen am Ende des Herdenzugs stehen blieb und ausharrte. Sunny gebar ein totes Fohlen und der Anblick der kleinen Kreatur schnürte Phoenix die Kehle zu, erinnerte sie sich automatisch an das feuchte, schwarze Bündel, welches später ihr kraftstrotzender Sohn wäre. Mühsam unterdrückte die lebensfröhliche Stute dergleichen Intentionen, erinnerte sich rasch an die Tatsache, dass sowohl Cloud, als auch ihre kleine Herde, die keine Herde gewesen war, in guten Hufen war. Castle wüsste ohne Frage, wie er die wilde Bagage im Zaum hielt und ihr Sohn - nun, der fand soeben seinen eigenen Weg, wie sie hoffte. Mühsam wandte Phoenix den Blick vom toten Fohlen ab, senkte den Kopf mit der breiten Blesse und ließ ihn regelrecht hängen. Es tat ihr in der Seele weh - als Mutter, aber auch als Freundin - ein junges Leben bereits tot zu ihnen kommen zu sehen. Schweigend gedachte sie dem armen Wesen für wenige Augenblicke, ehe sich eine weitere Katastrophe anbahnte.

    Phoenix hatte bereits bemerkt, dass die allgemeinen Spannungen zunahmen, je dichter sie jenen Höhlen kamen, in welchen Lessie ums Leben gekommen sein musste. So erschien es nicht weiter verwunderlich, dass sich nun eine regelrechte Konfrontation aus angestauter Wut und immenser Trauer zwischen Sunny und Donnerkeil entspann. Die Gescheckte war schockiert über die Dinge, die gesagt und nie wieder zurückgenommen werden konnten, doch die Schwarze kehrte ihnen bereits den Rücken und die Goldfarbene sah aus, als bräche sie gleich zusammen. Kolett sorgte sich um die Leitstute und auch Phoenix wollte ihnen helfen, sich jedoch in solch einer schweren Stunde nicht dazwischen drängen und stören. Offenbar benötigte Sunny nun erst einmal die Ruhe von Phantom, dessen muskulöser Körper ohne Frage Ruhe und Schutz ausstrahlte.

    Langsam, bemüht leise, stahl sich die Rotgescheckte beinahe an der Leitstute vorbei, wollte den Blick nicht heben - und war doch vollkommen gelähmt. Was hätte sie tun können, sie, die bereits ein Fohlen hatte und Sunnys Schmerz nur in Teilen nachvollziehen konnte? Als sie die Höhlen erreichte, erblickte sie ein wild herumspringendes Fohlen, ein krasser Gegensatz zu dem hellen, toten Fohlen in ihrer Lebhaftigkeit. Ein Lächeln legte sich auf die Züge der Stute, ehe sie einen besorgten Blick zurück warf. Wie würde die beraubte Mutter mit dem Mutterglück Sparkles und dem Fohlen umgehen, wo es ihr doch von nun an stets in Erinnerung rufen würde, das geschehen war. Besorgt kehrte sie in die Höhle ein, warf Sparkle ein wohlwollendes, wie gratulierendes Lächeln zu und ließ sie vorerst mit ihrer kleinen Familie allein. Sie bemerkte die beiden Neuankömmlinge, Filou und Castello, wollte diese ebenso wenig stören und trat wieder an den Rand der Höhle. Dort verharrte sie, unschlüssig, was nun zu tun sei. Das erste Mal in ihrem Leben vermochte Phoenix die dunklen Wolken nicht mit einem strahlenden Lächeln zu vertreiben. Sie konnte es nicht einmal versuchen.


[Ende der Herde # Trauert # Unschlüssig # Höhlenrand]
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Namid
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Sa Mai 05, 2012 9:20 am

Namid war beinahe... ja beinahe gespannt auf die Antwort die er bekommen würde. Immerhin war er vorhin nicht gerade freundlich. Aber es war doch schon mal ein gutes Zeichen das Jean ihm folgte. Die Antwort lies auch nicht sonderlich lange auf sich warten. Allerdings war sie mit einigen Sarkasmus ausgesprochen worden der Namid eine Augenbraue heben lies. Das Gelächter wirkte irgendwie ansteckend so schlich sich auf Namids Züge ein lächeln. Nun kam auch die Zusage auf sein Angebot. Aber was sollte das denn bitte heißen das es mit ihm nicht langweilig sein würde? Leicht belustigt schnaubte er kurz aus ehe er wieder den Overo neben sich anblickte.

"Das freut mich zu hören Jean. Und ich denke mal das es auch mit dir bestimmt nicht so schnell langweilig wird."

Als hätte dieser auf ein Signal gewartet hechtete Colors Jean auch sofort davon. Die pure Lebensfreude war deutlich zu sehen. Auch diese wirkte ansteckend so das auch Namid in den Galopp verfiel und nun Seite an Seite mit dem Overo war. Herausvordernd sah er diesen an und legte dann an Geschwindigkeit zu. Wer war wohl das schnellere Pferd von ihnen beiden? Ohne Zweifel war Namid ganz sicher kein langsames Geschöpf, doch Jean eben so wenig. Kopf an Kopf jagten die beiden ausergewöhnlichen Schecken durch den Wald, immer weiter hinauf auf den Berg.

Soweit sich Namid erinnern konnte gab es hier irgendwo eine Herde. Wollte er wirklich auf diese treffen? Sie waren ja auf dem besten Weg dorthin. Leise waren sie nicht und auch sonst stachen sie heraus aus dem eintönigen grün braunen Hintergrund des Waldes. Naja ja es sprach nichts dagegen sich diese Herde einmal genauer anzusehen. Sie war nicht ungekannt, es gäbe bestimmt keine Schande. Und aus den Worten Jeans schloss Namid das dieser sich sowieso einer Herde anschließen wollte.

Der goldene Schecke musste so sehr in seinen Gedanken gewesen sein das er vom Lauf total abgelenkt war. Den sein Reisegefährte zog gerade so mir nichts dir nichts an ihm vorbei. Jetzt wurde es wohl ernst was? Es gab momentan keinen Grund sich zu verbergen. Deshalb gab es auch keinen Grund langsam zu laufen. Namid war bereit zu zeigen welches Blut er in seinen Adern hatte! Er begann seine Galoppsprünge zu verlängern, zog seinen Körper dabei immerwieder weiter zusammen und stieß sich immer kräftiger vom Boden ab. Schnell war er wieder auf einer Höhe mit Jean und wenige Sekunden später hatte er diesen auch schon überholt. Herausfordernd drehte er seinen Kopf nach hinten und wieherte dem Silver Grullo Schecken zu.

Doch kaum hatte er seinen Kopf wieder vorn konnte er etwas wittern. Augenblicklich bremste Namid ab und trabte schließlich nurnoch. Auch Jean schien den Geruch wargenommen zu haben denn nach kurzer Zeit trabte auch dieser mit geblähten Nüstern neben Namid her. Hatte er doch vorhin darüber nachgedacht ob er sich der Herde anschließen wollte so hatten sie die Herde scheinbar schon gefunden. Wachsam waren seine Ohren aufgestellt. Seine eisigen Augen sahen sich einmal prüfend um. Sie mussten schon ein ganzes Stück gelaufen sein, die Landschaft hatte sich verändert. Er schnaubte kurz auf dann sah er den anderen Hengst an.

"Eine Herde. Sie ist ganz in der Nähe. Also ich denke nicht das ich erst fragen muss ob du dich einer anschließen willst oder?"

Als Antwort auf seine Frage bekam Namid nur ein schiefes Grinsen. Gut dann sei es so. Er steuterte geradewegs auf den Geruch zu. Bereits von weiten konnte man einen dunklen Höhleneingang sehen. Dann nach kurzer Zeit auch die Körper einige Pferde. Je näher sie kamen desto eindringlicher musterte er jeden einzelnen Pferdeleib. Er schätzte ab wer von ihnen wir gefährlich war. Oder zumindest sein konnte. Jean dagegen wirkte eher aufgeregt. Nurnoch wenige Meter trennten sie von den Artgenossen bis Namid stehen blieb. Er beschloss ersteinmal so zu bleiben. Auch Jean hatte er mit einem schnellen Blick zum stillstand gebracht. Die Herde hatte ein Fohlen, zudem schien es noch ziemlich jung zu sein. Da war es sicher nicht unklug zu warten bis einer von ihnen auf sie zukam. Auch wenn es eher unwarscheinlich war das sie noch nicht bemerkt wurden schnaubte Namid einmal lautstark. Dann wartete er. Seine Ohren waren dabei wachsam aufgestellt, seine gesammte Haltung war stolz, aufgerichtet. Er wollte gleich zeigen das sich ein Kampf mit ihm nicht lohnen würde. Auch wenn dafür meist schon sein schneidender Blick reichte.


[ spricht | rennen | in Gedanken | wittert Herde | bewegt sich auf Herde zu | macht sich bemerkbar ]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Sa Mai 05, 2012 11:58 am

Er wusste es! Er hatte es von Anfang an gewusst! Namid war keiner dieser spiesigen Langweiler die Jean so hasste! Das zeigte er nun in der Herausvorderung zum Rennen. Ohne zu zögern setzte Jean ihm nach. Dabei war zu beachten das sein Grinsen mit jeder Sekunde größer wurde. Seine Ohren waren hell wach aufgestellt, seine Mähne tanzte nur so im Wind. Sein Schweif tat es dieser gleich. Die Geschwindigkeit. Der Wind. Das Gefühl fliegen zu können. Wie sehr er das alles doch liebte. Ohne könnte Colors Jean, Sohn das Hollywood Lancy Bar, nicht leben. Welches Pferd konnte schon ohne den Galopp leben? Mal ausgeschlossen das es die einzige Möglichkeit ist zu fliehen falls einer einem an die Gurgel will. Nein die reine Leidenschaft war das was kein Pferd verleugnen konnte.

So zumindest war es Jeans Meinung. Wieder lies er ein lebensfrohes Wiehern hören. Die ganze Welt sollte an dieser Freude teil haben! Übermütig setzte er einen Bocksprung obendrauf und sah mit einem herausfordernden Blick zu Namid. Aber dieser schien nicht ganz bei der Sache zu sein. Gut dann würde das ein selten leichter Sieg werden. Jean zog das Tempo etwas an und überholte den Hellen mit leichtigkeit. Dieser schien nun allerdings wieder aufgewacht zu sein denn schon waren sie wieder Kopf an Kopf. Welches Bild musste das wohl abgeben? Zwei Pferde die wie die Wahnsinigen durch den Wald jagten. Die Menschen würden wieder schwärmen wenn sie das sahen, eine Tatsache war das.

Jedoch hielt das nicht lange an den mit einem mal wurde Namid langsamer. Viel langsamer um genau zu sein. Er wollte noch fragend zu dem anderen Blicken da witterte er es. Pferde! Und das nicht mal zu wenige! Sofort waren Jeans Sinne hellwach. Beinahe schon angestrengt hielt er nach den Usachern für diesen Geruch ausschau aber zu sehen waren sie noch nicht. Dabei hätte er die Worte des Falb-Schecken beinahe überhört. Aber auch nur beinahe. Die Antwort stand für Jean schon längst fest so grinste er sein Gegenüber nur an. Dieser setzte sich auch sofort in die Richtung aus der dieser Geruch zu kommen schien in Bewegung.

Colors Jean folgte ihm auf Schritt und Tritt. Jetzt wäre es wohl bald soweit. Bald würde er in eine Herde eintretten. Naja falls sie ihn aufnahmen. Jean war kein Mustang. Er war bei den Menschengeboren. Bei ihnen aufgewachsen. Und Namids Reaktion bei seiner anfänglichen Frage nach zu urteilen waren Mustangs nicht besonders gut auf Menschenpferde zu sprechen. Andererseits jedoch war Namid am Anfang keineswegs unfreundlich gewesen obwohl er von Anfang an wusste das Jean kein Wildpferd war. Aber so richtig als Menschenpferd konnte man ihn auch nicht bezeichnen. Er hatte sich nie in seinem gesamten Leben reiten lassen! Also gab es vielleicht doch noch Hoffnung für ihn.

Da kam auch schon die Herde in Sicht. Jean war unschlüssig wie er sich denn verhalten sollte, er beobachtete aus den Augenwinkeln heraus Namid. Dieser schien zu erwarten angegriffen zu werden? Verdutzt begann er die Herde zu mustern. Das erste was dem Silver Grullo Schecken ins Auge sprang war ein kleines vernügtes Fohlen. Der Anblick hob seine Laune gleich nochmal um ein Stück so das er am liebsten selbst wieder wie ein Fohlen herumgesprungen wäre. Aber so gut hatte er sich dann doch noch im Griff. Wenn Jean sich die Herde so ansah wirkten sie nicht gerade unfreundlich. Warum also blieb Namid stehen? Naja Schulterzuckend stoppte auch Jean und beobachtete stattdessen weiter die einzelnen Pferde.


[ rennen | in Gedanken | Namid & Herde ]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Sa Mai 05, 2012 12:44 pm

Mistletoe stand etwas abseits der Herde, graste zufrieden und mischte sich nirgends ein. Sie war nicht sonderlich erpicht auf Streit, weswegen sie sich oftmals von den anderen abkapselte. Denn selbst, wenn diese noch so friedlich schienen, so konnte immer und überall Streit entstehen. Und dem ging Mistletoe grundsätzlich aus dem Weg. Mit einer solch gigantischen Portion Optimismus war es leicht, in Streit zu geraten, wenn man mit den falschen Pferden sprach. Einer dieser Kandidaten schien der werte Herr Leithengst, New Moon, zu sein. Von ihm hielt sich die Schimmelstute fern, da sie sich in seiner Gegenwart auch recht unwohl fühlte. Er hatte seine Sparkle, da hatte es Mistletoe auf keinen Fall nötig, dem Rapphengst Gesellschaft zu leisten.
Während sie seelenruhig graste, bemerkte sie das Geschehen innerhalb der Herde erst wenig später. Erst als sie ein Schreien vernahm, das von Sunny kam, hob sie den Kopf und beendete die Nahrungsaufnahme. Sparkle hatte gefohlt, ihr Fohlen hüpfte fröhlich um sie und Moon herum. Sunny hatte auch gefohlt, doch das Fohlen...war es tot? So, wie die Leitstute weinte und schrie, war dies wohl der Fall. Mistletoe schluckte, sie hatte mit einem Mal einen riesigen Kloß im Hals. Donnerkeil und ein paar andere versuchten, die aufgebrachte Palominostute zu beruhigen, während sich andere um das tote Neugeborene kümmerten. Die Schimmelstute selbst hielt sich da raus, mehr Chaos würde die Herde momentan wohl nicht vertragen.
Sie wollte gerade wieder den Kopf zum Grasen senken, als jemand in sie hinein rannte. Fluchtartig machte sie einen Satz zur Seite, dann sah sie, dass es Jared war, ein weiteres Mitglied der Herde. Mit ihm hatte sie noch nicht allzu viel Kontakt gehabt, war er doch ein beinahe genauso ruhiger Geselle wie sie selbst.

"Ist schon in Ordnung. Ich denke, wir sind alle ein wenig durcheinander. Vermutlich braucht hier nun alles seine Zeit, bis es wieder normal wird. Ich meine...ich bin selbst nicht ganz bei der Sache. Meine Gedanken fühlen sich an wie blockiert."

Ohne eine Antwort abzuwarten, nickte Mistletoe Jared zu und wandte sich von ihm ab. Sie entfernte sich ein Stück von der Herde, als sie zwei sehr gut aussehende Hengste entdeckte. Beides waren Schecken, der eine jedoch heller als der andere und weniger gefleckt. Zur Begrüßung grummelnd trat Mistletoe auf die beiden Schecken zu, ihr schönstes Lächeln auf den Lippen. Auch wenn sie nicht die Leitstute dieser Herde war, so wollte sie vermeintliche neue Mitglieder auch begrüßen.

"Seid mir gegrüßt, werte Hengste! Mein Name ist Mistletoe, und wie lauten eure?"

{abseits der Herde xx Jared xx Namid && Colors Jean xx redet}
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Sunny
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mo Mai 07, 2012 4:26 pm

    Sunny stand neben Toom, an ihn gelehnt, gegenseitig gaben sie sich ein bisschen Kraft, so hoffte die Palominostute. Ihre Augen waren glasig und ihr Blick leer, und sie schien in Trance gefangen, wahrscheinlich wie Toom, denn er hatte sich noch keine Reaktion anmerken lassen.
    Sun schluckte, versuchte sich aus jener Trance zu befreien. Ihre kreisenden Gedanken waren verklungen, es herrschte Ruhe in ihrem Kopf wie in der Herde, nachdem sie sich ausgeschrien hatte. Langsam kam sie wieder zur Besinnung. Kolett war inzwischen gekommen, hatte ihr Mitgefühl ausgesprochen und bat darum, dem Fohlen die letzte Ehre erweisen zu können. Sun blinzelte, schloss die Augen, öffnete sie wieder, sah die Stute vor sich an.
    Sie nickte schwach, unfähig einen Ton zu sagen. Ihr Blick wanderte zu Phantom, ihrem geliebten Gefährten. Sie drängte sich näher an ihn, schutzsuchend und fröstelnd. Die Sonne versank hinter den Bergen, blutrot war sie.
    Sun stieß einen Seufzer aus, einen Seufzer der Erschöpfung.

    "Ach, Toom", flüsterte sie nun leis, noch immer war ihre Stimme heiser. Erneut drohten Tränen sie zu übermannen, doch Sun bemühte sich um Tapferkeit. "Mein lieber Toom, wie soll es nur weitergehen... mit uns... mit allem?"

    Sun schwieg wieder, wartete auf eine Antwort ihres geliebten Gefährten und hatte gleichzeitig Angst, dass er wieder in dieses Schweigen verfallen war wie erst vor Kurzem. Damals, als sie sich sicher war, dass sie am Ende waren.... oh, wie viel verlorener fühlte sie sich jetzt?
    Die Palominostute sah, wie Donnerkeil sich näherte. Sie wollte sie gar nicht ansehen vor Scham. Don hatte ihr helfen wollen. Und was hatte Sun getan - sie angeschrien!
    Nun, das schien die Rappstute jetzt wettmachen zu wollen. Ihre Worte waren hart, natürlich waren sie das. Doch sie erinnerten Sunny daran, dass es da noch eine Herde gab - ihre Herde, um die sie sich kümmern musste wie... eine Mutter um ihr Fohlen.
    Sunny sah Donnerkeil nach, sie wollte wieder schreien vor Schmerz und fühlte erneut eine Welle Wut aufschäumen. Was wusste die Rappstute schon? War sie es nicht gewesen, die sich wochenlang keinen Deut für die Herde interessiert hatte?!

    Sunny sah, wie Donnerkeil im Innern der Höhle verschwand, genau wie etliche andere Pferde. Sie selbst starrte auf ihr Fohlen hinab und wartete gefasst darauf, dass Kolett ihm nun die letzte Ehre erweisen würde.
    Am Rande nur bekam sie mit, wie zwei Pferde, zwei Schecken, zur Herde stießen. Sonst wäre sie den Fremden aufgeschlossen und freudig entgegen gekommen. Doch heute mussten sich andere darum kümmern, und Sunny sah Mistletoe auf die beiden zugehen.

    Doch gleichzeitg wurde ihr bewusst, wie wahr Donnerkeils Worte waren - die Frage war nur, ob Sunny stark genug sein würde, um tatsächlich weiterzumachen.


[PHANTOM X VOR DER HÖHLE xx Trauer/Trance X Kolett X Toom X Donner X bemerkt Namid und Jean]

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Phönix
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Do Mai 10, 2012 9:03 am

» lethargy must be broken, must be fought ... forever «

    Unschlüssig schwenkte die Stute ihren Kopf, sodass die halblange Mähne ihr wirr über die rehbraunen Augen fiel, diese bedeckte und Phoenix schmerzlich lächeln ließ. Ihr Sohn hatte eine lange Zeit ebenfalls eine widerspenstige Locke besessen, die ihm immer wieder in die Augen gefallen war, ehe seine Mähne länger und länger wurde. Wenngleich ihre Erinnerungen an Cloud sie wie eine Verräterin an Sunny und ihrem Elend fühlen ließen, genoss sie dennoch diese unberührten Momente, wissend, was sie an ihnen hatte. Es waren die fremden Gerüche, die sie interessiert die Ohren spitzen und die Augen öffnen ließ.

      'Fremde. Womöglich ein Wink der Götter, voranzuschreiten auf dem Pfad des unebenen Lebens? Ist es nicht seltsam, dass ausgerechnet Sunnys Fohlen auf dem Weg zu jenen Höhlen stirbt, in welchen ihre Cousine ums Leben kam? Was, ihr Götter, habt ihr Euch da nur wieder Seltsames ausgedacht?'


    Allmählich zeichnete sich wieder ein freundliches Schimmern in den lebensfrohen Augen ab, war sie gewillt, nach dem tragischen Tod ihr Leben und das der Anderen umso mehr zu würdigen. Mit ausgreifenden, eleganten Bewegungen schwebte die Scheckenstute auf die beiden Schecken zu, wobei sie leicht grinsend feststellen musste, wie gut sich ihr rotgeschecktes Fell doch bei ihnen eingliederte. Dann jedoch erreichte sie die beiden Hengste und Mistletoe, schlug neugierig mit dem Schweif und spielte interessiert mit den Ohren. Ihre neuen Pflichten verlangten, neuen Pferden zu helfen, aber sofern man es genauer nahm erst, nachdem sie aufgenommen waren. Phoenix musste jedoch nicht auf die Leitstute zurückblicken, um zu wissen, dass diese vorerst mit sich selbst zu kämpfen hatte. Also sprach die Gescheckte mit freundlicher, weicher Stimme beide Hengste fröhlich an, wenngleich der Glanz ihrer Augen nicht ebenso hell schimmerte wie vor jener unglückseligen Begebenheit.

      » Darf man fragen, wie man euch helfen kann, ihr Lieben? «


    fragte sie geradeheraus, noch immer das charmante und gewinnende Lächeln auf den weichen Lippen. Zuvor hatte sie ihnen die Möglichkeit gegeben, auf Mistles Frage zu antworten, allerdings konnte die Scheckenstute ihre Neugier nicht lange zähmen, sodass sie kurzerhand damit rausrückte. Fremde, derart selten gefärbte noch dazu, sah man gewiss nicht häufig, besonders nicht hier in den Bergen und Höhlen, wo auf einen Einzelläufer gewiss ein schneller, aber quälender Tod lauerte. Ihr Blick musterte beide Hengste, verglich sie jedoch noch immer mit Castle, sodass sie leise aufseufzte. Sanft schüttelte sie den Kopf, schüttelte die Trauer beiseite und wieder benetzte ein freundliches Lächeln ihre ebenso freundlichen Züge. Phoenix war und blieb ein Kind der Freude - und des Optimismuses. Beide Hengste wären gewiss hier, um bei ihnen zu rasten oder zu verschnaufen, nicht, um etwa anzugreifen. Die Stute glaubte einfach nicht daran - ob es nun Naivität oder Optimismus war.

      » Ihr habt einen ungünstigen Moment erwischt, allerdings lasst euch gesagt sein, dass unsere Herde eigentlich der Inbegriff der Familie ist. Meistens jedenfalls, aber man kennt ja die Probleme innerhalb der Familien, richtig?! «


    Sie zwinkerte beiden Hengsten verschwörerisch entgegen, noch immer das gewinnende Lächeln auf den Lippen. Ohne Frage verstand Phoenix sich darauf, Sympathie zu erwecken, denn wer mochte einer solch lebensfröhlichen Optimistin schon die Grausamkeit eines hinterlistigen Hirns andichten? Eben, niemand. Somit blickte die Stute arglos und vertrauensvoll zu beiden Hengsten auf, lächelte MIsteltoe nochmals an, als Zeichen, dass sie sie nicht abdrängen wollte und wartete geduldig. Wenigstens hatte sie nun endlich eine Aufgabe, der sie nachkommen konnte. Eventuell ein wenig zu ... euphorisch? Das blieb abzuwarten, befand sie.



[Höhlenrand # Bemerkt Fremde # Folgt Geruch # Betreibt Konversation]
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Sparkle
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Mai 11, 2012 5:04 pm

Sparkle beobachtte lachend das kleine Wesen, das um sie herum tanzte. Es hatte vielleicht noch die staksigen Bewegungen eines Neugeborenen, aber vermutlich wirkte es gerade deshalb so ulkig. Freudesstrahlend beobachtete die weiße Stute, deren Körper zwar noch dick, aber keineswegs mehr aufgedunsen war, ihre kleine perfekte Tochter. Sie würde niemals genug davon bekommen, ihre Horizon zu beobachten. Allerdings wusste sie auch um die Gefahren, die der Kleinen bevorstanden. Und sie wusste, dass sie sie nicht vor Allem beschützen konnte. Sie wollte es, wollte ihre Tochter, ihr eigen Fleisch und Blut, vor all dem Bösen beschützen, das sie selbst erlebt hatte. Aber sie wusste, dass sie nicht immer sein würde, und dass die Süße ihre eigenen Wege gehen musste. Und sie würde ihr letzten Endes nur hinterherwinken können, wenn es an der Zeit war, sie gehen zu lassen. Schon jetzt, obwohl das noch sicherlich einige Jahre hin war, bekam sie es mit der Angst und vor allem mit der Sorge zu tun. Wie sollte sie ihre kleine perfekte Tochter gehen lassen?
Doch es war noch so weit hin, beruhigte Sparkle sich selbst. Sie hatte noch Zeit, sich darauf vorzubereiten. Obwohl sie ihre Mutter jetzt etwas besser verstand. Ein wenig zumindest. Sie spürte New Moon an ihrer Seite, lehnte sich an ihn, suchte seine Wärme und seinen Schutz, während sie noch immer ihre Tochter beobachtete, die über den steinigen Boden tollte. Dabei allerdings kuschelte sie sich an ihren Gefährten, an ihre wahre Liebe, einfach nur, um das Gefühl zu genießen, wie perfekt ihre Körper einander ergänzten. In diesem Moment war ihr Leben wirklich einfach nur ein Traum. Sie hatte ihren Moon, sie hatte ihre Horizon, sie hatte ihre Familie. Alles war perfekt. Sunny war vergessen, die neuen Pferde bemerkte sie kaum. Die Stimme des Rappen an ihrer Seite allerdings hörte sie, klar und deutlich. Und sie lachte über seine Worte und ihre Augen glitzerten vergnügt.

"Nein, ich hab's ja noch - das hat sie eindeutig von dir, du unglaublich verantwortungsbewusster Charmebolzen!", Sparkle stupste ihn mit einer Mischung aus Liebe, Witz und Herausforderung an. Das war früher bei ihnen an der Tagesordnung gewesen. Scharfe Zungen und unterschwellig ärgernde Worte, die niemals unter die Gürtellinie gingen. Natürlich waren sie sich nicht immer einer Meinung. Aber das waren keine Streitereien eines unglücklichen Paares. Das waren einfach nur diese verliebten Sticheleien, die fast etwas Flirtendes hatten. Früher, als sie noch jung gewesen waren, also richtig jung, hatte Sparkle es genossen. Und auch jetzt noch, wo sie mehr Erfahrung und auch mehr Verantwortung hatte, fühlte sie noch genauso. Dann blickte sie zu Horizon, die offensichtlich nach Aufmerksamkeit bettelte. "Super meine Süße!", lobte sie ihre Tochter mit glänzenden Augen. Ja, sie war super. Einfach perfekt.

{ MOON & HORIZON || beobachtet Horizon xxx vergnügt xxx kuschelt sich an Moon xxx spricht }
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Mai 11, 2012 5:23 pm

Schon allein sein Geruch, dieser starke männliche Duft ihres Gefährten, beruhigte Filou schon ein wenig. Noch immer pochte ihr das Herz zu schnell in der Brust, noch immer bebte sie ein wenig, doch es wurde besser. Die Kälte, die von ihr Besitz ergriffen hatte, wurde von Castellos Körperwärme vertrieben. Doch die düsteren Gedanken blieben. Wie es aussah, hatte Sunny noch immer nicht die Kraft, um etwas zu tun. Sie war einfach nur bei Phantom, ihrem Gefährten, und suchte bei ihm Halt und Schutz. So wie sie selbst es bei Cas tat. Doch war das vergleichbar? Sie sah, wie wackelig die Beziehung der Leitstute und des Beraterhengstes war. Würde Sunny dort die Unterstützung finden, die sie so verzweifelt suchte? Irgendwie wollte ein Teil in Filou, den sie lange nicht mehr gekannt hatte, das nicht glauben. Die Beiden waren ... sie waren nicht mehr so wie Castello und sie, obwohl sie durchaus glauben wollte und auch glaubte, dass es mal genauso gewesen war. Sie hatten einander geliebt. Doch liebten sie sich immer noch? Vielleicht war der Tod des Fohlens auch das Todesurteil für diese Beziehung. Die Braune wollte es nicht glauben.
Filou die Riesentöterin, die stolze Gründerin der GrandCanyonMustangs, wurde von ihrem Gefährten aus den Gedanken gerissen, die sie noch tiefer ins Zweifeln gestürzt hatten. Sie wuste nicht, ob das hier ein Ort für sie war. Sie gehörte in das extreme Steppenklima und in ihre Schluchten, sie gehörte an den Kopf einer Herde. Sie wollte nicht hier sein, auch wenn sie das niemals zugeben würde. Doch konnte sie das Castello wirklich sagen? Als sie in das kluge Gesicht ihres Geliebten schaute, waren ihre großen, ausdrucksstarken Augen gefüllt mit Trauer. Sie hatte gewusst, dass er sie auch ohne Worte verstehen würde. Zumindest zum Teil. Sie wusste, dass er bereits ahnte, was mit ihr Los war. Aber ob er darauf eingehen würde? Wie würde er reagieren, wenn sie ihn bitten würde, den besten Freund, den er erst wiedergefunden hatte, wieder zu verlassen? Und wenn - könnten sie die Herde verlassen? Sie hätten die Täler noch nicht erreicht, wenn der Winter endgültig hineinbräche, und das würde dann gefährlich werden. Aber konnte sie bis zur Frühjahresschmelze bei den BlueMountainMustangs ausharren, ohne verrückt zu werden?

"Ach Cas ...", seufzte Filou. Sie wusste, dass sie mit Castello über alles reden konnte. Er würde sie verstehen. Das hatte er immer getan. Das würde immer so sein. Warum also hatte sie Angst davor? "Ich habe Heimweh. Ich bin es nicht gewöhnt, nicht in den Canyons zu sein ... oder einem Befehl zu unterstehen. Ich war immer frei, das weißt du. Und ich habe Angst davor, der Aufgabe, zu gehorchen, nicht gewachsen zu sein. Wir müssen den Winter hier verbringen, wenn wir nicht in unseren eigenen Tod laufen wollen, ich weiß. Aber es gibt Momente, wo ich das wirklich in Betracht ziehe, nur um zurückzukehren." Sie verbarg ihr Gesicht am Hals des Hengstes. "Ich schaffe das alles nicht."

{ CASTELLO || Gedanken um Sun&Toom xxx Unsicherheit, Fragen xxx erklärt Cas ihre Sorgen }
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   So Mai 13, 2012 1:09 pm

Wieder ein Abend allein. Trotz der warmen Luft ein weiterer Abend, an dem Lessie zitterte. Vor Angst aber auch wegen Kälte. Wegen Kälte in ihr. Nun war es schon ein Jahr her, dass Lessie ihre Herde verloren hat. Partner, Cousine, Freunde. Lessie hatte ein Jahr Zeit gehabt, sich daran zu gewöhnen, aber sie kam auch nach diesem Jahr nicht mit der Einsamkeit klar. Sie hatte seitdem keine Angst mehr vor anderen. Sie war damit klar gekommen sich zu verteidigen, sich selbst zu schützen.
Sie hatte bloß Angst vor dem alleine sein. Ein Jahr lang voller Angst macht einen kaputt. Es zerfrisst einen langsam von innen. Auch wenn die Stute von außen kräftig und gesund aussah, war sie innerlich zerbrochen und krank.
Jeden Abend um diese Zeit stand Lessie vor ihrem eigenen Grab. Man könnte meinen, es war nur eine kurzzeitige Ruhestätte, bevor die Stute wieder auferstanden war. Doch Les dachte anders.
Für sie war es ihr Grab. Sie wünschte sich tot zu sein. Dann hätte sie keine Angst mehr.
Es würde auch niemanden geben, der um sie trauern würde. Hier gab es keinen, und ihre Herde hatte schon vor einem Jahr den Schlusspunkt bezüglich Lessie gesetzt. Es gab bestimmt keinen in der Herde, der jetzt noch an sie dachte.

Als Les noch an dem Steinhaufen stand, der für sie das Grab war, in dem der schrecklichste Albtraum begann, hörte sie laute Schreie. Sie zuckte nicht zusammen, sondern blieb ruhig stehen. Wie gesagt, sie hatte nur Angst vor der Einsamkeit. Und was hatten Schreie eines Fremden schon mit Einsamkeit zu tun?

Fremde. Fremde! Fremde?

Lessie ging einige Schritte Richtung Ausgang der tunneldurchzogenen Höhle. Dann blieb sie stehen, und versuchte einen Geruch wahrzunehmen.
Nun begann die Stute stark zu zittern. Ihr Herz schlug höher. Sie ging wieder ein paar Schritte, und nun war ihr klar, dass sie das richtige gewittert hatte. Vor Freude stolperte sie nun die nächsten Schritte durch die Tunnel.

Ich komme! Wartet bloß! Ihr seid wieder da! Sunny, Don und...mein Phantom!

Inzwischen trabte Lessie durch die Höhlen, der Blick gerade nach vorn.
Bevor Lessie gerade durch in den nächsten Tunnel laufen konnte, um nach draußen zu stürmen, sog sie einen anderen Geruch ein. Nicht den von Phantom und Sunny, gemischt mit einigen noch fremden Gerüchen, sondern sie witterte Don.
Donner ihre beste Freundin. Durch Lessies Kopf schoss eine Frage nach der nächsten.

Geht es allen gut? Erinnern sie sich noch an mich? Wissen sie überhaupt noch, was vor einem Jahr genau hier geschehen ist?

Doch nach Antworten konnte sie gar nicht suchen, denn kaum war sie in Windeseile um die nächste Ecke geschossen, stand vor ihr Donner.
Die Rappstute blickte direkt in die Richtung, aus der Les gekommen war.
Lessie fand keine Worte, in die sie ihre Gefühle packen könnte.. Sie betrachtete Don ganz genau von oben bis unten.
Vielleicht hatte sie sich gerade an Les erinnert. An diesen Ort der Verdammnis.
Les ging näher auf Don zu, und blieb kurz vor ihr stehen.
Sie war wieder bei den Lebenden angekommen. Nicht mehr tot. Das innere Eis war gebrochen.
Lessie spürte nach langer Zeit wieder die Wärme. Nach langer Zeit lächelte sie wieder.
Wie in einem Märchen. Gut hat Böse besiegt, alle sind glücklich, alle sind froh.
Denn danach sah es ja im Moment aus.



[Gefühle von Les / Erinnerungen / wittert die Herde / kommt zu Don]


Zuletzt von Lessie am Fr Mai 18, 2012 9:12 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Donnerkeil
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Mi Mai 16, 2012 12:08 pm

» Dinge geschehen, ohne, dass wir auf sie einwirken können. Erst dann begreifen wir die Welt als Ganzes - und uns als Teil von ihr. «


    Die stille Dunkelheit, welche sie umgab, sie regelrecht umhüllte, als handle es sich dabei mehr um einen Umhang oder eine weitere, schützende Fellschicht, nahm ein wenig der Schmerzen, die Donnerkeil verspürte. Ihr dunkler Körper verschmolz mit jener Finsternis, als kehre sie heim an jenen Ort, welcher eigens für sie gedacht war - welcher ihr Heim darstellen würde, ganz gleich, wie vehement sie sich dagegen wehren wollte. Doch nun, in Anbetracht der Situationen und ihrer eigenen Überlegungen erschien es der Schwarzen weit aus plausibler, die Dunkelheit, die nagende Kälte der Höhlen zu ertragen, als länger für das Seelenunheil Anderer verantwortlich zu sein. Kyrill hatte ihr bereits früh mitgeteilt, dass sie einen starken Willen, aber ein schwaches Herz besäße. Nun wirkte es, als gewinne jene kalte Rationalität die Überhand, zerfresse sie, zerteile sie in all ihre Einzelteile.

    Dumpf schnaubte die Stute auf, als ihr ein schwacher, aber dennoch seltsam vertrauter Geruch in die Nüstern stieg. Misstrauisch hob sie stolz den Kopf, schloss die Augen und konzentrierte sich auf jene Sinne, welche inmitten der Dunkelheit weit mehr Erfolg erzielten, als ihre Augen. Doch ebenso rasch, wie der Duft gekommen war, entschwand er wieder, ohne, dass Donnerkeil den Duft einzuordnen vermochte. Sie wusste, dass sie Lessies Grab näher kam, war jedoch unfähig zu begreifen, dass ihr dieses Wiedersehen nicht helfen würde. Womöglich stürzten die Wände ihres fragilen Glashauses dann auch schlicht und ergreifend über ihr ein, dachte sie mürrisch, schüttelte die lange Mähne aus den finster blickenden Augen und rammte plötzlich die Hufe in den harten Untergrund.

    Die Nüstern gebläht, den Kopf stolz zurückgenommen lauschte sie, erfasst von einer beunruhigenden Ahnung, obgleich sie nicht einzuschätzen wusste, inwieweit dies nun positiver oder negativer Natur für die Herde wäre. Es wäre somit ihre Aufgabe, sich zu vergewissern, dass Feinde eliminiert wurden und Fremde begutachtet, um schlussendlich zu einer Entscheidung zu kommen. Als sie jedoch erneut den Duft wahrnahm, ihr dieser mild und süß zugleich die Nüstern umschmeichelte, weiteten sich die düsteren Augen voller Fassungslosigkeit. Sie erkannte diesen Duft.

    'Das ist nicht möglich! Das ist ... unmöglich! Tote können nicht ... sie haben keinen Geruch mehr ... sie ... das ist nicht möglich!'

    Hatte Donnerkeil auch an ihren Nüstern gezweifelt, an ihrer Fähigkeit, die Gerüche aufzunehmen und einzuordnen, so konnte sie doch nicht verleugnen, dass sie im ersten Augenblick glaubte, eine Wahnvorstellung zu haben. Das helle, goldfarbene Fell, welches prägnant war wie das ihrer Cousine, doch bei Weitem dunkler, hob sich beinahe schimmernd von der Dunkelheit ab, ähnlich einer geisterhaften Illusion, als sie um sie Ecke geschossen kam. Aus weit geöffneten Augen starrte sie schweigend die Gestalt an, betrachtete sich eingehend deren einzelne Merkmale und kam nur zu einem Schluss.

    » Ich bin tatsächlich verrückt geworden. «

    Ihre Worte waren leise, dennoch hallten sie sachte in den Höhlen wieder, sodass ihr Eindruck einer Illusion lediglich verstärkt wurde. Lessie - oder eben jene Illusion, welche sie für Lessie hielt - trat näher an sie heran, schwieg, betrachtete sie lediglich schweigend. Die Goldene tat noch einen Schritt vor, Donnerkeil tat es ihr gleich und bald darauf spürten ihre weichen Nüstern das harte Muskelfleisch unter dem Hals, welches gewiss keine Illusion sein konnte. Mühsam löste sich die Schwarze von Lessie, blickte auf sie und flüsterte ertickt, unfähig, ihre überwältigende Trauer zurückzudrängen, wie sie es sonst immer getan hatte:

    » Ich habe dich begraben. Nicht weit von hier ... habe ich deinen Körper begraben. Dich begraben. Du warst tot. «

    Und mit Lessie war ein Teil Donners gestorben, hatte den Weg für Donnerkeil geebnet. Sie schnaufte schwer, drängte die Tränen zurück und drückte Lessie nun vehementer gegen ihre vernarbte Brust. Es war lange Zeit her, dass die Dunkle ein Wesen auf derartige Weise an sich annähern ließ und nun, da sie noch immer nicht bereit war, sich den Verlust eines weiteren Freundes und spanischen Charmeurs einzugestehen, hielt sie sich an Dinge, die ihr vertraut waren. Die ihr Sicherheit gaben. Sie eigentlich tot waren. Womöglich war es doch nur ein Hirngespinst, aus der wilden Verzweiflung heraus, endlich wieder die Wärme eines wohlmeinenden Geistes zu spüren. Sie war so lange allein gewesen, obwohl sie inmitten einer Herde lebte.

    » Wir haben dich vermisst, Lessie! ... Ich ... hab dich vermisst. «

    Ihr Name war ungewohnt und doch spürte die Dunkle die Flut der Erleichterung, als sie ihn endlich wieder aussprechen konnte. Sei es drum. Selbst wenn die Goldfarbene in den nächsten Tagen wieder verschwand, sich als Hirngespinst herausstellte, so würde Donnerkeil diese Zeit doch wieder genießen. Sie würde endlich wieder leben, ohne einsam sein zu müssen.

    » Wie geht es dir nur, nach all der Zeit? «

    flüsterte sie leise, die Augen durch den dunklen Schopf bedeckt. Dennoch, das schwache Glitzern verriet sie, sodass Donnerkeil rasch den Kopf abwandte. Tränen waren Schwäche und auch, wenn sie momentan eine gewaltige Schwäche eingestand, Tränen wollte sie nie zeigen. Nicht einmal - oder eben gerade nicht - Lessie gegenüber.





[Höhlen # Bemerkt Geruch # Misstrauisch # Trifft Lessie # Überwältigt]
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Lessie
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Mai 18, 2012 9:08 am

Lessie stand nun schon eine Weile vor der Rappstute, ihrer besten Freundin. Sie wartete. Sie wartete auf Dons Reaktion. Die Palominostute wollte nicht einfach mit der Tür ins Haus fallen, indem sie einfach wie ein Wasserfall frisch und vergnügt zu erzählen begann: "Hey! Kennst du mich noch? Ich bin Lessie, müsste zwar eigentlich tot sein, bin es aber nicht. und wie geht es dir heute?"

Ein Jahr ist eine lange Zeit. Für Lessie eine Zeit voller Schmerzen. Ein Jahr hatte Donner Zeit gehabt, Les zu vergessen. Doch nun stand ebendiese einfach so vor Donner. Durch Les' golden schimmernde Fellfarbe, musste es ja wie eine Wahnvorstellung wirken.
Doch nun redete Don mit ihr. Sie wusste noch Lessies Namen, hatte sie nicht vergessen.
Donner hatte außerdem gesagt, dass sie Les vermisst hatte. Was konnte die Palominostute nun mehr aufbauen als diese Worte?

Ich habe dich auch vermisst Don. So lange war ich allein...

Nach einer solangen Zeit des Schweigens (mit wem hätte Les denn auch reden sollen) bemerkte die Stute erst gar nicht, dass sie ihre Worte nur in Gedanken formte. Sie versuchte sich ein Lächeln abzuringen, was ihr auch gelang.

Ich habe dich so sehr vermisst. Ein Jahr allein macht einen verrückt.

Nun blickte Les der Rappstute mit einem Lächeln, das von Herzen kam, in die Augen.
Les ging noch näher an Donner heran, so, dass sie den warmen Atem von Don vernahm. Sie drückte sich an ihre Freundin, und dachte an alte Zeiten zurück.
Lessie ging in Gedanken ihr Zeit in der Herde durch. Bei dem Gedanken an Sunny, ihre Cousine und Phantom zuckte sie zusammen.

Mir...nun ja, wie geht es einem nach einem Jahr Einsamkeit? Man wird sehr schweigsam. Man denkt viel nach und...man versucht zu überleben. Aber...das ist ja jetzt vorbei. Ich fühle wieder Wärme...Leben! Doch, wie ist es euch ergangen? Sunny, Phantom,...dem Rest der Herde? Aber vor allem, wie ist es dir ergangen? Was ist so passiert? Meinerseits kann ich ja eher wenig erzählen.

Les hatte sich zuvor genau überlegt, was sie sagen wollte. Ihre Angst erwähnte sie nicht in einem Wort. Denn diese war jetzt vobei. Für immer ausgestorben.




[wartet Dons Reaktion ab/ spricht mit Don/ denkt über Vergangenheit nach]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Di Mai 22, 2012 8:48 am

» Das Leben hat noch so viele Überraschungen für uns ... «


    Schweigen. Schweigen was etwas, womit Donnerkeil seit geraumer Zeit ihr Leben bestritt, düster und kaltherzig, ohne Sinn für das weitere Leben. Ohne den Willen des Lebens. Man hätte behaupten können, sie vegetiere dahin. Als sie nun jedoch die lange tot geglaubte Freundin wieder sah, deren Fell wie eine Offenbarung Gottes strahlte, kehrte etwas in die Schwarze ein, was ihr bisher immer fremder erschienen war. Freude. Ja, Donnerkeil freute sich tatsächlich, Lessie wohlbehalten bei sich zu wissen, wohlbehalten zurück zu wissen. Deren Worte jedoch, sie habe auch die Schwarze vermisst und die Einsamkeit mache verrückt, schnitten der Dunklen ungewohnt tief ins Herz, hinterließen tiefe Spuren, sodass sie den Wunsch niederkämpfen musste, diesen Höhlen das gleiche Leid zuzufügen, wie sie es mit Lessie getan hatten. Diesen Höhlen und all seinen Bewohnern.

    » Nun wirst du nie wieder allein sein, Lessie. Das verspreche ich dir. «

    erwiderte sie leise, beinahe finster auf die Worte der Palominostute, die sich sachte an sie drückte und Donner ein wenig Halt gab. In dem Willen, Lessie ähnlichen Halt zu geben, erwiderte sie diesen sanften Druck, wenngleich es beinahe verzweifelt wirkte, grob. Auf die folgenden Worte der Freundin zuckten die dunklen Ohren Donnerkeils unruhig, unfähig zu entscheiden, wie viel Tragik die Helle nach einem Jahr voller Leid und Einsamkeit noch erdulden konnte.
    Die Ausführungen ihres Lebens wirkten trostlos und erdrückend, kalt und alles andere als belebend, sodass die Dunkle nochmals grimmig aufschnaubte und mit den harten Hufen über den Stein scharrte. Womöglich stand es ihr nicht direkt zu, aber die Dunkle würde ihr Möglichstes tun, damit die Herde nicht unnötig viel Zeit in diesen Höhlensystemen vergeudete. Noch einmal würde sie das Lessie nicht antun - und dieses Mal gedachte die imposante Rappstute, ihr Versprechen auf Leben und Tod einzuhalten.

    Während die Goldene nun nach dem Ergehen der Herde fragte, glitt Donnerkeil zurück an jenen Tag, welcher einen tiefen Keil in die Herde gerissen hatte - und später doch wieder die Saat für etwas Neues gegeben hatte. Wie würde Lessie damit umgehen, dass Sunny und Phantom durch sie zueinander gefunden hatten, nachdem der Hengst beinahe an ihrem Tod zugrunde gegangen wäre? Es erinnerte auf eine paradoxe Art an Cheetah, Ljuba und sie - Donner. Damals wie heute verspürte sie den scharfen Stich der Eifersucht, den Verlust und das Gefühl, um das Lebensglück betrogen worden zu sein. Zudem nur ein einziger Gedanke dies wieder zunichte machte: Sie war an allem selbst schuld. Nicht einmal Alejandro hatte sie halten können. Dunkel schnaubte sie, ehe sie mit rauer, kalter Stimme zu erzählen begann.

    » Nachdem du ... weg warst, verlor Phantom den Halt unter den Hufen. Er verließ die Herde, kehrte jedoch als gebrochener Hengst wieder zurück. Er ... er fand Halt in unserer Gemeinschaft ... und in Sunny. Die Monate waren hart, Mitglieder kamen und gingen, doch am härtesten traf uns der Überfall einer anderen Herde. Sie nannte sich Herde der Nacht, viele Mitglieder unserer Herde waren mit ihnen vertraut, jeder hatte seinen eigenen Kampf auszutragen. Viele Nachtherdenmitglieder wurden getötet, doch auch wir hatten Verluste zu beklagen, darunter ein junges Fohlen und dessen Eltern. Kolett, ein ehemaliges Mitglied, ist eine der Verbliebenen von der Nachtherde und schloss sich uns an. Das waren die großen Tragödien des letzten Jahres, von gelegentlich kleineren Kämpfen mit hungrigen Raubtieren abgesehen.«

    Sie hielt inne, schloss die Augen und beschwor die Bilder der beiden Fohlen herauf. Kaltherzig betrachtete sie diese, wusste jedoch um die Schmerzen, die sie ihrer Freundin mit ihren Worten zufügen würde. Donnerkeil hatte sie nie für feige gehalten, sodass sie nun ihre Erzählung beendete.

    » Allerdings hatten wir vor wenigen Stunden zwei weitere Ereignisse. Sparkle und Sunny waren trächtig.« Sie ließ diese Worte erst einmal wirken, während die Dunkle noch immer bei Firedance und der Herde der Nacht war. Noch immer brannte ihr Hass auf ihn, der sie beinahe verzehrte, obwohl er eigentlich erloschen sein sollte. Dunkel schnaubend fuhr sie fort. » Sparkle ist nun stolze Mutter einer jungen, gesunden Stute ... das Fohlen von Sunny ist jedoch tot geboren. «

    Und nun käme der endgültige Hieb für Lessie. Don hob den dunklen Blick, sah ihrer hellen Freundin in die Augen und teilte ihr leise, dunkel, mit: » Lessie, das Fohlen, welches Sunny hätte groß ziehen können ... es war von Phantom. «



[Bei Lessie # In Erinnerungen # Spricht mit Lessie]

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Horizon
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Jun 08, 2012 9:14 am

Horizon hatte ihre Eltern keine Sekunde aus den Augen gelassen. Die ganze Zeit stand die so da und beobachtete wie sie sich gegenseitig neckten. Dabei wurde ihr vor Freude strahlendes Grinsen immer breiter. Es sah lustig aus was sie da machten auch wenn sie es nicht so wirklich verstand was sie damit meinten. Sie hatten einen vergnügten Ton in ihren Stimmen also musste ich auch Spaß machen. Langsam aber wurde ihr Hals schwer, immerhin hatte sie ihn die ganze Zeit so verenkt nach hinten gedreht um nach den beiden Pferden sehen zu können. Notgedrungen richtete sie ihren Kopf wieder nach vorn. Dabei suchte sie das Gras und die anderen Pferde nach irgendetwas interessanten ab. Allerdings fand sie nichts dergleichen. Oder doch? Im Gras war etwas! Mit großen Augen senkte sie ihren Kopf hinab zur Erde und entdeckte winzige Tiere! Sie beobachtete wie sie in einer Reihe dahin gingen und was sie so trugen. Allerdings wurde sie gleich wieder von etwas anderen abgelenkt. Ein Vogel zwitscherte ganz in der Nähe sein Lied. Neugierig reckte sie ihren Kopf nun in die Höhe. Sie beobachtete wie der Vogel scheinbar vergnügt über ihre Reaktion anfing herum zu fliegen. Erschrocken das dieses kleine Ding fliegen konnte sprang sie zurück. Dabei stieß sie gegen ihre Mama. Aufgeregt wirbelte sie herum und zupfte an der weißen Mähne der Stute die sie vorhin gelobt hatte.

"Mama! Schau! Das da fällt nicht runter! Es bleibt immer in der Luft! Warum fällt es nicht! Kann ich das auch?!"

Sie war so fasziniert von diesem kleinen Vögelchen das sie kaum Luft hohlte um zu Sprechen. Drängend sah sie ihre Mutter an, dann auch ihren Vater. Warum konnte dieser kleine Vogel fliegen? Warum fiel er nicht auf den Boden?! Dann schwirrte er ab und flatterte wieder zu einem der Bäume. Immerhin vollkommen fasziniert hopste Horizon dem kleinen Geschöpf nach dabei versuchte auch sie immer wieder abzuheben und auch zu fliegen. Allerdings ging das nicht. Sie zog ihre kleinen samtenen Nüstern kraus und drehte wieder zu ihre Eltern um. Hastig hopste sie zu ihnen. Dabei stolperte sie zwar wieder einmal da sie garnicht aus den Boden schaute aber das machte nichts. Bei dem schwarzen und weißen Pferd angekommen zog das Filly wieder drängend an der Mähne. Diesmal allerdings an der schwarzen ihres Papas. Sie wollte ihnen diesen kleinen Vogel zeigen! Sie konnte ja nicht ahnen das soetwas bei Vögeln vollkommen normal war. Das so gut wie alle Vögel fliegen konnten.

"Papa! Mama! Kommt schnell das Ding ist sonst wieder weg! Schnell!"

Horizon lies ihre Eltern garnicht erst zu Wort kommen sondern stürmte gleich wieder auf den Baum zu. Dort angekommen suchte sie hektisch nach diesem kleinen Vogel. Glücklicherweiße fand sie ihn schnell wieder. Und gleich daneben satz ein Zweiter. Etwas weiter hinten ein dritter. Wieso waren da aufeinmal so viele?! Hastig, ja beinahe schon gestresst sah sie wieder zu ihren Eltern.

"Da sind ganz viele von denen!"


[ fröhlich | aufgeregt weil sie einen fliegenden Vogel sieht ]

sry das es so wenig ist u.u
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   So Jun 17, 2012 5:34 pm

>Have you ever stopped
And listened to your heartbeat
<

Das frohe, aufgeweckte Wiehern jungen Lebens schreckte Castello jäh aus seinen zweifelnden Gedanken hoch. Er drehte sich und und mit einem amüsierten Grinsen sah er, dass Moons Nachwelt die Erde für sich entdeckt hatte. Das kleine schwarze Fohlen, dass die gleiche Anmut und Perfektion wie sein Vater besaß udn diegleichen klugen und sanften Züge seiner Mutter, sprang umher, als würde der Frühling gerade beginnen. Die junge Stute erinnerte ihn an seine eigene. An Magic ihre Tochter. Sie war ebenfalls in den ersten Tagen so voller Begierde auf die Welt gewesen, dass sie sich oft selbst in brenzlige Situationen gestürzt hatte. Castello wusste nicht, wo sich seine Tochter nun aufhalten mochte, ob es ihr gelang sein und Filous Erbe weiterzuführen und ob sie bereits Gefährten gefunden hatte. Der Braune hätte es sich nie verziehen, wenn der Palominostute etwas zugestoßen wäre und doch wusste er, dass er sie hatte gehen lassen müssen. Es war ihr Weg, den sie ging, ihre Aufgabe etwas Großes zu vollbringen. Ihm und Filou stand ein neues Kapitel bevor. Eines, das darauf wartete geschrieben zu werden.
Mittlerweile wusste der Hengst auch, wie das Fohlen seines besten Freundes hieß. Horizon war bei Weitem kein Name, den irgendjemand trug. Sparkle und New Moon hatten sicherlich ihre Gründe gehabt ihr Nachkommen so zu betiteln. Horizont. Doch was genau dieser Name für das Fohlen und seine eltern bedeuten mochte, wusste Castello nicht. Vielleicht ein neuer Horizont. Soetwas wie ein Neubeginn? Aber womit wollten der Rappe und die Weiße abschließen? Soweit er wusste, gab es bei ihnen keine sonderlichen Schwierigkeiten in der Beziehung.

Erneut wurde er in seinen Gedankengängen unterbrochen, als Filou antwortete und zugelich ihr hübsches Gesicht unter seiner dunklen Mähne vergrub. Er spürte, dass esihr schwerfiel dies auszusprechen udn obwohl er geahnt hatte, dass es in diese Richtung ging, was sie bedrückte, wollte er es jetzt nicht wahrhaben. Sie wollte also wirklich zurück?
Er konnte das nicht. Er konnte nicht zurück. Er musste hierbleiben, schon einmal war er fort gegangen und auch wenn er es nicht zwingend als Fehler bezeichnen würde - immerhin hatte er Lou nur so gefunden - wollte er nicht noch einmal sein Heimatland verlassen. Zwar verstand der braune Hengst durchaus, wie es Filou ergehen mochte, aber konnte sie ihnen nicht wneigstens eine Chance geben? Diesem Land - damit es sie so verzaubern konnte, wie all die Pferde vor ihr, die sich hier niedergelassen hatten.

"Ich weiß, was du zurückgelassen hast - für mich, damit ich ihn suchen kann. Aber Lou, gib dem hier doch mal eine Chance. Anfangs hatte ich in den Canyons auch Heimweh, es war schrecklich nciht zu wissen, was daheim geschah. Aber was wir zurückgelassen haben, war Nichts. Es ist an Magic an unsere Stelle zu treten."

Castello wandte seinen Hals um ihr ins Gesicht sehen zu können. In ihren Augen stand die unterdrückte Trauer und ja - auch die erwähnte Angst. Ihm war klar, dass sie ihre Zeit brauchen würde, die hatte auch er gebraucht, aber wenn sie sich dauernd nur darum scherte, konnte das nicht besser werden. Castello wusste, Filou brauchte eine Aufgabe etwas, das ihr etwas Routine einbrachte, eben etwas, was es zu erledigen galt, wo sie Verantwortung übernehmen konnte. Aber was konnte sie hier tun? Er hoffte inbrünstig New Moon und Sunny würden bald neue Ränge verteilen, bevor Filou tatsächlich verrückt wurde.

"Du bist frei. Lou, hier hält dich niemand gefangen. Und du bist auch keinem weiteren Befehl unterstellt, außer dem, dass du dir den Weg jetzt nicht mehr selbst suchen kannst. Aber es zwingt dich niemand zu Etwas. Du brauchst Zeit - setz dich nicht selbst unter Druck. Es ist alles neu hier, alles fremd. Du kennst weder Land noch Pferde, das verstehe ich. Aber du kannst weder von dir, noch von den anderen erwarten, dass sofort alles ist, wie du es dir vielleicht ausgemalt hast. Glück braucht nunmal seine Zeit. Das wissen wir beide. Sprich doch mal mit Sunny, oder Kolett, vielleicht hat eienr eine Aufgabe für dich."


Liebevoll drückte er seine Nüstern gegen ihre. Sie würden das schaffen. Sie mussten! er wollte nicht zurück. Nie.

[Horizon | Magic | Filou]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Sa Jun 30, 2012 11:44 am

'cause I can't love you more than this


Es war hart. So unglaublich hart. Filou zwang sich, zuzuhören, den Worten, die ihr Gefährte sprach. Sie wusste, dass Castello verstehen würde. Bei ihm, bei ihm war sie sicher, würde sie immer sein. Er war derjenige, der immer für sie da sein würde, auch wenn es noch so hart war, ehrlich mit ihm zu sein. Manchmal wusste sie nicht, was sie sagen sollte, wie sie sich ausdrücken sollte. Und doch verstand er sie. Er sah ihr einfach in die Augen und verstand, was sie sagen wollte, auch wenn ihre Worte etwas anderes, unverständlicheres ausdrückten. Sie drückte ihren Kopf ein bisschen mehr an Castellos Hals, ein bisschen mehr noch. Sein Geruch und die Wärme seines Körpers waren alles, was sie brauchte, um sich zu beruhigen.
Filou zwang sich, die Angst, die ihren ganzen Körper zum Zittern brachte, unter Kontrolle zu bringen, sie nieder zu kämpfen. Langsam hörten ihre Beine auf zu zittern. Vielleicht sollte sie tatsächlich mal das Positive in ihrer Situation sehen. Noch immer war sie ihre eigene Herrin, niemand zwang sie, zu bleiben, außer vielleicht die Liebe zu Castello. Hier hatte sie Freunde, hier hatte sie Gefährten. Und sie wusste, dass sie nur versuchen musste, klar zu kommen. Castello hatte es geschafft vor all den Jahren, als er in die Canyons, in ihre Welt gekommen war. Jetzt war sie in seiner Welt, und bei Gott und allem Heiligen, sie würde es schaffen. Sie würde es hinkriegen, sich hier wohl zu fühlen. Er hatte recht. Sie musste dem Zeit geben, einfach ein wenig mehr Zeit.

"Cas?", flüsterte sie nach einem Moment der Stille. Sie prustete sanft in seine Nüstern und lächelte ein wenig. Es war nur ein Schatten ihres wirklichen Lächelns, aber es war immerhin ein Lächeln. "Ich bin dir so viel schuldig. Wenn du nur wüsstest. Ich liebe dich." Sie drückte sich noch mal an ihn, bevor sie sich umsah. "Also, eine Aufgabe, hm? Etwas zu tun. Also, was wollen wir tun? Denn ich habe bei Gott noch mal nicht vor, dich zu enttäuschen." Sie klang auf einmal ganz anders, so voller Hoffnung.

{ sammelt sich xxx spricht mit CASTELLO }
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   So Jul 01, 2012 4:01 pm

>The One and Only I ever loved<

Nicht einmal das sonst recht aufbrausende Gemüt des schwarzen Leithengstes, konnte ihn jetzt dermaßen beeinflussen, dass ihm ein sarkrastisches Wort über die Lippen kam und möglicherweise wieder diesen fast magischen Moment zerstörte. Still verharrte er neben seiner Gefährtin mit einem etwas zweideutigen Lächeln auf den Lippen. Der Wind, der durch die Höhle strich, wirbelte das dunkle Langhaar des Hengstes auf und als er sich wieder legte, bettete er es sacht auf der Weißen Hals, sodass es aussah, als hätte diese vereinzelte schwarze Strähnen in Mähne und Fell.
Direkt vor seinem Auge tollte das junge Leben herum und konnte scheinbar kaum begreifen, wie unglaublich diese Welt war. Schon allein die Tatsache, dass es auch Wesen gab, die sich nicht an Land bewegten, verzückten die kleine Stute und New Moon musste schon an sich halten, um nicht doch loszulachen. Eigentlich mochte er Fohlen nicht, er hatte sie immer gemieden, aus einem simplen Grund. Sein Vater hatte ihn so geprägt, dass es besser war den Kleinen fern zu bleiben. Ihre Mütter waren agressiv wenn es um ihr Wohl ging und für einen Hengst gehörte es sich schlichtweg nicht, sich mit den Jüngeren abzugeben. Doch in diesem Moment sollte diese harte Schale, die El Immohagh um das starre Herz seines Sohnes gebaut hatte brechen. Das aufgeregte und zugleich energische Zupfen der kleinen, schwarzen Stute störte ihn nicht, wobei es ihn zu anderer Zeit hätte aus der Haut fahren lassen. Überhaupt schien der hitzköpfige Hengst, etwas ruhiger geworde zu sein. Er ließ sich nciht mehr so schnell aus der Ruhe bringen. War jedoch ncoh immer jene Autoritätsperson, um die viele einen Bogen machten. Wie Mistletoe. Aber die gehörte hier jetzt nicht in seine Gedanken.

Belustigt stupste der Rappe sein Fohlen an auch seine Augen blitzten, wie die des jungen Pferdes, jedoch mehr vor Amüsanz als vor Aufregung und Neugierde.
"Das sind Vögel Horizon. Sie fallen niemals vom Himmel - es sei denn sie sind verletzt, was aber nicht sehr häufig vorkommt."
Im selben Augenblick stob die Stute wieder davon, und mit einem fast entschuldigenden Blick zu Sparkle setzte Moon ihr nach. Es war sicherlich keien gute Idee, das unerfahrene Fohlen außerhalb der Höhle allein rumlaufen zu lassen. erst bei einem Baum hatte Horizon wieder durchpariert und den Blick wieder fasziniert gen Himmel gerichtet. Langsam trat er zu ihr und stellte sich neben sie, ehe er sprach.
"Wenn du Geduld hast und Ruhe bewahrst, dann kommen sie auch manchmal für einige Zeit auf den Boden. Um zu fressen, oder ein wenig das Land zu erkunden. Allerdings mögen sie keinen Lärm. Sie sidn Fluchttiere, wie wir."

New Moon sog die Luft ein und wendete misstrauisch den Kopf ab. Die Gegend roch anders. Hier war jemand, den sie nicht kannten udn sofort waren alle seine Sinne auf Alarmbereitschaft. Sein Blick suchte die Irrwege, durch die sie sich zuvor einen Weg gebahnt hatten ab, konnte aber nicht sehen, wo sich die Fremden verbargen. Er registrierte noch wie sich Phönix etwas von der Herde abseilte. Ob die Stute dem geruch folgte? Er hoffte, dass ihr Leichtmut sie nicht in Gefahr brachte, denn eigentlich wollte alles in ihm selbst zu der Stelle, an dem er die Fremden vermutete. Allerdings müsste er dann Horizon alleine lassen und das konnte er beim besten Willen nicht.
Hektisch suchte Moon nach Castello, konnte den Freund aber kaum entdecken, er verbarg sich im Schatten, wahrscheinlich mit Filou. Die Gefährtin seines Freundes hatte anscheinend, noch zutun mit der Umstellung auf das Land hier, doch das waren Probleme um die er sich gewiss nicht kümmern würde.
Wo zum Teufel war überhaupt Kolett? Konnte die sich nicht mal um soetwas kümmern, anstatt wieder irgendwo Selbstgespräche zu führen? Sunny war ja momentan auch mit sich selbst beschäftigt. ergeben seuftzte er. Vermutlich würde er es ersteinmal so beruhen lassen und hoffen, dass keinem Herdenmitglied etwas zustieß. Wenn dies doch eintrat, würde er sich das vermutlich nie verzeihen.

Kommt ein Vogel gefolgen ... Einer der Geflügelten, die über den Pferdeköpfen noch ihre Kreise gezogen hatten, ließ sich -wenn auch etwas unelegant- zu Boden gleiten und wirbelte etwas Staub auf. Sofort begann er wie wild umherzutrippeln und nach Essbaren zu suchen, ihm folgten einige seiner Gefährten nach udn bald hüpfte eien ganze Schar vor den schwarzen Hufen der Pferde auf udn ab, die reglos verharrten.
New Moon warf seiner Tochter einen bekräftigenden Blick zu. Ihre Geduld hatte sich also ausgezahlt.


[Sparkle | Horizon | belustigt | folgt Horizon | Vögel | wittert | Vögel]

_______________________________________
o.o|| und nun ist er vater ||o.o
This boy fell in Love with a sparkling star and got a new horizon

my life is BRLLIANT my life is pure
I saw an ANGEL of that I'm sure


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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   So Jul 01, 2012 4:19 pm

>Don't stop believin'<

Niemand hatte ihn je gefragt, ob es ein Neubeginn war. Das Leben, was er nun hier führen würde. er selbst hätte es sicherlich nicht direkt als Neubeginn betitelt, doch es war immerhin so eine Art neuen Anfangs. eine neue Aufgabe wartete, die erfüllt werden wollte. So konnte er Filous Zweifel udn Sorgen auch nciht vollkommen nachvollziehen, schließlich hatten sie nicht mehr als eine gebrochene Herde, einen versiegenden Willen und ein wunderschönes Land hinter sich gelassen. Lediglich um Letzteres war es ihm annähernd schade. Doch irgendwo musste doch auch die einstige Leitstute gespürt haben, dass es in ihrer Heimat nichts mehr für ihre gemeinsame Zukunft gab. Sie waren allein gewesen, als sie gingen nur noch zwei einsame Gefährten auf der Reise zu einem fremden ort. Wobei dieser Ort Castello selbst ja gar nicht so fremd war. Es war das Land in dem er geboren und groß geworden war. Das Land seiner Väter und Großväter. Und hoffentlich eine neue Heimat auch für Filou.

Die Worte der geliebten Stute sprachen zwar nicht dringend von Zuversicht und Glaube, aber immerhin war es ein kleiner Schritt in Richtung der Besserung ihres allgemeinen Zustandes, auch wenn er jetzt auf ihre Frage keien passende Antwort fand. Und doch rührten ihn ihre Worte zugleich. Der Rotbraune erwiderte den liebevollen Nasenstober der Stute und sog noch einmal ihren Geruch ein, der ihn in den letzten Jahren so oft wieder auf die Beine gebracht hatte. Es war ein ewiger Krieg den sie führten. Gegen sich selbst gelegentlich. Meistens aber gegen die Welt und ihre Gefahren.
Sie war ihm so viel schuldig? Da konnte er sich durchaus anschließen. Nicht nur der letzte Funke des einstigen Junghengstgemütes loderte in ihm wieder auf, als er diese Gedanken doch laut aussprach, sondern auch der durchaus ausgefallene Humor Castellos.
"Oh und wie viel du mir schuldig bist. Dein ganzes Leben meine Liebe."
Amüsiert drückte er sich erneut an sie, während sie das gleiche vorhatte. Es war wirklich der Anblick zweier Liebenden, die sich gesucht und gefunden hatten und die auch in den dunkelsten Tagen immer wieder zueinander stehen und finden würden.
"Ich liebe dich auch, Darlin'"

Eine Aufgabe? So was ging man denn am Besten an, wenn man neu war - gut so neu waren sie gar nicht immerhin teilten sie jetzt schon ein ganzes Stück vom Weg der BlueMountainMustangs.
Ehrlich gesagt hatte Castello in diesem Moment selbst keinen direkten Plan, was er Filou zur Aufgabe geben sollte, würde er sie jetzt jedoch wieder vertrösten, würde die ganze Leier ihrer Selbstschändung wieder von worne losgehen. Also musste er sich etwas einfallen lassen. Wie wäre es als Babysitter für Horizon? Doch weder die junge Stute noch ihr Vater und sein bester Freund waren zu sehen. Lediglich Sparkle stand noch in der Höhle und sah schon fast verträumt nach draußen.
Sunny war ihnen bestimmt auch keine große Hilfe, die Leitstute musste noch den Tod ihres Fohlens und die immer steigende Schweigsamkeit ihres gefährten verkraften und sonst viel Castello kein weiterer Ansprechpartner ein. Die Friesenstute und zugleich Beraterin Donnerkeil, konnte er auch nciht ausfindig machen, außerdem war ihm das schwarze Ungestüm nicht ganz geheuer. Sie wirkte immer etwas abwesend, versunken in ihrer eigenen Welt. Zumal ihr immer ein Rabe folgte ...
Blieb noch Kolett. Die Dunkelbraune Kriegerin scharrte mit den Hufen in der Ecke. Es sah sehr amüsant aus, auch wenn ihm schleierhaft war, was das werden sollte, was sie da tat. Mit einem Nicken deutete er auf die geschäftige Stute.
"Wie wäre es mit ihr? Ich schätze sie wird dich gut unterhalten können und eien Aufgabe hat sie sicherlich auch!"
Noch einmal verpasste der braune Hengst seiner Gefährtin einen Stupser. Er würde sich mal mit Sparkle unterhalten. Das wollte er schon seit Tagen tun. Doch wenn Filou nciht seine Aufmerksamkeit beanspruchte, dann war es New Moon. Castello zwinkerte Filou noch einmal aufmunternd zu, als er sich auf den Weg zu Sparkle machte, die noch immer alleine war.

"Und? Nun rundum glücklich?"
Eigentlich brauchte sie nicht zu antworten. Der Gesichtsausdruck der Heilerin sagte bereits, wie glücklich sie über die Geburt ihrer Tochter war. Castellos Blick folgte dem der Stute und er sah, wie New Moon und Horizon umringt von Vögeln nahe eines Baumes standen. Die junge Stute glich ihrem Vater wirklich bis aufs letzte Haar, wenn sein Fell auch etwas glänzender war udn sie noch nciht so ganz die straffe Haltung des Vaters nachahmen konnte, hatte sie doch schon jetzt dasselbe elegante und stolze Auftreten ihres Erzeugers.


[Filou | spricht | geht zu Sparkle | beobachtet Moon&Hori]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Do Jul 12, 2012 6:00 pm

You know I'll be your life, your voice, your reason to be.
My love, my heart is breathing for this moment in time.

Das Lachen der weißen Stute war auf ihren Lippen, in ihren Augen, es schien sie komplett zu erfüllen und beinahe leuchten zu lassen. Sparkle verströmte die gute Laune in alle Himmelsrichtung. Gut, Sunnys Fohlen war tot - sie liebte die Palominostute wie eine Schwester, und natürlich tat es ihr weh, zu erfahren, dass das Fohlen ihrer Anführerin niemals das Licht der Welt sehen würde. Aber wenn sie ihr eigenes Fohlen anguckte, diese quirlige kleine schwarze Gestalt, dann konnte sie nicht anders, als absolut glücklich zu sein. Horizon war einfach so perfekt, so aufgedreht, so niedlich, so neugierig. Ihre Tochter war viel mehr, als sie sich je hätte erträumen können, das war einfach so.
Aber das schien ja noch nicht genug. Jetzt folgte New Moon Horizons Aufforderung, ihr zu folgen, und kümmerte sich um sie. Sparkle hatte noch nie etwas gesehen, dass ihr Herz mehr erwärmte. Ihr Moon, der immer eine große Klappe gehabt hatte, er würde sicher keinen guten Vater abgeben, kümmerte sich geradezu rührend um das Fohlen, das schon jetzt so große Ähnlichkeit mit ihm hatte. Er hatte immer gesagt, er möge keine Fohlen, er würde einen grausigen Vater abgeben. Aber das war er nun wirklich nicht. Wie er sich um Horizon kümmerte, das war so unglaublich süß und liebevoll ...
Sparkle legte den Kopf leicht schief, und ihr kam ein überaus absurder und durchaus unpassender Gedanke in den Sinn: eigentlich könnte sie jetzt sterben. Man sollte doch gehen, wenn es am Schönsten war, oder etwa nicht? Und jetzt gerade war ihr Leben perfekt, sie war dort angekommen, wo sie hingehörte, und hatte das erreicht, was sie immer hatte erreichen wollen. Aber sie würde das nicht aufgeben, zur Hölle noch mal. Sie wollte nicht jetzt sterben. Horizon brauchte sie, und New Moon ebenfalls. Es war perfekt, und das war das Zeichen dafür, dass sie zum Teufel noch mal nicht sterben würde.

Aus diesen Gedanken wurde sie von keinem Anderen als Castello gerissen. Der Hengst, der ihrem Gefährten treuer Freund, enger Vertrauter und Bruder war, gesellte sich zu ihr, seine dunkle Stimme formte eine Frage, auf die er doch offensichtlich keine Antwort haben wollte. Sparkle wandte sich ihm zu, und noch immer schien sie mit aller Intensivität aus allen Poren zu leuchten, Glück irgendwie auszuströmen wie Radioaktivität oder so etwas. Ihre dunklen Augen wollten sich eigentlich gar nicht von ihrem Gefährten und ihrem Fohlen lösen, trotzdem blickte sie dem Braunen neben sich ins Gesicht, lächelte ihn an, als wollte sie ihr Glück teilen. Wollte sie ja auch. Vor allem mit einem solchen alten Freund - sie hatte Castello allein aufgrund der tiefen Verbundenheit zwischen ihm und New Moon schätzen gelernt, und dadurch auch Filou, der sie auch nach all der Zeit noch immer blind ihr Leben anvertrauen würde, ihn liebte, war er ihr schon jetzt wie ein Teil der Familie.

"Du siehst es zwar, aber ja, ich bin glücklich. Nach all der Zeit ... und du? Ist alles in Ordnung? Filou wirkte ein wenig - besorgt."


{ beobachtet HORIZON xxx glücklich xxx beobachtet NEW MOON xxx denkt nach xxx unterhält sich mit CASTELLO }
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Do Jul 12, 2012 6:24 pm

And then there was you.


Filou genoss es einfach so sehr, Castello um sich zu haben. Er war derjenige welche, er war ihre große Liebe, alles, für das sie sterben würde. Sie würde tatsächlich für ihn sterben. Sie würde für ihn in die Hölle gehen, und wieder zurück, wenn es sein musste. Er war derjenige, für den sie alles zurückgelassen hatte, was sie kannte, alles, was sie liebte. Und er war auch derjenige, der ihr über den Schmerz des Verlustes hinweghalf. Sie brauchte eigentlich nur seinen sehnigen, warmen Körper an ihrem Eigenen fühlen, damit ihre Laune sich verbesserte. Sie musste nur einmal seinen Geruch tief in ihre Lungen saugen, damit ihr Herzschlag sich beruhigte. Er war alles, das sie vom Verrücktwerden abhielt.
Ja, sie verdankte ihm ihr ganzes Leben. Und das war ihr keineswegs peinlich. Denn eigentlich war es doch anders herum genauso. Sie hatten sich schon so oft davor gerettet, sich selbst zu verlieren, dass man das schon nicht mehr zählen konnte. Aber genau dafür waren Gefährten, waren Seelenverwandte da - um einen vor dem Verrücktwerden zu retten. Und so, wie er es jetzt mit ihr machte, hatte sie es mit ihm gemacht. Sie waren für einander da, egal, wie schwierig es war, egal, wie - auf gut Deutsch gesagt - beschissen ihr Leben war, sie waren für einander da. Und dafür bewunderte sie Castello so sehr ... sie wäre niemals mit dem Nervenbündel zurechtgekommen, dass sie jetzt gerade war.
Filou beobachtete Castello, wie er sich ein letztes Mal an sie drückte, und sie dann ihren Gedanken überließ, um zu Sparkle zu gehen. Sie wurde nicht eifersüchtig, nein. Sie wusste, dass sie ihm auch einfach hätte hinterherdackeln können. Aber wollte sie das überhaupt? Sie wollte nicht wie ein unterwürfiges Weibchen die ganze Zeit an seiner Kruppe kleben. Und sie würde später noch genügend Zeit haben, sich in Ruhe mit ihrer alten Freundin zu unterhalten. So blieb sie einfach im Höhleneingang stehen und beobachtete Cas und Sparkle zusammen. Sparkle wirkte so glücklich und stolz, und sie freute sich augenscheinlich darüber, das mit dem Rotbraunen zu teilen ... typisch Sparkle eben.

Jedoch hatte Castello Filou nicht sich selbst überlassen, damit sie hier herumstand und nichts tat, einfach nur beobachtete. Er hatte gemeint, sie sollte sich eine Aufgabe suchen, vielleicht mal Kolett, die Aushilfsheilerin oder was auch immer sie war, um etwas zu tun bitten. Sie wusste, dass Castello damit nur ihr Bestes wollte, und sie sah selbst, welcher Gedanke dahinter steckte. Mehr noch, sie verstand sogar, warum er das wollte, warum er meinte, dass sie das tun sollte. Deswegen entschied sie sich dazu, zu der haselnussfarbenen Stute zu treten, ein leichtes, fast schon zurückhaltendes Lächeln auf den Lippen. Sie räusperte sich, bevor sie freundlich, in ihrer filoutypischen Art, meinte:

"Kolett, richtig? Kann ich dir bei irgendwas behilflich sein?"


{ denkt nach xxx mit CASTELLO xxx beobachtet Cas & Sparks xxx geht zu KOLETT }
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Namid
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Jul 13, 2012 10:39 am

Namids Ohren zuckten kurz auf. Eines der Pferde bewegte sich auf sie zu. Eine wirklich hüpsche Schimmelin. Sie sprach Jean und ihn mit einem freundlichen und durchaus weiblichen Lächeln an. Der Silver Grullo schien darauf direkt anzuspringen. Namid beäugte sie jedoch mit recht skeptischen Blick. Nicht das er etwas an ihr auszusetzen hatte, doch so eine Freundlichkeit in einer doch wildfremden Herde kannte er eigentlich nicht. Er musste nur an seinen Vater zurück denken der jeden Fremden ersteinmal von oben bis unten gemustert hatte, und dann eingeschätzt ob es sich bei diesem um eine Gefahr für die Herde handelte oder nicht. Hengste hatte er meist generel sofort wieder vertrieben.
Naja für eine Antwort blieb dem Schecken ohnehin nicht genügend Zeit denn eine weitere hüpsche Stute kam auf sie zu. Eine Scheckin wie sie es auch waren. Aber was Freundlichkeit betraf war diese noch schlimmer als die Schimmelin. Oder Misteltoe wie sie sich vorstellte. Deshalb blieb Namid vorerst Stumm und nichts falsches zu sagen. Er lies ersteinmal Jean reden, der war dafür besser geschaffen. Ausserdem gab ihm das Zeit weiter die Herde zu beobachten. Wirklich gefährlich kam ihm allerdings keines der Pferde vor. Ausser vielleicht der schwarze Hengst bei dem Fohlen. Der Rest schien ihm neben der Spur, schnell konnte er auch erkennen weshalb. Eine Totgeburt. Welch eine Tragödie... der Falb-Schecke musste sich schon recht zusammen nehmen um nicht abfällig zu schnauben. Natürlich soetwas war nicht schön, aber deshalb durfte man kein solches durcheinander in der Herde entstehen lassen. Hätte er gewollt hätte schon längst ein Mitlgied der Herde angreifen können. Warscheinlich am ehesten diese beiden Stuten vor ihm.

Nun wandte er seine Eisblauen Augen, welche nun einen kalten wenn nicht sogar schneidenen Blick angenommen haben wieder auf die beiden. Jean schien auf die weiße bereits ein Auge geworfen zu haben. Darüber konnte man nur den Kopf schütteln. Davon abgelenkt wurde er dann allerdings von den Worten der Scheckin. Seine Ohren zuckten wieder, und seine Nüstern blähten sich kurz auf. Ebenso begann sein Schweif beinahe schon gereitzt, oder zumindest genervt, von einer Seite zur anderen zu schlagen.

"Wenn wir einen solch ungünstigen Moment erwischt haben verstehe ich Eure Fröhlichkeit nicht werte Stute."

Ja Namid hatte nichts gegen Freundlichkeit. Aber man konnte es auch übertreiben! So viel Freundlichkeit, und vorallem Fröhlichkeit auf einem Haufen vertrug er nicht. Vorallem dann wenn es ja wirklich nicht der Situation entsprach! Um seine Worte noch zu unterstreichen schnaubte er einmal Lautstark. Er wollte nochetwas sagen, etwas was ein klein wenig unfreundlicher war, wurde dann aber durch ein zupfen an seiner Mähne abgehalten. Aus seinen Augenwinkeln heraus betrachtete er Jean. Dieser sah ihn gerade nur verständnislos an. Worauf Namid mit einem weiteren finsteren Blick ihm gegenüber antwortete. Und er meinte seinen Augen nicht zu trauen als Jean ihn tatsächlich mit einem belustigten und zugleich aber beschwichtigenden Lächlen ansah. Der goldene Schecke schnaubte wieder auf, und stellte sich nun zu seine vollendeten Größe auf wodurch er den Silver Grullo Overo doch ein kleinwenig überagte. Dieser allerdängs grinste ihn weiter an wodurch es Namid zu dumm wurde und er seinen Blick wieder den beiden Stuten zuwandte.

[ Mistletoe/Phoenix | beobachtet Herde | läst unfreundlichen Kommentar ab | Jean ]

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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Jul 13, 2012 11:01 am

Zu Jeans Freuden kammen schnell die ersten Pferde auf sie zu. Naja, eigentlich war es nur eine Stute. Aber dafür war diese umso hüpscher. Er sah sie mit einem ebenso freundlichen Lächeln an. Sie stellte sich als Mistletoe vor, fragte dann auch gleich nach ihren Namen. Jean wollte schon antworten da kam eine zweite Stute auf sie zu. Sie schien allem anschein nach die Freundlichkeit in Person zu sein. Nun, der graue Schecke lächelte auch diese hüpsche Scheckin freundlich an.

"Es freut mich euch kennen zu lernen. Mein Name ist Colors Jean. Ihr könnt mich aber auch nur Jean nennen."

Eigentlich hatte er nun darauf gewartet das sich auch Namid vorstellte, allerdings kam nichts dergleichen. Und er wollte ihn auch nicht unbedingt vorstellen das der helle sicher einen Grund hatte seinen Namen noch nicht zu nennen. Naja wie dem auch sei. Jean wandte sich nun direkt an die Scheckin, welche ja so freundlich war und ihnen gleich ihre Hilfe angeboten hatte. Noch einmal sah er kurz aus den Augenwinkeln zu seinen Reisegefährten ob er sich vielleicht doch noch vorstellen wollte, allerdings hatte dieser wieder damit begonnen die einzelnen Pferde der Herde zu mustern. Gut dann stellte der sich halt nicht vor. War ihm auch recht.

"Naja wir beide waren auf der Suche nach einer Herde und hatten gehofft bei eurer Anschluss zu finden."

Die darauf folgenden Worte der Gescheckten liesen ihn kurz stuzig aufschauen. Einen ungünstigen Moment erwischt? Suchend lies er seinen Blick über die Pferdeleiber schweifen. Sie sahen wirklich allesamt ein wenig aufgewühlt aus. Warum wollte er garnicht wissen. Aber er wäre auch garnicht dazu gekommen nachzufragen denn Namid schnitt ihm das Wort ab. Und der Silver Grullo Schecke war doch ein klein wenige erschrocken über seinen Ton. Was war dem denn schonwieder über die Leber gelaufen? Bevor er es noch zunichte machen würde das sie beide bei der Herde bleiben konnten zupfte Jean auffordern an dessen Mähne. Sein Blick verriet schon alles was dem anderen wohl nicht sonderlich zu gefallen schien.
Dieser Blick, der wohl einschüchternd wirken sollte lies Jean jedoch grinsen. Es kannte Namid erst seit kurzen, und er fand es irgendwie ziemlich witzig wie schnell er sich reizen lies. Als der Helle sich dann auch noch aufbaute hätter er am liebsten sofort losgelacht, lies es aber lieber. Es war sicher nicht gesund ihn noch weiter zu ärgern. Mit einem entschuldigenden Lächeln sah er wieder zu den beiden Stuten.

"Entschuldigt. Er ist einwenig aufbrausend."

[ Mistletoe/Phoenix | spricht | belustigt über Namid | entschuldigt sich für ihn ]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Fr Jul 13, 2012 5:47 pm

>Ich nehme mir die Zeit. Auf die Hügel des Landes zu sehen.
Auf die Wolken, die über mir zieh'n. Um immer ein Teil davon zu sein.
<

Oh - es gab so unzählig viele, sinnvolle Beschäftigungen für ein Pferd, dass es ja schon schwierig war eine zu finden die nicht sinnvoll war. Überhaupt war es schon wieder viel zu absurd, darüber nachzudenken, welche Tätigkeit für einen Vierbeiner, wie sie es war, sinnvoll war und welche nicht. Ihr Leben hätte sowieso sich als durchaus schwieriger erweisen können, wäre sie nicht letzten Endes hier gelandet. Zurück in ihrer Heimat fühlte es sich gleich tausendmal besser an, einfach etwas Sinnloses zu tun, als irgendwo anders nach etwas Sinnvollem zu suchen.
Grübelei war ja das Eine. Aber Koletts Gedanken fuhren sowieso eigentlich immer Achterbahn, weshalb es bei der Stute nichts verwunderliches wäre, würde sie auf einmal einen Überschlag auf eigene Faust selbst versuchen, ohne dabei irgendjemanden davon zu unterrichten. Kolett war durchaus spontan, sie plante nicht großzügig sondern sog sich gewisse Dinge regelrecht aus ihrer nicht vorhandenen Tasche. Man konnte sich aber immer auf die Braune verlassen, die für ihre Freunde keinerlei Mühen scheute und es auch niemals tun würde. Trotzdem hätte sie sich von diesem Tage wohl etwas mehr erhofft, als einfach nur nutzlos herumzustehen. Mit dem Begräbnis von Sunnys toten Fohlen war sie bereits seit einiger Zeitfertig und doch kreisten ihre Gedanken oft, um den leblosen Körper des Füllen. Die Kriegerin erinnerte sich nur zu gut an Sunnys schmerzverzerrtes Gesicht und auch wenn sie die Leitstute nicht als engste Freundin bezeichnen würde, so tat es ihr doch in der Seele weh, zu sehen wie sehr sich die starke Führerin an diesem Tod zu Grunde richtete.
Ein Schnauben entglitt den grau gefärbten Nüstern, während Kolett noch immer in dem sandigen Höhlenboden mit dem Huf Gruben scharrte. Wozu das gut sein sollte, war äußerst fraghaft, aber Kolett war ja dafür bekannt gelgentlich auch einmal - exotische - Dinge zu tun, die kein anderes Pferde jemals freiwillig tun würde. Für die Braune war es vielleicht so etwas wie der gewisse Kick, den e sihr gab - anders zu sein - doch das konnten ebenso gut waghlasige Spekulationen sein.

Jäh riss die klare Stimme sie aus ihren Gedanken und sinnlosen Tun. Aufgeschreckt blickten Koletts Augen in die dunkelbraunen Filous. Die gefährtin von New Moons besten Freund war Kolett eigentlich recht schweigsam erschienen und dadurch auch herzlich uninteresannt, für eine sprachgewandte Stute wie sie. Umso erstaunter war die Kriegerin, als die Rotbraune sie nun regelrecht für ein Gespräch aufsuchte. Das Misstrauen kehrte nur kurzen in den schlanken, muskulösen Körper, ehe es dem Gleichmut und der alles erkärenden Sorglosigkeit der jungen Stute wich. Filou mochte ihr im Alter überlegen sein, jedoch nicht in der Sprache, Kolett konnte jeden in Grund und Boden reden, auch Mr Leithengst, wenn es sein musste.So wartete die Braun eien Weile ab, bis die Andere geendet hatte und schien irgendwie noch darauf zu warten, dass Filou noch etwas zu ihren Worten hinzufügen würde. Nun gut, konnte ja nicht jeder so ein Plappermaul sein - und doch verleitete sie irgendetwas an Filous Ton dazu, ebenso sorglos wie immer mit ihr zu sprechen, auch wenn sie sich kaum kannten. Kolett hatte lediglich einige Male mit der Braunen gesprochen, aber da auch nur um eher - herdensachliche Dinge.

"Nun - nicht zwingend. Außer du bist scharf darauf deine nächste Zeit mit dem laufenden Klatsch- und Tratsch Magazin zu verbringen und dannach nicht mehr zu wissen, was du zuvor eigentlich wolltest, oder was du noch so zu tun hast. Weißt du, ich hatte viele Erlebnisse bei denen anderen doch tatsächlich nach einem Gespräch mit mir glatt entfiel, was sie als Nächstes tun wollten. Absurd oder? Ist es wirklich so anstrengend ein paar aneinander gereihten Worten zu folgen, die ihre geistlichen Fähigkeiten doch nicht überschreiten dürften, wenn man der Landessprache mächtig ist. Also äußerst fraglich warum gewisse Personen dann immer noch den Wundern auf der Spur sind, die daher rühren, dass eine gute Wortwahl das einzige sind, was einen wirklich dazu verleiten kann, anders zu denken."


Einen tief gehenden Sinn für Humor hatte die Stute sicherlich, allerdings war ihr eine solche Tiefsinnigkeit ihrer eigenen Worte kaum zuzutrauen gewesen, schließlich betätigte sich Kolett gerne an dem einfachen Wortschatz. Nur um ihn dann möglichst schnell unter den Leuten zu verteilen. Zwar war ihr Sprechtempo jetzt noch immer überdurchschnittlich hoch, aber es bereitete wohl vielmehr Schwierigkeit ihren Worten wirklich zu folgen und den Sinn zu verstehen - der ja eigentlich nicht bestand - als mit der Schnelligkeit ihrer Zunge mitzukommen.
Regelrecht zufrieden blitzten die Braune Filou unter ihrem Stirnschopf hervor an. Natürlich hatte sie schon die nächste Flauskel im Kopf, die man unternehmen konnte, aber davor musste Filou ersteinmal auf Partnerschaftstauglichkeit geprüft werden. Bisher hatte sich aus der Herde nur Phönix als Partnerschaftswürdig erwiesen, wobei die Scheckstute wohl genauso einen Schlag weg hatte wie die haselnussfarbene Kolett. Aber beide mit eienr Überlegtheit und einem Charme, dem kaum eienr widerstand.

[sinnlose und sinnvolle Taten | denkt an Sunnys Fohlen | Filou]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   Sa Jul 14, 2012 8:25 pm

I tried my best. But honestly, that's not really much to give.


Filou hatte ja bisher noch nicht viel mit Kolett zu tun gehabt. Die andere braune Stute und sie hatten meist nur kurze Gespräche geführt, wenn sie mehr oder weniger gezwungen waren, solche zu führen, und selbst dann hatten sie auch nur über Sachen gesprochen, die unmittelbar mit der Herde zusammen hingen. So wusste sie eigentlich nicht viel über die Stute, bei der sie jetzt stand. Sie war ein wenig jünger als sie selbst, so viel war klar, und sie kannte Sparkle und New Moon schon länger als der Rest, wie es schien.
Aber eine Sache, die konnte Filou klipp und klar feststellen: Kolett hatte eine Klappe, die es mit keiner Anderen aufnehmen konnte. Sie redete ohne Punkt und Komma, egal bei welchem Thema. Das hieß noch lange nicht, dass ihre Antworten irgendwie dämlich oder so waren - denn trotzdem schaffte Kolett es irgendwie, ihre Antworten mit einer tiefgründigen Weisheit zu füllen. Das war eine Art, die Filou schon von Anfang an geschätzt hatte. Auch, wenn sie es eigentlich nicht mochte, wenn jemand so total überdreht war, war Kolett das auf eine gute Art.
So brachten die Worte der hübschen Heilerhelferin Filou erst einmal zum Schmunzeln. Die Genialität dieser Worte war ja gar nicht in Frage zu stellen. Kolett redete zugleich schnell, viel und nur die pure, ungesalzene Wahrheit. Filou stimmte ihr zu in dem, was sie sagte, auch wenn man erstmal durch den Wortsalat hindurchsehen musste, um den wirklichen Sinn Koletts Worte zu verstehen - Filou war immer schon gut darin gewesen, Rätsel zu lösen, das hatte sie manches Mal bewiesen. Und diese Fähigkeit half ihr wohl auch jetzt, in dem Gespräch mit der kryptisch-viel zu schnell redenden Haselnussfarbenen.

"Kolett, es wäre mir eine Freude, mich mit dir zu unterhalten. Eigentlich bin ich doch genau deswegen hergekommen - damit du mit deinen Worten meinen Geist so sehr verwirrst, dass ich nicht mehr weiß, wo oben und unten ist." Und zu ihrer eigenen Überraschung hörte sie sich selbst ein wenig kichern. "Nicht jeder kommt mit deiner Art, zu reden, klar. Sie sind eben nicht so geniale Köpfe, einen Seemannsknoten, den sie nicht kennen, zu entwirren."

Filou fragte sich, ob sie mit der Jüngeren Schritt halten konnte. Nicht im Sinne von Geschwindigkeit - die Mustangs in den Canyons waren schlicht und einfach geschickter im Rennen, was bedeutete, dass sie dort durchaus ihre Vorteile hätte -, sondern im Sinne von geistigen und verbalen Fähigkeiten. Sie war nie eine große Rednerin gewesen, und obwohl sie noch dem Faden der Worte der Anderen folgen konnte, war es doch sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, bis ihr der Sinn verwehrt blieb und sie verwirrt werden würde. Ob das so schlecht war, wagte sie fast schon zu bezweifeln. Sie brauchte die Ablenkung von ihren trübseligen Gedanken.


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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   So Jul 15, 2012 1:40 pm

>Über sieben Brücken musst du geh'n. Sieben dunkle Jahre übersteh'n.
Sieben Mal wirst du die Asche sein ...
<

In jedem sinnvollen Tun lag irgendwo ein Haken. Zumindest nahm sie das mal an, immerhin hatte der Angriff auf die BluemountainMustangs, den sie im vergangenen Jahr gestartet hatte auch einen Haken gehabt. Den, dass sie auf New Moon traf und letztendlich bei der Herde hier blieb und nicht mit den den Untergrund ging, wie die vielen anderen Mitglieder ihrer alten herde. Überhaupt war es keine schöne Zeit gewesen damals und auch mochte kaum einer glauben, dass die heute so aufgeweckte und fröhliche, braune Stute einst ein so grausamer gerissener Geist gewesen war, dass sie mit der Herde der Nacht zog und von einer Schlacht in die nächste ging, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Scheu vor dem nahenden Tod und ohne Kenntnis von den Auswirkungen ihrer Taten. Zwar legte sie auf Letzteres auch zu heute noch keinen sonderlich großen Wert, doch es war Kolett immerhin ein großer Teil an Respekt und Benehmen beigemessen worden, so dass sie es wohl sehr erfolgreich geschafft hatte sich in diese Herde hier zu integrieren und letzlich auch ihren Platz zu finden. Auch wenn der Posten der Heilerin bereits an Sparkle vergeben war, so hatte es die Braune doch geschafft einen hohen Rang zu bekleiden udn war immernoch sichtlich stolz auf sich selbst, dass sie sich nun oberste Kriegerin nennen konnte. Kolett war jedoch niemand, der sich nur aus sachlichen Dingen groß etwas machte. Vor allem die Vertrautheit und die Freunde waren ihr wichtig, ebenso wie die Gelassenheit und das Glück, was momentan nicht in allen Ecken der Herde steckte. Kurz schwiff ihr Blick noch einmal zu Sunny, die neben Phantom stand, der auch jetzt schweigsam war und seiner Gefährtin nciht im geringsten irgendwie über den Tod des Fohlens hinweghalf. Kolett konnte nur den Kopf schütteln. Sie hatte den Palominohengst als stolzen, respektvollen und erwürdigen Berater kennengelernt, nicht als schweigende, nutzlose Memme, die jetzt wohl aus ihm wurde. Ein Seufzen entglitt der Stute über das Befinden der beiden hellen Pferde, oder vielmehr über die Erkenntnis, das deren Beziehung auf der Kippe stand. Um Sunny tat es ihr Leid, die Stute hätte mehr verdient, als das auch ihre zweite Beziehung scheiterte. Ob der Hengst das Ruder noch einmal herumreißen würde? Oder würde auch er irgendwann einfach wortlos gehen - wie so viele andere gestalten, die seitdem sie den BlueMountainMustangs beiwohnte gekommen und wieder gegangen waren, wie die lästigen Fliegen, die zum Winter wieder verschwanden.

Mutig war die Rotbraune ja immerhin, wie Kolett feststellen musste, als Filou die waghalsige These aufstellte, dass sie sich mit ihr unterhalten wollte. Doch sofort blitzte jenes freudige und zugleich junglich ansteckende Feuer in den dunklen Augen der Haselnussfarbenen auf, als die Ältere geendet hatte. Endlich wieder jemand, der wirklich die Absicht hatte sich länger als zwei Minuten mit ihr auseinanderzusetzen. Hauptsache Filou gab nicht so schnell auf. Aber man sagte den CanyonMustangs ja eigentlich nach, dass sie einen sehr entschlossenen udn leistungsstarken Geist hatten, wenn ihre Wortgewandtheit auch sichelrich nicht mit jener der Präriepferde mithalten konnte, so war ihr Wille doch ebenso groß wie der aller anderen Mustangs. Hätte Kolett also Hände gehabt, sie hatte sie sich sicherlich in freudiger Erwartung gerieben. So konnte sie lediglich ein paar Bocksprünge tun, was sie dann aber unterließ, rein aus der Ansicht, dass nicht Phönix vor ihr stand, sondern Filou und die hatte bestimmt nicht die gleiche sorgenlose Tagerfreunis zu teilen, wie es die braune Scheckstute vermochte. Wo war diese überhaupt? - Vielleicht war es besser nicht immer vom Thema abzuschweifen ...

"Bist du ein genialer Kopf, der soetwas vermag? Wenn ja, dann traust du dir sichtlich viel zu meine Liebe. Aber ich werde dich auf keinen Fall davon abhalten, wenn du mich also begleiten willst, nur zu, meine Gedanken drehen sich hier sowieso nur im Kreis und ich denke nicht, dass Sunny ein Probem damit hätte, wenn wir uns die "Gegend" hier etwas genauer ansehen. Kann ja nicht schaden, wenn man weiß, wo es langgeht udn ich hoffe, dass du keine Angst hast, um auf eine kleine Unternehmungstour zu gehen."

Das Grinsen auf Koletts Zügen war definitiv ansteckend und es konnte einen auch mit sich reißen. Wie eigentlich alles an der Kriegerin. Sie hatte dieses bestimmte etwas an sich, dass jedne in seinen Bann zog, in ihrer Gesellschaft konnte man einfach keinen Trübsal blasen. Und wenn Filou wünschte verwirrt zu sein, dann würde sie das auch erledigen. Vielleicht bekam sie ja etwas mehr über die Stute heraus und konnte sie näher kennen lernen. eine weitere Lieblingsbeschäftigung von Kolett, neben dem ewigen Sprechen. Andere Persönlichkeiten kennenlernen und allmählich wurde Filou ja interesannt. Schließlich hatte sie in einer Überlegtheit geantwortet, die Kolett so von ihr nicht erwartet hätte.

[in Gedanken | Filou | spricht]
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BeitragThema: Re: 7. Kapitel: Lessies Rückkehr   So Jul 15, 2012 1:56 pm

>And when the rain begins to fall
You are the rainbow in the sky
<

Ein letztes mal warf der braune Hengst einen Blick über die Schulter und sah nach seiner Gefährtin, die er stehen gelassen hatte, damit sie sich auf den Weg machte, um sich eine Beschäftigung zu suchen. Es war ihm klar, dass Filou ihm diesmal nicht nachfolgen würde, dafür besaß sie zuviel Selbstachtung udn so musste Castello seicht lächeln, als er sah, wie sie seinen rat befolgte und sich vorsichtig Kolett annäherte. Es war typisch Filou. Ja keinen Schritt überhastet tun und immer einen gebürdigen abstand einhalten, damit die ganze Situation sich nicht zuspitzte. Aber Kolett war bestimmt die Richtige um die Rotbraune auf andere Gedanken zu bringen. Castello war sich sicher, dass er da die richtige Wahl getroffen hatte. Die Kriegerin war wortgewandt genug, damit Filou sich mit etwas anderen beschäftigte, als mit ihrer unwohlen Situation. Also konnte er selbst sich getrost wieder seiner neuen Gesprächpartnerin widmen, die noch immer versonnen zu ihrem Gefährten und Nachkommen hinaussah.
Erneut folgte sein Blick ihrem und wieder musste Castello erkennen, dass sein Freund sich in den letzten Jahren doch sehr verändert hatte. Denn nicht nur er selbst war erwachsener und verantwortungsvoller geworden, er musste sich eingestehen, dass auch New Moon diese Entwicklung vollzogen hatte. Der Moon, der damals in einer Gewitternacht seinen Weg kreuzte und sich ihm anschloss, kurz bevor sie auf Yellowtail trafen. Es war eine so wundervolle Zeit gewesen - das Junghengstalter. So unbeschwert, so leicht, so frei. Und nun hatten sie Verantwortung zu tragen, das Leben lastete auf ihren Schultern udn hatte hier und da schon Narben hinterlassen - aber am Ende leuchtete immer ein Licht. Castello war einfach nur froh, den Jugendfreund wieder gefunden zu haben und auch war ihre Vertrautheit noch die alte. Sie waren Freunde wie eh und je. Und wenn sie wieder für sich waren, dann würden sie sicherlich auch mal wieder eine Dummheit begehen - ganz wie früher. Bei diesem erfüllenden Gedanken musste er grinsen. So viel hatte er gemeinsam mit Moon durchlebt, dass es ihm wie eine halbe Ewigkeit erschien, die er mit sienem Seelenbruder verbracht hatte.

Glücklich - oh ja, dass war sie. Sehr glücklich. Sparkles Freude und Glückseeligkeit spiegelte sich in Castellos Augen wieder, als er die Weiße ansah, die sicherlich ins Schwärmen geraten konnte. es war aber auch irgendwie ein ergreifender Anblick, wie das kleine schwarze Fohlen, neben der ebenso dunklen Gestalt seines Vaters stand und den Vögeln dabei zusah, wie sie sich nach und nach zu ihnen gesellten. New Moon würde bestimmt ein guter Vater werden.
Die Schimmelstute sprach ihn auf Filou an und er musste unwillkürlich aufseufzen, eigentlich hatte er sich darüber jetzt nciht schon wieder Gedanken machen wollen, aber die Höflichkeit die Castello innewohnte, veranlasste ihn dazu, Sparkle eine Antwort zu geben.

"Filou - brauch noch ihre Zeit, um sich hier einzuleben. Weißt du, für sie ist es eine Umstellung jetzt auf einmal in einem ihr vollkommen fremden Land zu leben, in einer Herde, wo sie kaum einen kennt. Wir waren über Jahre hinweg selbst die Leiter einer Herde, es fällt ihr schwer nun zu akzeptieren, dass es hier nicht so ist, auch wenn uneigentlich keine großen Grenzen gesetzt werden, hat sie doch noch ein paar Probleme damit zu akzeptieren, dass sie sich unterordnen muss. Ich denke, dass kann nur die zeit ihr klarmachen."

Während er sprach, war deutlich seine Besorgnsi zu spüren, aber auch die Zuversicht und die Liebe, als er von seiner Gefährtin sprach. Es bestand keinerlei Zweifel, dass er ihr beistehen würde, egal was passierte. Und einige wären sicherlich neidisch geworden, auf dieses verständnis füreinander, was auch ohen Worte funktionierte. Castello udn Filou kannten sich schon so lange, dass sie die verbale Kommunikation kaum noch brauchten, um zu wissen, wann es dem anderen schlecht ging.
Aber der Braune zweifelte nicht, dass es bei Moon und Sparkle anders war. Sie waren ebenso füreinande rgeschaffen wie er und seine Lou.


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